{"id":2523,"date":"2022-06-27T08:14:47","date_gmt":"2022-06-27T06:14:47","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/erneute-terrorwelle-cabo-delgado-html\/"},"modified":"2023-02-16T15:20:43","modified_gmt":"2023-02-16T14:20:43","slug":"erneute-terrorwelle-cabo-delgado-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/erneute-terrorwelle-cabo-delgado-html\/","title":{"rendered":"Erneute Terrorwelle in Cabo Delgado"},"content":{"rendered":"<p>In der Provinz Cabo Delgado im Norden Mosambiks ist es Projektpartnern des weltweiten katholischen Hilfswerks \u201eKirche in Not\u201c zufolge zu einem erneuten Ausbruch terroristischer Gewalt gekommen. Die j\u00fcngsten Anschl\u00e4ge ereigneten sich demnach in den Bezirken Ancuabe und Chiure. Dabei sollen zahlreiche Menschen get\u00f6tet und mindestens 11 000 Personen zur Flucht gezwungen worden sein. Die Zahl der Binnenvertriebenen in Mosambik ist nach UN-Angaben auf weit \u00fcber 800 000 Menschen angestiegen.<\/p>\n<p>Die j\u00fcngsten Anschl\u00e4ge sollen nach Angaben der Projektpartner von \u201eKirche in Not\u201c auf das Konto einer Terrorgruppe gehen, die sich als \u201eProvinz Mosambik des Islamischen Staates\u201c bezeichnet. Milizen verbreiten seit 2017 im Norden Mosambiks Angst und Schrecken. W\u00e4hrend sie in den vorhergehenden Jahren gro\u00df angelegte Offensiven starteten und ganze St\u00e4dte in der Provinz Cabo Delgado belagerten, scheinen sie nun ihre Strategie ge\u00e4ndert zu haben: Die Attacken richten sich nun gegen kleinere Siedlungen und D\u00f6rfer, die weitgehend schutzlos sind.<\/p>\n<p><strong>Hohe Verluste bei Milit\u00e4r und Zivilbev\u00f6lkerung<\/strong><\/p>\n<p>Die mosambikanischen Truppen h\u00e4tten ihre Pr\u00e4senz in dem nun betroffenen Gebiet verst\u00e4rkt, berichten Augenzeugen. Aber auch das Milit\u00e4r habe zahlreiche Verluste zu beklagen: \u201eEs waren nicht nur Zivilisten, die ermordet wurden, sondern auch Soldaten. Aber es ist sehr schwierig, genauere Informationen zu bekommen\u201c, so ein Projektpartner von \u201eKirche in Not\u201c, der aus Sicherheitsgr\u00fcnden nicht namentlich genannt werden m\u00f6chte.<\/p>\n<p>\u201eKirche in Not\u201c hat als Reaktion auf die j\u00fcngste Terrorwelle ein weiteres Nothilfepaket f\u00fcr Mosambik auf den Weg gebracht. Das Hilfswerk unterst\u00fctzt Vertriebene in kirchlichen Fl\u00fcchtlingseinrichtungen, f\u00f6rdert die Seelsorgearbeit f\u00fcr traumatisierte Menschen und stellt Baumetrial f\u00fcr zerst\u00f6rte Gemeindezentren zur Verf\u00fcgung. \u201eKirche in Not\u201c greift au\u00dferdem vertriebene Familien unter die Arme, die sich in anderen Landesteilen ansiedeln, und finanziert Transportfahrzeuge, damit humanit\u00e4re Hilfen auch Menschen in entlegenen Gebieten erreichen.<\/p>\n<p><strong>Kirche verf\u00fcgt \u00fcber einzige funktionierende Hilfsstruktur<\/strong><\/p>\n<p>Der katholische Bischof der Provinzhauptstadt Pemba, Antonio Juliasse Ferreira Sandramo, teilte dem Hilfswerk mit: \u201eDas ist eine sehr unruhige Zeit f\u00fcr uns. Neue Angriffe breiten sich auf die s\u00fcdliche Region meiner Di\u00f6zese aus; es herrschen Panik und Unsicherheit.\u201c In seiner Di\u00f6zese seien zahlreiche Kirchen und Gemeindeh\u00e4user zerst\u00f6rt, berichtet Bischof Ferreira Sandramo, der erst Ende Mai sein Amt angetreten hat. Missionare seien aufgefordert worden, sich in Sicherheit zu bringen. Alte Menschen und Kinder seien oftmals auf sich alleingestellt.<\/p>\n<p>Die meisten Bewohner von Mosambik sind Christen. Eine Ausnahme ist der Norden, wo Muslime in der Mehrheit sind. Sie sind genauso von Terror und Vertreibung betroffen. Die christlichen Kirchen nehmen sich der gesamten Bev\u00f6lkerung an, da sie \u00fcber die einzigen funktionierenden Strukturen und Hilfseinrichtungen in der Provinz Cabo Delgado verf\u00fcgen. \u201ePfarreien und Ordensgemeinschaften sind weiterhin Orte der Hilfe f\u00fcr alle Menschen. Sie bieten ihnen Lebensmittel, Unterkunft, Beistand und psychosoziale Unterst\u00fctzung an\u201c, betonte Bischof Ferreira Sandramo. Er f\u00fcgt aber hinzu: \u201eWir k\u00f6nnen das allein nicht mehr bew\u00e4ltigen.\u201c<\/p>\n<p><em>Unterst\u00fctzen Sie den Einsatz der Kirche in Mosambik f\u00fcr Terroropfer und Vertrieben mit Ihrer Spende \u2013 online unter: <a href=\"https:\/\/www.kircheinnot.at\/helfen\/spenden\/\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">www.kircheinnot.at<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Provinz Cabo Delgado im Norden Mosambiks ist es Projektpartnern des weltweiten katholischen Hilfswerks \u201eKirche in Not\u201c zufolge zu einem erneuten Ausbruch terroristischer Gewalt gekommen. Die j\u00fcngsten Anschl\u00e4ge ereigneten sich demnach in den Bezirken Ancuabe und Chiure. Dabei sollen zahlreiche Menschen get\u00f6tet und mindestens 11 000 Personen zur Flucht gezwungen worden sein. 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