{"id":2537,"date":"2022-07-19T12:14:34","date_gmt":"2022-07-19T10:14:34","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/60-christen-2-monaten-getoetet-html\/"},"modified":"2023-02-16T15:19:31","modified_gmt":"2023-02-16T14:19:31","slug":"60-christen-2-monaten-getoetet-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/60-christen-2-monaten-getoetet-html\/","title":{"rendered":"60 Christen in 2 Monaten get\u00f6tet"},"content":{"rendered":"<p><!-- x-tinymce\/html --><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 13.008px;\">In den letzten zwei Monaten wurden allein in einem Bundesstaat in der Zentralregion Nigerias mindestens 68 Christen get\u00f6tet und viele weitere entf\u00fchrt oder vertrieben.&nbsp;<span>\u201eKirche in Not\u201c \u201eist eine Quelle des Lichts in einem Tal der Finsternis\u201c, sagt Bischof Wilfred Anagbe.<\/span><\/span><\/p>\n<p>In einem Bericht an das Hilfswerk \u201eKirche in Not\u201c (ACN) beklagt der Bischof von Makurdi, einer der Di\u00f6zesen im Bundesstaat Benue, die Unt\u00e4tigkeit der nigerianischen Bundesregierung und z\u00e4hlt die dringenden Bed\u00fcrfnisse von Tausenden der 1,5 Millionen Menschen auf, die aus ihren H\u00e4usern vertrieben worden sind. \u201cNat\u00fcrlich ist es f\u00fcr mich und mein Volk schrecklich, in einer solchen Situation leben zu m\u00fcssen, um es vorsichtig auszudr\u00fccken\u201c, sagt Bischof Wilfred Chikpa Anagbe.<\/p>\n<p>Im Mittelpunkt des Problems stehen die anhaltenden Angriffe von Terroristen des mehrheitlich muslimischen Fulani-Stammes auf die mehrheitlich christlichen Bauerngemeinden in der Zentralregion Nigerias. Die Gr\u00fcnde f\u00fcr diese Angriffe sind komplex. Die Konflikte zwischen nomadischen Hirten und sesshaften Bauern reichen Jahrhunderte zur\u00fcck, aber die Einfuhr hochwertiger Schusswaffen in den letzten Jahren hat die Angriffe noch t\u00f6dlicher und zerst\u00f6rerischer gemacht.<\/p>\n<p>Der religi\u00f6se Aspekt verschlimmert die Situation in einem Land, das zwischen dem mehrheitlich christlichen S\u00fcden und dem mehrheitlich muslimischen Norden geteilt ist, wobei die meisten Zusammenst\u00f6\u00dfe in der zentralen Region stattfinden, die auch das fruchtbarste Land besitzt. Dem Bischof zufolge tarnen sich die Terroristen als nomadische Hirten, um die wahre Absicht ihrer Angriffe zu verschleiern, n\u00e4mlich die Christen von ihrem Land zu vertreiben.<\/p>\n<p><strong>Lebensmittelversorgung, Bildung und Seelsorge betroffen<\/strong><\/p>\n<p>Die Situation hat laut dem Bischof zu einer \u201eunertr\u00e4glichen Lebensmittelknappheit\u201c gef\u00fchrt. \u201eDer Bundesstaat Benue ist bekanntlich der Nahrungsmittelkorb der Nation, aber der Terrorismus trifft die Lebensmittelversorgung.\u201c Infolgedessen m\u00fcssen die Bauern, die sich und ihre Familien normalerweise selbst versorgen k\u00f6nnten, nun von Almosen leben.<\/p>\n<p>\u201eDie Notsituation hat viele in einen menschenunw\u00fcrdigen Zustand versetzt, da sie oft auf Lebensmittelrationen angewiesen sind, die von anderen gespendet werden, deren wirtschaftliche Lage nicht viel besser ist.\u201c<\/p>\n<p>Makurdi beherbergt derzeit 80 % der Vertriebenen im Bundesstaat Benue, und trotz finanzieller Schwierigkeiten tut die \u00f6rtliche Kirche ihr Bestes, um das Leid und die Not zu lindern, indem sie Nahrungsmittel und lebensnotwendige G\u00fcter bereitstellt. K\u00fcrzlich verteilte die Kommission f\u00fcr Gerechtigkeit, Entwicklung und Frieden Lebensmittel und Kleidung an \u00fcber 1800 Menschen allein in einem Lager. Die Di\u00f6zese vergibt auch Stipendien an Dutzende von vertriebenen Kindern, damit sie die Chance auf eine Schulbildung haben.<\/p>\n<p>Die Instabilit\u00e4t der Region macht dies jedoch manchmal schwierig. Der Bischof selbst sagt: \u201eIch bin seit einigen Jahren nicht mehr in der Lage, in Teilen meiner Di\u00f6zese pastorale Aktivit\u00e4ten durchzuf\u00fchren.