{"id":2593,"date":"2022-10-31T07:55:18","date_gmt":"2022-10-31T07:55:18","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/missionsaerztin-ermordet-html\/"},"modified":"2023-02-24T09:55:30","modified_gmt":"2023-02-24T08:55:30","slug":"missionsaerztin-ermordet-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/missionsaerztin-ermordet-html\/","title":{"rendered":"Missions\u00e4rztin ermordet"},"content":{"rendered":"<p>Nach der T\u00f6tung der jungen Missions\u00e4rztin Schwester Marie-Sylvie Kavuke Vakatsuraki und mindestens eines Patienten bei einem terroristischen \u00dcberfall auf ein kirchliches Krankenhaus herrscht in der Demokratischen Republik Kongo Entsetzen. \u201eDer Terror geht weiter. Die Menschen haben Angst, jeder versucht zu entkommen\u201c, erkl\u00e4rte der Comboni-Missionar Marcello Oliveira gegen\u00fcber dem weltweiten p\u00e4pstlichen Hilfswerk \u201eKirche in Not\u201c.<\/p>\n<p><strong>Ordensfrau und ein Patient verbrannten in gepl\u00fcndertem Krankenhaus<\/strong><\/p>\n<p>Der \u00dcberfall auf das Krankenhaus fand am 19. Oktober im Dorf Maboya im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo nahe der Grenze zu Uganda statt. \u201eRebellen griffen das Krankenhaus an. Sie pl\u00fcnderten alles, was sie finden konnten, und setzten das Geb\u00e4ude schlie\u00dflich in Brand\u201c, schilderte Pater Marcello die Ereignisse. \u201eEine Ordensschwester, die \u00c4rztin ist und Nachtdienst hatte, verbrannte zusammen mit einem Patienten.\u201c<\/p>\n<p>Schwester Marie-Sylvie habe vorher sogar noch in der \u00f6rtlichen Missionsstation angerufen, damit die dortigen Priester und Ordensleute sich in Sicherheit bringen konnten. Zu dem \u00dcberfall bekannte sich nach lokalen Angaben die ugandische Dschihadistengruppe \u201eAllied Democratic Forces\u201c (ADF), die auch unter dem Namen \u201eIslamischer Staat \u2013 Zentralafrikanische Provinz\u201c firmiert. Nach dem \u00dcberfall auf das Krankenhaus in Maboya h\u00e4tten die Terroristen noch eine weitere Klinik in der N\u00e4he \u00fcberfallen, so die lokalen Ansprechpartner.<\/p>\n<p><strong>Noch mehr Tote?<\/strong><\/p>\n<p>Die get\u00f6tete Schwester Marie-Sylvie Kavuke Vakatsuraki geh\u00f6rte dem Orden der \u201eKleinen Schwestern der Darstellung unserer Lieben Frau im Tempel\u201c aus Butembo in der Provinz Nord-Kivu an. Verschiedene Medien sprachen nach dem \u00dcberfall sogar von bis zu sieben Toten; die Projektpartner von \u201eKirche in Not\u201c best\u00e4tigten bislang zwei. Allerdings gelten noch zahlreiche Personen als vermisst, teilte Pater Marcello Oliveira mit: \u201eMehrere Personen sind verschwunden, m\u00f6glicherweise um die gepl\u00fcnderten Medikamente und anderen G\u00fcter transportieren zu helfen.\u201c<\/p>\n<p>Der Ordensmann erkl\u00e4rte gegen\u00fcber \u201eKirche in Not\u201c, dass in der Demokratischen Republik Kongo ein \u201eversteckter Krieg\u201c herrsche, den die Welt ignoriere. \u201eEs ist ein Krieg, der ,schweigend\u2019 \u2013 oder zum Schweigen gebracht \u2013 gef\u00fchrt wird, so dass niemand etwas unternimmt und die Bev\u00f6lkerung weiter leidet\u201c, sagte Pater Marcello.<\/p>\n<p><strong>Krieg um Bodensch\u00e4tze<\/strong><\/p>\n<p>Seit Jahren wird das rohstoffreiche Grenzgebiet zwischen der Demokratischen Republik Kongo und dem Nachbarland Uganda von Rebellen der Miliz ADF \u00fcberrannt. Die ADF wird von Jamil Mukulu angef\u00fchrt, einem zum Islam konvertierten ehemaligen Christen. Dem kongolesischen Milit\u00e4r und der UN-Friedensmission MONUSCO gelingt es nicht, die Region zu befrieden.<\/p>\n<p>Die Provinz Nord-Kivu gilt als Epizentrum der Gewalt. Menschenrechtsorganisationen zufolge ereignet sich im Osten der Demokratischen Republik Kongo die am l\u00e4ngsten dauernde humanit\u00e4re Krise Afrikas. In der Region lagern Gold, Diamanten, Kobalt und Coltan in der Erde. Dabei handelt es sich um wichtige Rohstoffe zum Beispiel f\u00fcr die IT- oder Fahrzeugindustrie.<\/p>\n<p>Papst Franziskus hatte im Juli dieses Jahres einen Besuch in der Demokratischen Republik Kongo angek\u00fcndigt. Dieser musste jedoch aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden verschoben werden, teilte der Vatikan damals mit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach der T\u00f6tung der jungen Missions\u00e4rztin Schwester Marie-Sylvie Kavuke Vakatsuraki und mindestens eines Patienten bei einem terroristischen \u00dcberfall auf ein kirchliches Krankenhaus herrscht in der Demokratischen Republik Kongo Entsetzen. \u201eDer Terror geht weiter. Die Menschen haben Angst, jeder versucht zu entkommen\u201c, erkl\u00e4rte der Comboni-Missionar Marcello Oliveira gegen\u00fcber dem weltweiten p\u00e4pstlichen Hilfswerk \u201eKirche in Not\u201c. 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