{"id":2543,"date":"2022-07-26T10:43:51","date_gmt":"2022-07-26T08:43:51","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/immer-mehr-orte-leiden-unter-terror-html\/"},"modified":"2023-02-16T15:19:08","modified_gmt":"2023-02-16T14:19:08","slug":"immer-mehr-orte-leiden-unter-terror-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/immer-mehr-orte-leiden-unter-terror-html\/","title":{"rendered":"Immer mehr Orte leiden unter Terror"},"content":{"rendered":"<p>KIRCHE IN NOT zeigt sich alarmiert \u00fcber die Lage in Burkina Faso. Nachdem Anfang Juli mehr als zwanzig Personen in der Ortschaft Bourasso im Nordwesten des Landes von Milizen erschossen worden waren, erreichen das Hilfswerk auch aus der katholischen Di\u00f6zese Fada N\u2019Gourma im Osten von Burkina Faso besorgniserregende Nachrichten: Aufgrund der anhaltenden Terrorgefahr k\u00f6nnen zahlreiche D\u00f6rfer im Bistum kaum noch von au\u00dfen erreicht werden.<\/p>\n<p>Auf Anfrage von KIRCHE IN NOT teilten die Projektpartner in Fada N\u2019Gourma mit, dass von den \u00fcber 500 St\u00e4dten und D\u00f6rfern auf dem Gebiet des Bistums aktuell mehr als 90 Prozent von der Au\u00dfenwelt abgeschnitten seien. Raub\u00fcberf\u00e4lle, Entf\u00fchrungen und Morde h\u00e4tten so massiv zugenommen, dass die Di\u00f6zese seit Anfang 2022 ihre Seelsorger aus f\u00fcnf weiteren Pfarreien abberufen musste.<\/p>\n<p>In sieben weiteren Gemeinden seien die oft abgelegenen Au\u00dfenstellen nicht mehr zu erreichen; die Stra\u00dfen seien in der Kontrolle von Milizen und deshalb unpassierbar. Da auch die Telefon- und Internetverbindungen gekappt wurden, habe man keine Informationen \u00fcber die dortigen Gemeindemitglieder.<\/p>\n<h5>Terror richtetet sich vermehrt gezielt gegen Christen<\/h5>\n<p>Ausl\u00f6ser dieser dramatischen Situation ist der islamistische Terror, der sich seit dem Jahr 2015 in Burkina Faso immer weiter vorw\u00e4rts frisst. Dem Bericht \u201eReligionsfreiheit weltweit 2021\u201c von KIRCHE IN NOT zufolge ist das Land zu einem der Hauptoperationsgebiete des militanten Dschihadismus in Afrika geworden. W\u00e4hrend sich die Gewalt zu Beginn unterschiedslos gegen die gesamte Bev\u00f6lkerung richtete, kommt es nach Angaben von lokalen Beobachtern seit 2019 vermehrt zu gezielten Attacken auf Christen, die etwa ein Viertel der Bev\u00f6lkerung Burkina Fasos ausmachen.<\/p>\n<p>Der Bericht der Di\u00f6zese Fada N\u2019Gourma an KIRCHE IN NOT enth\u00e4lt auch die Aussage eines Priesters, der das \u00fcbliche Vorgehen der Terroristen schildert. Demnach eroberten Milizen Ende Februar die Stadt Tombaga im Osten der Di\u00f6zese. Die Bewohner seien in der Moschee zugsammengef\u00fchrt worden. Die Terroristen h\u00e4tten die anwesenden Christen aufgefordert, zum Islam zu konvertieren. \u201eSie sagten, Isa (Name f\u00fcr Jesus im Islam; d. Red.) sei gekommen, aber seine Mission sei beendet. Mohammed sei sein Nachfolger\u201c, zitiert der Bericht den Augenzeugen. Anschlie\u00dfend h\u00e4tten die Milizen eine katholische Schule und weitere staatliche Bildungseinrichtungen in Brand gesetzt.<\/p>\n<h5>Terror richtetet sich vermehrt gezielt gegen Christen<\/h5>\n<p>Ausl\u00f6ser dieser dramatischen Situation ist der islamistische Terror, der sich seit dem Jahr 2015 in Burkina Faso immer weiter vorw\u00e4rts frisst. Dem Bericht \u201eReligionsfreiheit weltweit 2021\u201c von KIRCHE IN NOT zufolge ist das Land zu einem der Hauptoperationsgebiete des militanten Dschihadismus in Afrika geworden. W\u00e4hrend sich die Gewalt zu Beginn unterschiedslos gegen die gesamte Bev\u00f6lkerung richtete, kommt es nach Angaben von lokalen Beobachtern seit 2019 vermehrt zu gezielten Attacken auf Christen, die etwa ein Viertel der Bev\u00f6lkerung Burkina Fasos ausmachen.