\u201c<\/p>\n<p>\u201eNeben den oben genannten Initiativen haben wir auch die seelsorgerische Betreuung dieser Menschen nicht vergessen. In einigen der Siedlungsgebiete gibt es eine Pfarrei, die sich um die spirituellen Bed\u00fcrfnisse der Binnenvertriebenen k\u00fcmmert\u201c, so der Bischof abschlie\u00dfend. Er f\u00fcgt hinzu, dass er immer noch hofft, eine mobile Klinik anschaffen zu k\u00f6nnen, damit sich besser um die gesundheitlichen und psychosozialen Bed\u00fcrfnisse der Vertriebenen gek\u00fcmmert werden kann.<\/p>\n<p><strong>Eine Quelle des Lichts in einem Tal der Finsternis<\/strong><\/p>\n<p>Die Probleme mit den Fulani-Hirten, bewaffneten Gruppen und islamischen Extremisten in Nigeria bestehen schon seit mehreren Jahren, aber die Kirche beklagt, dass die Unt\u00e4tigkeit der Regierung die Situation verschlimmert hat.<\/p>\n<p>Nach Ansicht des Bischofs \u201eunterstreicht das Ausma\u00df der T\u00f6tungen, der Vertreibung und der mutwilligen Zerst\u00f6rung von Eigentum durch diese dschihadistischen Fulani-Milizen nur den nun offenbar gewordenen Plan, christliche Gemeinden in Nigeria zu entv\u00f6lkern und ihr Land zu \u00fcbernehmen. Es ist bezeichnend, dass die derzeitige nigerianische Regierung nichts gegen diese anhaltenden Angriffe unternimmt, und daf\u00fcr Begr\u00fcndungen wie den \u201aKlimawandel\u2018 oder dass auch einige Muslime manchmal bei Angriffen von so genannten Banditen get\u00f6tet werden, vorbringt.\u201c<\/p>\n<p>Von den \u00f6rtlichen Beh\u00f6rden im Stich gelassen, ist die Kirche dankbar f\u00fcr die Unterst\u00fctzung, die sie von &#8222;Kirche in Not&#8220; erhalten hat, das Bischof Anagbe als \u201eeine Lichtquelle in einem Tal der Finsternis\u201c bezeichnet.<\/p>\n<p>&#8222;Kirche in Not&#8220; unterst\u00fctzt weiterhin die lokale Kirche, die in vielen Teilen des Landes unter Armut und Verfolgung leidet. Im Jahr 2021 finanzierte das internationale Hilfswerk 105 Projekte in Nigeria in verschiedenen Bereichen. &#8222;Kirche in Not&#8220; bietet auch eine Plattform f\u00fcr Informationen \u00fcber das Leiden der Christen und hilft den \u00f6rtlichen f\u00fchrenden Geistlichen, sich bei internationalen Veranstaltungen zu Themen wie Religionsfreiheit und Christenverfolgung zu \u00e4u\u00dfern. &nbsp;<\/p>\n<p>Weitere Informationen zur Lage der Christen in Nigeria enth\u00e4lt der Bericht \u201eReligionsfreiheit weltweit\u201c, den \u201eKirche in Not\u201c alle zwei Jahre herausgibt: <span style=\"text-decoration: underline;\"><a href=\"https:\/\/acninternational.org\/religiousfreedomreport\/de\/reports\/ng\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">zum Bericht \u00fcber Nigeria<\/a>&nbsp;<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Unterst\u00fctzen Sie die Arbeit der Kirche in Nigeria und ihren Einsatz f\u00fcr notleidende Menschen mit Ihrer Spende \u2013 entweder online unter <span style=\"text-decoration: underline;\"><a href=\"https:\/\/www.kircheinnot.at\/helfen\/spenden\/\">www.kircheinnot.at<\/a><\/span> oder auf folgendes Spendenkonto:<\/em><\/p>\n<p><em>Empf\u00e4nger: KIRCHE IN NOT<\/em><br \/><em>IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600<\/em><br \/><em>Verwendungszweck: Nigeria<\/em><\/p>\n<p>(Foto:&nbsp;Secretariat of Nigeria (CSN) Directorate of Social Communications)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den letzten zwei Monaten wurden allein in einem Bundesstaat in der Zentralregion Nigerias mindestens 68 Christen get\u00f6tet und viele weitere entf\u00fchrt oder vertrieben.&nbsp;\u201eKirche in Not\u201c \u201eist eine Quelle des Lichts in einem Tal der Finsternis\u201c, sagt Bischof Wilfred Anagbe. 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