{"id":379,"date":"2014-01-08T13:40:28","date_gmt":"2014-01-08T13:40:28","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/situation-der-christen-verschlechterte-sich-html\/"},"modified":"2022-12-06T15:33:33","modified_gmt":"2022-12-06T15:33:33","slug":"situation-der-christen-verschlechterte-sich-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/situation-der-christen-verschlechterte-sich-html\/","title":{"rendered":"Situation der Christen verschlechterte sich"},"content":{"rendered":"<p>Die Situation der gr\u00f6\u00dften Religionsgemeinschaft der Welt hat sich im abgelaufenen Jahr dramatisch verschlechtert. Von Nordkorea bis Somalia m\u00fcssen Christen f\u00fcr ihren Glauben leiden.&nbsp;<span>\u201eSie sind wie Ameisen. Sie arbeiten den ganzen Tag, bis sie eines Tages totgetreten werden. Ihre Leben bedeuten nichts\u201c, sagt ein Pastor \u00fcber die Situation der Christen in Nordkorea. Auf den Bibelbesitz kann in der abgeschotteten Familiendiktatur die Todesstrafe stehen, zumindest erwarten enttarnte Christen Arbeits- oder Umerziehungslager, deren Besuch oft ebenfalls t\u00f6dlich endet. 50.000 bis 70.000 nordkoreanische Gl\u00e4ubige sind in Haft, sch\u00e4tzt die christliche Organisation Open Doors. Wo Diktatoren wie G\u00f6tter zu verehren sind, ist eben kein Platz f\u00fcr Religion.<\/span><\/p>\n<p><span>Im Weltverfolgungsindex nimmt Nordkorea auch heuer den traurigen Spitzenplatz ein. Zum zw\u00f6lften Mal in Folge. Der Index listet jene 50 L\u00e4nder auf, in denen es Christen 2013 am schwersten hatten. Es ist eine Tabelle des Grauens, die der \u201ePresse\u201c vorliegt. Und sie weist einen alarmierenden Befund auf: Im Vorjahr hat sich die Situation der Christen verschlechtert \u2013 und zwar in 34 L\u00e4ndern. Nur in Tansania und Mali, wo das franz\u00f6sische Milit\u00e4r Anfang des Vorjahrs gegen islamistische Rebellen interveniert hatte, besserte sich ihre Situation deutlich, in drei weiteren Staaten&nbsp; leicht.<\/span><\/p>\n<p><strong>70.000 Christen wurden 2013 wegen ihres Glaubens get\u00f6tet<\/strong>, sch\u00e4tzte der renommierte Turiner Soziologe Massimo Introvigne. <strong>100 Millionen Christen werden weltweit verfolgt.<\/strong>&nbsp;Beide Zahlen lassen sich nicht verifizieren. Au\u00dfer Frage steht jedoch: Keine Religion z\u00e4hlt weltweit mehr Verfolgte als das Christentum.<\/p>\n<p>Am Horn von Afrika ist ihre Situation besonders dramatisch: Der gescheiterte Staat Somalia verdr\u00e4ngte Saudiarabien von Platz zwei, obwohl sich auf der arabischen Halbinsel nichts zum Besseren gewendet hatte. Kirchen sind noch immer verboten, genauso wie jede \u00f6ffentliche Glaubensbekundung von Nichtmuslimen. Doch in Somalia leben Christen, verfolgt von Clanf\u00fchrern und der islamistischen Shabaab-Miliz, in st\u00e4ndiger Todesangst. \u201eEin falsches Wort zur falschen Person, und du verlierst im wahrsten Sinne des Wortes den Kopf\u201c, zitiert Open Doors einen Christen aus dem ostafrikanischen Land.<\/p>\n<p>Syrien schob sich von Platz elf auf Platz drei vor: In dem B\u00fcrgerkriegsland beherrschen al-Qaida-Ableger ganze Landstriche und legen dort das islamische Recht, die Scharia, besonders streng und pervertiert aus. Mit dem Irak, Afghanistan, dem Inselparadies Malediven, Pakistan, dem Iran und dem Jemen komplettieren sechs weitere mehrheitlich muslimische L\u00e4nder die \u201eTop Ten\u201c. Islamistischer Extremismus sei jedenfalls die gr\u00f6\u00dfte Gefahr.<\/p>\n<p>Christenverfolgung beschr\u00e4nkt sich aber nicht auf muslimische L\u00e4nder: Totalit\u00e4re Regimes rund um den Globus sehen in Andersgl\u00e4ubigen den Keim der Opposition, den es auszumerzen oder zumindest unter Kontrolle zu halten gilt. Im kommunistischen Vietnam schr\u00e4nkt seit dem Vorjahr das sogenannte Dekret 92 die Religionsfreiheit ein.<\/p>\n<p>Oft sind die T\u00e4ter auch nicht der Staat, sondern die engsten Vertrauten: \u201eBei muslimischen Konvertiten geht die Verfolgung zumeist zun\u00e4chst von der Familie aus\u201c, sagt Kurt Igler von Open Doors. In einigen F\u00e4llen ist es auch die Abwesenheit des Staats, die Verfolgung erst m\u00f6glich macht. Kolumbien etwa r\u00fcckte von Platz 46 auf 25 vor, Rebellen t\u00f6ten dort Christen, die sich ihren Drogengesch\u00e4ften in den Weg stellen.&nbsp;Der h\u00f6chste \u201eNeueinstieg\u201c kommt aber wieder aus Afrika: Die von einem religi\u00f6s aufgeladenen B\u00fcrgerkrieg geschundene Zentralafrikanische Republik \u2013 von null auf 16.&nbsp;<span style=\"line-height: 1.538em;\">(Quelle: &#8222;Die Presse&#8220;, Print-Ausgabe, 08.01.2014)<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Situation der gr\u00f6\u00dften Religionsgemeinschaft der Welt hat sich im abgelaufenen Jahr dramatisch verschlechtert. Von Nordkorea bis Somalia m\u00fcssen Christen f\u00fcr ihren Glauben leiden.&nbsp;\u201eSie sind wie Ameisen. Sie arbeiten den ganzen Tag, bis sie eines Tages totgetreten werden. Ihre Leben bedeuten nichts\u201c, sagt ein Pastor \u00fcber die Situation der Christen in Nordkorea. 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