{"id":323,"date":"2013-11-06T12:09:58","date_gmt":"2013-11-06T11:09:58","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/schreckliche-details-ueber-die-graeueltaten-html\/"},"modified":"2023-02-27T16:20:10","modified_gmt":"2023-02-27T15:20:10","slug":"schreckliche-details-ueber-die-graeueltaten-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/schreckliche-details-ueber-die-graeueltaten-html\/","title":{"rendered":"Schreckliche Details \u00fcber die Gr\u00e4ueltaten"},"content":{"rendered":"<p>Schreckliche Details zu den in einer christlichen Stadt in Syrien ver\u00fcbten Gr\u00e4ueltaten kommen ans Tageslicht. 1500 Familien waren dort als Geiseln festgehalten worden, 45 Menschen wurden get\u00f6tet, darunter zwei Jungen im Teenager-Alter, deren Mutter und drei der vier Gro\u00dfeltern. Ihre K\u00f6rper wurden in einen Brunnen geworfen.&nbsp;<span style=\"line-height: 1.538em;\">Die Bewohner von Sadad in der N\u00e4he von Homs kehren zur\u00fcck. Im vergangenen Monat waren sie aus ihrem gr\u00f6\u00dftenteils von syrisch-orthodoxen Christen bewohnten Heimatort geflohen, als dieser von Rebellen angegriffen wurde. Nun erkennen sie das Ausma\u00df der Gr\u00e4ueltaten, die in einem Akt geschahen, der als die schwerste anti-christliche Verfolgung seit Beginn des Kriegs in Syrien gilt.<\/span><\/p>\n<p>Die Berichte, die von Kirchenf\u00fchren an das internationale katholische Hilfswerk \u201eKirche in Not\u201c geschickt werden, schildern, wie in dieser alten christlichen Stadt, die schon in der Bibel genannt wird (Ezekiel), ungesch\u00fctzte Menschen, die nicht fliehen konnten \u2013 darunter alte und behinderte Menschen, Frauen und Kinder \u2013 gequ\u00e4lt und beispielsweise stranguliert wurden.&nbsp;<span style=\"line-height: 1.538em;\">Wie aus Quellen der Kirche verlautet, wurden in zwei Massengr\u00e4bern 30 Leichen gefunden.<\/span><\/p>\n<p>In einem Brunnen in Sadad fand man die sterblichen \u00dcberreste von sechs Mitgliedern einer Familie, darunter Matanios El Sheikh, 85, seine Frau, Habsah, 75, ihre Tochter, Njala, 45, Enkelsohn Ranim, 18, Student im Erstsemester und dessen 16-j\u00e4hriger Bruder Fadi, Sch\u00fcler im 11. Schuljahr.&nbsp;<span style=\"line-height: 1.538em;\">Den Berichten zufolge hatte man sie am 26. Oktober zusammen mit der Gro\u00dfmutter v\u00e4terlicherseits, der 90 Jahre alten Mariam, in den Brunnen geworfen.&nbsp;<\/span><span style=\"line-height: 1.538em;\">Sie wurden gestern am Montag, den 4. November beerdigt, zu einer Zeit, zu der eine Gemeinde, deren Heimatort auf ein bis ins Jahr 2000 v. Chr. reichende Geschichte zur\u00fcckblicken kann, mit der Trauer um diejenigen beginnt, die von Kirchenf\u00fchren als \u201eM\u00e4rtyrer\u201c bezeichnet werden.<\/span><\/p>\n<p>Zu den Gr\u00e4ueltaten kam es w\u00e4hrend der einw\u00f6chigen Besetzung Sadads durch die Rebellengruppen Al-Nusra Front und Daash, die laut Aussage von Kirchenf\u00fchrern 1500 Familien als \u201emenschliche Schutzschilde\u201c benutzten, um die R\u00fcckeroberung des Ortes durch Regierungstruppen zu verhindern.&nbsp;<span style=\"line-height: 1.538em;\">Die Trag\u00f6die in Sadad begann am 21. Oktober, als Rebellenk\u00e4mpfer in die Stadt eindrangen und das taten, was der syrisch-orthodoxe Erzbischof Selwanos Boutros Alnemeh, syrisch-orthodoxer Metropolit von Homs und Hama, als das \u201eschrecklichste und gr\u00f6\u00dfte Massaker an Christen\u201c seit Beginn des Konflikts in Syrien im M\u00e4rz 2011 bezeichnete.