{"id":4114,"date":"2022-12-19T10:39:04","date_gmt":"2022-12-19T09:39:04","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/viel-schatten-und-wenig-licht-html\/"},"modified":"2023-02-01T11:22:40","modified_gmt":"2023-02-01T10:22:40","slug":"viel-schatten-und-wenig-licht-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/viel-schatten-und-wenig-licht-html\/","title":{"rendered":"\u201eViel Schatten und wenig Licht\u201c"},"content":{"rendered":"<p>KIRCHE IN NOT sieht \u201eviel Schatten und wenig Licht\u201c in Sachen Christenverfolgung.<strong>\u00a0<\/strong>\u201eRund um die Fu\u00dfballweltmeisterschaft in Katar hat die ganze Welt \u00fcber Menschenrechte diskutiert. Doch kaum ein Wort fiel dar\u00fcber, dass religi\u00f6se Minderheiten wie die Christen auf der arabischen Halbinsel ihren Glauben nur sehr eingeschr\u00e4nkt oder gar nicht leben d\u00fcrfen und es den muslimischen Einwohnern nicht erlaubt ist, zum Christentum oder einer anderen Religion zu wechseln \u2013 bis hin zur Todesstrafe. Auch das w\u00e4re eine Armbinde wert gewesen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Sorge um entf\u00fchrten Pater Lohre<\/strong><\/p>\n<p>2022 sei in Sachen Christenverfolgung ein Jahr \u201emit viel Schatten und wenig Licht\u201c gewesen. Das gelte besonders mit Blick auf Afrika: \u201eIn L\u00e4ndern wie Nigeria, Burkina Faso oder Mosambik werden Menschen, die eine fundamentalistische Auslegung des Islam nicht befolgen, von Dschihadisten mit dem Tode bedroht oder sogar umgebracht.\u201c Der Terror treffe alle, Christen aber oft in hohem Ma\u00dfe, da sie wegen ihrer Werte und Lebensweise als besonders verhasste Gruppe gelten.<\/p>\n<p>In vielen L\u00e4ndern seien Entf\u00fchrungen und Morde an Priestern und Ordensleuten an der Tagesordnung. Ripka erinnerte an den deutschen Missionar Pater Hans-Joachim Lohre, der Ende November in Mali verschleppt wurde: \u201eNach wie vor fehlt jedes Lebenszeichen von ihm. Wir beten und hoffen, dass dieser Mann des christlich-islamischen Dialogs bald freigelassen wird, so wie vor wenigen Tagen der deutsche Entwicklungshelfer J\u00f6rg Lange.\u201c Lange hatte sich \u00fcber vier Jahre in der Hand von Islamisten befunden und war am 10. Dezember in Mali aus der Geiselhaft freigekommen.<\/p>\n<p><strong>\u201eChristen benachteiligt, nur weil sie Christen sind\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Auch in einigen L\u00e4ndern Asiens w\u00fcrden Christen Ausgrenzung und Diskriminierung erfahren. K\u00fcrzlich hat ein Projektpartner aus Pakistan berichtet, dass Christen bei der Verteilung von Hilfsg\u00fctern nach der verheerenden Flut im Sommer benachteiligt werden \u2013 einfach nur, weil sie Christen sind. In Indien mache die Ausbreitung des Hindu-Nationalismus und in China die aggressive \u00dcberwachungspolitik des Staates Christen wie anderen religi\u00f6sen Gruppierungen das Leben schwer.<\/p>\n<p>Aber auch in L\u00e4ndern mit mehrheitlich christlicher Bev\u00f6lkerung stellt KIRCHE IN NOT Repressalien bis hin zu offener Gewalt gegen Christen fest. Ein drastisches Beispiel sei Nicaragua. Dort schikaniert das sozialistische Regime die Kirche, weil sie sich auf die Seite der Menschen gestellt hat, die Ver\u00e4nderungen wollen. Regelm\u00e4\u00dfig w\u00fcrden dort Gottesh\u00e4user gesch\u00e4ndet, die Arbeit der Kirche behindert und Geistliche schikaniert. \u201e\u00dcber 100 Nichtregierungsorganisationen wurden aus Nicaragua ausgewiesen, darunter auch die Missionarinnen der N\u00e4chstenliebe, die als ,Mutter-Teresa-Schwestern\u2019 bekannt sind. Der regierungskritische Bischof Rolando Jos\u00e9 \u00c1lvarez Lagos aus Matagalpa stehe seit Mitte August unter Polizeiaufsicht.<\/p>\n<p><strong>\u201eZarte Signale der Hoffnung\u201c<\/strong><\/p>\n<p>KIRCHE IN NOT stellte jedoch auch zarte Signale der Hoffnung fest. Papst Franziskus hat Anfang November Bahrain am Persischen Golf besucht. Am Papstgottesdienst konnte laut lokalen Berichten sogar eine Gruppe Katholiken aus Saudi-Arabien teilnehmen. Das sind kleine, aber wirkungsvolle Signale, die auch in Verfolgerstaaten wahrgenommen werden.<\/p>\n<p>Auch in Sachen Aufmerksamkeit f\u00fcr verfolgte Christen und Religionsfreiheit sei einiges geschehen. Der Einsatz f\u00fcr das Menschenrecht auf Religionsfreiheit und die Hilfe f\u00fcr verfolgte Christen gehen Hand in Hand. Aus diesem Grund werde KIRCHE IN NOT am 20. April 2023 die Neuauflage der Dokumentation \u201eReligionsfreiheit weltweit\u201c ver\u00f6ffentlichen. Sie nimmt die Menschenrechtslage in nahezu allen L\u00e4ndern der Welt unter die Lupe.<\/p>\n<p>Es sei sehr zu begr\u00fc\u00dfen, dass Ende des Jahres das Amt des EU-Sonderbeauftragten f\u00fcr Religionsfreiheit mit dem Belgier Frans van Daele wieder besetzt wurde. (Foto: Anjum Naveed)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>KIRCHE IN NOT sieht \u201eviel Schatten und wenig Licht\u201c in Sachen Christenverfolgung.\u00a0\u201eRund um die Fu\u00dfballweltmeisterschaft in Katar hat die ganze Welt \u00fcber Menschenrechte diskutiert. 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