<\/p>\n<p>Der Bericht der Di\u00f6zese Fada N\u2019Gourma an KIRCHE IN NOT enth\u00e4lt auch die Aussage eines Priesters, der das \u00fcbliche Vorgehen der Terroristen schildert. Demnach eroberten Milizen Ende Februar die Stadt Tombaga im Osten der Di\u00f6zese. Die Bewohner seien in der Moschee zugsammengef\u00fchrt worden. Die Terroristen h\u00e4tten die anwesenden Christen aufgefordert, zum Islam zu konvertieren. \u201eSie sagten, Isa (Name f\u00fcr Jesus im Islam; d. Red.) sei gekommen, aber seine Mission sei beendet. Mohammed sei sein Nachfolger\u201c, zitiert der Bericht den Augenzeugen. Anschlie\u00dfend h\u00e4tten die Milizen eine katholische Schule und weitere staatliche Bildungseinrichtungen in Brand gesetzt.<\/p>\n<h5>Freie Religionsaus\u00fcbung vielfach eingeschr\u00e4nkt<\/h5>\n<p>In vielen Orten der Di\u00f6zese Fada N\u2019Gourma sei es verboten, eine andere Religion als den Islam auszu\u00fcben, hei\u00dft es in dem Bericht. Mancherorts d\u00fcrften zwar noch christliche Gottesdienste abgehalten werden, w\u00fcrden aber von den lslamisten \u00fcberwacht. Trotz der prek\u00e4ren Lage gebe es jedoch nach wie vor ein lebendiges Gemeindeleben. Vielen christlichen Bewohnern aus den abgeschnittenen D\u00f6rfern sei die Flucht gelungen; sie h\u00e4tten sich rund um die Ortschaft Matiakoali niedergelassen, wo Milit\u00e4r stationiert und es deshalb vergleichsweise sicher ist.<\/p>\n<p>KIRCHE IN NOT unterst\u00fctzt in Burkina Faso aktuell 75 Einzelprojekte, um das \u00dcberleben und die Nothilfe der katholischen Kirche in der angespannten Situation zu sichern. Im Bistum Fada N\u2019Gourma hat das Hilfswerk den Bau einer Schule finanziert und zahlt Stipendien f\u00fcr Fl\u00fcchtlingskinder.<\/p>\n<p>Mit&nbsp;<span style=\"text-decoration: underline;\"><a href=\"https:\/\/www.kircheinnot.at\/helfen\/mess-stipendien\/messe-bestellen\/\">Messstipendien<\/a><\/span>, der Gabe f\u00fcr die Feier einer heiligen Messe, hilft KIRCHE IN NOT den mittellosen Seelsorgern. Die Einnahmen kommen dar\u00fcber hinaus h\u00e4ufig den karitativen Eins\u00e4tzen zugute, zum Beispiel wenn ein Priester kranke oder verletzte Gemeindemitglieder ins n\u00e4chstgelegene Krankenhaus bringt oder Medikamente besorgt. Da viele Kommunikationskan\u00e4le abgeschnitten sind, ist das Radio oft die einzige M\u00f6glichkeit, um Informationen weiterzugeben. KIRCHE IN NOT unterst\u00fctzt deshalb die Medienarbeit der katholischen Di\u00f6zese und wird das auch in Zukunft intensivieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em style=\"font-size: 13.008px;\">Unterst\u00fctzen Sie den Einsatz der Kirche in Burkina Faso, die unter den Folgen des Terrors leidet, mit Ihrer Spende \u2013&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.kircheinnot.at\/helfen\/spenden\">online \u2026 hier&nbsp;<\/a><\/em><em style=\"font-size: 13.008px;\">oder auf folgendes Konto:<\/em><\/p>\n<p><em>Empf\u00e4nger: KIRCHE IN NOT<br \/>IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600<br \/>Verwendungszweck: Burkina Faso<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>KIRCHE IN NOT zeigt sich alarmiert \u00fcber die Lage in Burkina Faso. 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