{"id":353,"date":"2013-12-11T08:53:58","date_gmt":"2013-12-11T08:53:58","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/plattform-prangert-gleichgueltigkeit-html\/"},"modified":"2022-12-06T15:33:33","modified_gmt":"2022-12-06T15:33:33","slug":"plattform-prangert-gleichgueltigkeit-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/plattform-prangert-gleichgueltigkeit-html\/","title":{"rendered":"Plattform prangert Gleichg\u00fcltigkeit an"},"content":{"rendered":"<p>Die Gewalt gegen\u00fcber Christen hat in vielen L\u00e4ndern des Nahen Ostens, aber beispielsweise auch im afrikanischen Nigeria ein noch nie dagewesenes Ausma\u00df erreicht und sei von ungeheurer Brutalit\u00e4t gekennzeichnet. Darauf haben Vertreter der Plattform &#8222;Solidarit\u00e4t mit verfolgten Christen&#8220; bei einer Pressekonferenz am Dienstag in Wien hingewiesen. Zugleich zeigten sich die Vertreter verschiedenster Menschenrechtsorganisationen entsetzt \u00fcber die Gleichg\u00fcltigkeit des Westens. So sprach Herbert Rechberger von &#8222;Kirche in Not&#8220; von einer &#8222;Schande&#8220; und Pro Oriente-Pr\u00e4sident Johann Marte appellierte: &#8222;Europa, wach endlich auf!&#8220;<\/p>\n<p>Kein gutes Haar lie\u00dfen die Vertreter der Menschenrechtsorganisationen am von Saudi-Arabien finanzierten Wiener King-Abdullah-Dialogzentrum. W\u00e4hrend in muslimisch dominierten L\u00e4ndern Christen verfolgt, ermordet und vertrieben w\u00fcrden, werde in Wien &#8222;mit riesigem Aufwand interreligi\u00f6ser Dialog zelebriert, ohne auch nur mit einem einzigen Wort diese religionsgeschichtliche Katastrophe zu erw\u00e4hnen&#8220;, so Marte.<\/p>\n<p>Grauenhafte Erlebnisse schilderte die syrisch-orthodoxe Nonne Sr. Hatune Dogan, die mit ihrer Hilfsorganisation &#8222;Helfende H\u00e4nde f\u00fcr die Armen&#8220; im Orient, u.a. auch in Syrien, t\u00e4tig ist. Sie berichtete von entf\u00fchrten und traumatisierten Kindern, entf\u00fchrten, vergewaltigten und verst\u00fcmmelten M\u00e4dchen und Frauen, ermordeten M\u00e4nnern und S\u00f6hnen. Sie betreut mit ihren Helfern u.a. Frauen, deren M\u00e4nnern von Islamisten die Kehle durchschnitten wurde und deren Blut dann auch noch um teures Geld nach Saudi-Arabien verkauft wird, damit sich religi\u00f6se Fanatiker darin die H\u00e4nde waschen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Hilfsorganisation von Schwester Hatune ist in 35 L\u00e4ndern t\u00e4tig und hat rund 5.000 ehrenamtliche Mitglieder. Sie ist vor allem im Sozial- und Bildungsbereich engagiert, in den vergangenen Jahren verst\u00e4rkt aber auch in der Hilfe f\u00fcr verfolgte Christen im Orient.<\/p>\n<p>\u00c4gypten und Irak<\/p>\n<p>Seit am 14. August 2013 die Protestlager der Muslimbr\u00fcder in Kairo und Gizeh von den \u00e4gyptischen Sicherheitskr\u00e4ften gewaltsam aufgel\u00f6st wurden, habe eine noch nie dagewesene Welle von Gewalt gegen \u00e4gyptische Christen eingesetzt, sagte Kurt Igler von &#8222;Open Doors \u00d6sterreich&#8220;. Allein in der Woche nach dem 14. August seien 73 Kirchen vollst\u00e4ndig oder teilweise zerst\u00f6rt worden, 22 weitere kirchliche Einrichtungen wie Schulen oder Waisenh\u00e4user wurden zerst\u00f6rt, ebenso 212 private H\u00e4user, sieben Christen wurden ermordet, 17 entf\u00fchrt und Hunderte bei Anschl\u00e4gen verletzt.<\/p>\n<p>Wenn die Gewalt gegen Christen im Irak so weitergeht, wird es dort in zehn Jahren keine Christen mehr geben. Davor Pia de Simony von &#8222;Christian Solidarity International&#8220; (CSI). Sie verwies auf den neuen chald\u00e4ischen Patriarchen Louis Sako. Dieser habe appelliert: &#8222;Die Welt muss den Christen helfen, in ihrem Land zu bleiben.&#8220;<\/p>\n<p>Martin Kugler vom &#8222;Observatory on Intolerance and Discrimination against Christians in Europa&#8220; machte schlie\u00dflich auf eine Reihe von Gesetzen aufmerksam, die auch in Europa f\u00fcr Christen Einschr\u00e4nkungen in ihrer Religionsfreiheit mit sich bringen. So zwinge beispielsweise das j\u00fcngste irische Abtreibungsgesetz auch Ordensspit\u00e4ler, Abtreibungen durchzuf\u00fchren. In Frankreich sei es nicht mehr m\u00f6glich, eine Facharzt-Ausbildung zum Gyn\u00e4kologen zu machen, ohne an einer Abtreibung mitzuwirken.<\/p>\n<p>Die Plattform &#8222;Solidarit\u00e4t mit verfolgten Christen&#8220; hat anl\u00e4sslich des UN-Tages der Menschenrechte (10. Dezember) f\u00fcr den Dienstag zu einem Fackelmarsch von der Wiener Oper zum Stephansplatz aufgerufen. Der Fackelzug beginnt um 17.15 Uhr. Um 18 Uhr findet im Dom ein \u00f6kumenischer Gottesdienst statt. Es gehe darum, &#8222;die Diskriminierung, Verfolgung und Vertreibung der Christen in vielen L\u00e4ndenr der Welt anzuprangern, den Betroffenen eine Stimme zu geben, und die politisch Verantwortlichen endlich wachzur\u00fctteln, alles zu tun, um die Verfolgung zu stoppen&#8220;, so Pro Oriente-Pr\u00e4sidet Marte.<\/p>\n<p>Der Plattform geh\u00f6ren u.a. Pro Oriente, Kirche in Not, der Malteserorden, Open Doors \u00d6sterreich, der \u00d6sterreichische Kartell Verband, und die Vereinigung der Frauenorden \u00d6sterreichs an. (Quelle: kathpress)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gewalt gegen\u00fcber Christen hat in vielen L\u00e4ndern des Nahen Ostens, aber beispielsweise auch im afrikanischen Nigeria ein noch nie dagewesenes Ausma\u00df erreicht und sei von ungeheurer Brutalit\u00e4t gekennzeichnet. Darauf haben Vertreter der Plattform &#8222;Solidarit\u00e4t mit verfolgten Christen&#8220; bei einer Pressekonferenz am Dienstag in Wien hingewiesen. 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