<\/span><\/p>\n<p>Mindestens 2500 Familien flohen mit nicht mehr als den Kleidern, die sie am Leibe trugen, ins 60 km entfernte Homs oder weiter nach Damaskus, Al-Fhayle, Maskane, Fayrouza, Zzaydal oder in andere Orte.&nbsp;<span style=\"line-height: 1.538em;\">Einige, die entkommen konnten, liefen 8 km zu Fu\u00df, um Schutz zu finden.&nbsp;<\/span><span style=\"line-height: 1.538em;\">Als Teil des Versuchs der Rebellen, die Gegenangriffe der treu zu Syriens Pr\u00e4sident Bashar Al Assad stehenden K\u00e4mpfer abzuwehren, wurden diejenigen, die nicht aus Sadad fl\u00fcchten konnten, sehr schnell von den Rebellen zusammengetrieben.&nbsp;<\/span><span style=\"line-height: 1.538em;\">In den darauffolgenden Tagen wurden mindestens 30 Menschen verletzt, 10 Personen sollen noch vermisst werden.&nbsp;<\/span><\/p>\n<p>Die Schilderungen von Erzbischof Alnemeh und anderen Kirchenf\u00fchrern sprechen von ausgedehnten Pl\u00fcnderungen und der Zerst\u00f6rung von Gesch\u00e4ften, Wohnh\u00e4usern, Regierungsgeb\u00e4uden, des staatlichen Krankenhauses, der Klinik, der Post und der Schulen.&nbsp;<span style=\"line-height: 1.538em;\">Den Berichten zu Folge wurden Jugendliche wegen ihres christlichen Glaubens verh\u00f6hnt und beleidigt und obsz\u00f6ne Worte wurden auf kirchliche Gegenst\u00e4nde geschrieben.&nbsp;<\/span><span style=\"line-height: 1.538em;\">In Sadad wird Aram\u00e4isch gesprochen, die Sprache, die einst Jesus Christus sprach, und es gibt 14 Kirchen in der Stadt. Eine von ihnen, die syrisch-orthodoxe Kirche St. Theodore, wurde von den Rebellen besetzt und entweiht.<\/span><\/p>\n<p>In einem Interview mit Kirche in Not am Montag, den 4. November, bezeichnete der melkitisch-katholische Patriarch Gregor III Laham von Antiochien die Gr\u00e4ueltaten in Sadad als \u201ebestialisch\u201c.&nbsp;<span style=\"line-height: 1.538em;\">Speziell in Bezug auf die Ermordung der Familie, deren Leichen in einen Brunnen geworfen wurden, sagte Patriarch Gregor: \u201eWie kann jemand einem alten Ehepaar und seiner Familie etwas so Unmenschliches und Bestialisches antun?\u201c&nbsp;<\/span><span style=\"line-height: 1.538em;\">\u201eIch verstehe nicht, warum die Welt gegen diese brutalen Taten nicht ihre Stimme erhebt.\u201c&nbsp;<\/span><span style=\"line-height: 1.538em;\">Der Patriarch wiederholte seine Forderung, die Waffentransporte nach Syrien und speziell an extremistische Rebellen zu beenden und wies darauf hin, dass die Gr\u00e4ueltaten eine weitere Welle der Emigration von Christen aus Syrien ausgel\u00f6st hatte.&nbsp;<\/span><span style=\"line-height: 1.538em;\">Bisher h\u00e4tten die Gl\u00e4ubigen Sadad f\u00fcr sicher gehalten im Vergleich zu anderen Orten wie Homs, wo christliche Gemeinden angegriffen worden waren.<\/span><\/p>\n<p>Die Gr\u00e4ueltaten beschrieb der Patriarch als \u201eein Zeichen des wachsenden Fundamentalismus und Extremismus\u201c im Land und sagte weiter: \u201eWas in Sadad geschehen ist, ist von sehr gro\u00dfer Bedeutung, denn es macht den Christen solche Angst, dass sie das Land verlassen.\u201c&nbsp;<span style=\"line-height: 1.538em;\">\u201eVom Gemeindepfarrer [von Sadad] und dem [dortigen] Bischof h\u00f6rte ich, dass viele Menschen Syrien verlassen.\u201d&nbsp;<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schreckliche Details zu den in einer christlichen Stadt in Syrien ver\u00fcbten Gr\u00e4ueltaten kommen ans Tageslicht. 1500 Familien waren dort als Geiseln festgehalten worden, 45 Menschen wurden get\u00f6tet, darunter zwei Jungen im Teenager-Alter, deren Mutter und drei der vier Gro\u00dfeltern. 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