{"id":383,"date":"2014-01-10T08:28:49","date_gmt":"2014-01-10T08:28:49","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/streit-um-benutzung-des-begriffs-allah-html\/"},"modified":"2022-12-06T15:33:33","modified_gmt":"2022-12-06T15:33:33","slug":"streit-um-benutzung-des-begriffs-allah-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/streit-um-benutzung-des-begriffs-allah-html\/","title":{"rendered":"Streit um Benutzung des Begriffs &#8222;Allah&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Gegen den malaiischen Priester und Direktor der von der katholischen Di\u00f6zese Kuala Lumpur herausgegebenen Zeitung \u201cHerald\u201d, Lawrence Andrew, ermittelt die malaiische Justiz. Dabei riskiert er ein Verfahren wegen \u201cAufruhr\u201d. Wie Beobachter aus Kreisen der Ortskirche berichten, gab es bereits 109 Anklagen gegen ihn, weil er in einem Artikel in der Ausgabe des Herald von 27. Dezember den Anspruch der Katholiken auf die Benutzung des Begriffs Allah f\u00fcr Gott erneut bekr\u00e4ftigte. In seinem Artikel zitierte der katholische Geistliche ein \u00fcber hundert Jahre altes christliches Gebet in malaiischer Sprache, das bereits den Begriff \u201cAllah\u201d benutzte.<\/p>\n<p> \u201cDies bereitet der katholischen Kirche Sorge, weil die Entwicklung in der Sache bedenklich ist\u201d so P. Augustine Julian von den Christlichen Schulbr\u00fcdern in Kuala Lumpur. \u201cDie derzeitigen Ermittlungen der Richter sind eine subtile Form der Druckaus\u00fcbung gegen Christen\u201d so P. Julian. Auch die Bisch\u00f6fe von Malaysia, die in diesen Tagen im Rahmen der Vollversammlung in Johor tagen, \u201c\u00b4werden sich mit der delikaten Angelegenheit befassen\u201d. Man bef\u00fcrchte eine Eskalation und m\u00f6gliche Gewalt, weshalb man auf eine offizielle Erkl\u00e4rung verzichte.<\/p>\n<p> Erst vor kurzem waren im Land 300 Bibeln von der Polizei des Staates Selangor beschlagnahmt worden. Dies wurde damit begr\u00fcndet, dass die Bibeln in der einheimischen Sprache \u201cBahasa\u201d den Begriff \u201cAllah\u201d benutzen. Die \u201cBible Society of Malaysia (BSM) Herausgeberin der beschlagnahmten Bibel forderte in diesem Zusammenhang die Umsetzung der \u201c10-Punkte-Erkl\u00e4rung\u201d der malaiischen Regierung des Jahres 2011. Die Erkl\u00e4rung genhemigt christlichen Gemeinden \u201cden Druck, die Einfuhr und die Verteilung von Bibeln in den verschiedenen einheimischen Sprachen. BSM betont dabei, man habe die entsprechenden Auflagen beachtet und die Bibeln seien f\u00fcr die Gemeinden Sabah und Sarawak bestimmt gewesen. Daraufhin veranlasste der Premierminister des Staates Selangor, Abdul Khalid Ibrahim, die R\u00fcckerstattung der Bibeln.<\/p>\n<p> Zu einem Rechtsstreit \u00fcber die Benutzung des Begriffs \u201cAllah\u201d durch Nichtmuslime kam es 2009 nachdem der Innenminister der katholischen Zeitung \u201cHerald\u201d eine entsprechende Erlaubnis f\u00fcr die eigenen Ver\u00f6ffentlichungen entzog. Die katholische Kirche legte Widerspruch ein und berief sich dabei auf den Versto\u00df gegen die Verfassung. Das Gericht bekr\u00e4ftigte in ihrem Urteil noch im selben Jahr die These der Kirche. Ein weiteres Urteil des Berufungsgerichts bekr\u00e4ftigte hingegen das Verbot im Oktober 2013. Von den insgesamt rund 28 Millionen malaiischen Staatsb\u00fcrgern sind 60% Muslime und nur rund 9% Christen. (Quelle: Fidesdienst, Bild: TUBS)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gegen den malaiischen Priester und Direktor der von der katholischen Di\u00f6zese Kuala Lumpur herausgegebenen Zeitung \u201cHerald\u201d, Lawrence Andrew, ermittelt die malaiische Justiz. Dabei riskiert er ein Verfahren wegen \u201cAufruhr\u201d. Wie Beobachter aus Kreisen der Ortskirche berichten, gab es bereits 109 Anklagen gegen ihn, weil er in einem Artikel in der Ausgabe des Herald von 27. 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