{"id":4122,"date":"2023-01-02T09:22:36","date_gmt":"2023-01-02T08:22:36","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/17-geistliche-getoetet-100-entfuehrt-html\/"},"modified":"2023-02-01T11:20:40","modified_gmt":"2023-02-01T10:20:40","slug":"17-geistliche-getoetet-100-entfuehrt-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/17-geistliche-getoetet-100-entfuehrt-html\/","title":{"rendered":"17 Geistliche get\u00f6tet, 100 entf\u00fchrt"},"content":{"rendered":"<p>Bilanz von \u201eKirche in Not\u201c: 2022 \u00fcber 100 Priester und Ordensfrauen entf\u00fchrt, verhaftet oder get\u00f6tet.\u00a0Im Jahr 2022 sind weltweit mindestens 17 Priester und Ordensleute der katholischen Kirche eines gewaltsamen Todes gestorben. Insgesamt wurden mehr als 100 Priester und Ordensschwestern entf\u00fchrt, verhaftet oder get\u00f6tet. Das geht aus einer Aufstellung des weltweiten katholischen Hilfswerks \u201eKirche in Not\u201c (ACN) zum Jahresende hervor.<\/p>\n<p>Demnach wurden in Nigeria 2022 vier Priester umgebracht. Dar\u00fcber hinaus wurden in Mexiko drei Priester von Mitgliedern der Drogenkartelle ermordet. Im Osten der Demokratischen Republik Kongo wurden zwei Geistliche erschossen.<\/p>\n<p>Im Jahr 2022 wurden nach den \u201eKirche in Not\u201c vorliegenden Informationen auch f\u00fcnf Ordensschwestern in Aus\u00fcbung ihrer Mission ermordet: Schwester Luisa Dell\u2019Orto im Juni in Haiti, die Schwestern Mary Daniel Abut und Regina Roba im August im S\u00fcdsudan, Schwester Mari de Coppi im September in Mosambik sowie Schwester Marie-Sylvie Vakatsuraki im Oktober in der Demokratischen Republik Kongo.<\/p>\n<p><strong>Mehr als 40 Priester entf\u00fchrt<\/strong><\/p>\n<p>2022 wurden nach Kenntnis von \u201eKirche in Not\u201c insgesamt 42 Priester in verschiedenen L\u00e4ndern entf\u00fchrt, von denen 36 wieder freigelassen wurden. Drei in Nigeria entf\u00fchrte Priester wurden ermordet, und drei weitere Geistliche werden noch immer vermisst: zwei in Nigeria und der deutsche Missionar Pater Hans-Joachim Lohre, ein Projektpartner von \u201eKirche in Not\u201c, der im November in Mali verschleppt wurde.<\/p>\n<p>Nigeria f\u00fchrt die Liste mit insgesamt 28 Entf\u00fchrungen im Jahr 2022 an. Kamerun folgt mit sechs Entf\u00fchrungen; dort waren im September f\u00fcnf Priester auf einmal verschleppt und f\u00fcnf Wochen sp\u00e4ter wieder freigelassen worden. In \u00c4thiopien, Mali und auf den Philippinen wurde jeweils ein Priester entf\u00fchrt.<\/p>\n<p>Haiti hat sich zu einem der gef\u00e4hrlichsten Orte in Mittelamerika entwickelt: F\u00fcnf Priester wurden dort im Laufe des Jahres kriminellen Banden entf\u00fchrt, wobei alle inzwischen wieder freigelassen wurden.<\/p>\n<p>Ebenfalls in Nigeria wurden im zu Ende gehenden Jahr die meisten Ordensfrauen verschleppt: \u201eKirche in Not\u201c hat von sieben Entf\u00fchrungen Kenntnis erhalten. In Burkina Faso wurde eine Schwester, in Kamerun \u2013 zusammen mit den f\u00fcnf oben erw\u00e4hnten Priestern \u2013 noch eine weitere Ordensfrau entf\u00fchrt. Gl\u00fccklicherweise wurden alle diese Ordensschwestern sp\u00e4ter wieder freigelassen.<\/p>\n<p><strong>In Aus\u00fcbung des Seelsorge-Dienstes festgenommen<\/strong><\/p>\n<p>Au\u00dferdem sind im Jahr 2022 nach Informationen von \u201eKirche in Not\u201c mindestens 32 Geistliche in Aus\u00fcbung ihres Dienstes festgenommen und inhaftiert worden. Die j\u00fcngsten F\u00e4lle betreffen vier Priester der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche, die im von Russland besetzten Teil der Ukraine t\u00e4tig sind. Zwei von ihnen wurden inzwischen freigelassen und in das ukrainische Hoheitsgebiet \u201eabgeschoben\u201c, zwei weitere befinden sich weiterhin in Haft und sollen m\u00f6glicherweise wegen \u201eTerrorismus\u201c angeklagt werden. Es steht zu bef\u00fcrchten, dass sie in der Haft gefoltert werden, wie lokale Ansprechpartner berichten.<\/p>\n<p>Gro\u00dfe Sorgen macht sich \u201eKirche in Not\u201c um die Lage in Nicaragua, wo die Regierung massiv gegen die katholische Kirche vorgeht. Dort wurden im zu Ende gehenden Jahr elf Mitglieder des Klerus verhaftet. Es handelt sich um zwei Seminaristen, einen Diakon, einen Bischof und sieben Priester. Bischof Rolando Alvarez aus Matagalpa, der derzeit unter Hausarrest steht, soll am 10. Januar 2023 wegen \u201eBedrohung der nationalen Sicherheit\u201c vor Gericht gestellt werden. \u201eKirche in Not\u201c hat auch Berichte erhalten \u00fcber Priester in Nicaragua, denen es nicht erlaubt ist, ihre Gemeinden zu verlassen, und \u00fcber mindestens zehn Geistliche, die von der Regierung an der R\u00fcckkehr in das Land gehindert werden.<\/p>\n<p>Ein weiterer aktueller Fall betrifft die Inhaftierung eines Bischofs und zweier Priester in Eritrea. Zwei Monate sind seit ihrem Verschwinden vergangen, ohne dass die Beh\u00f6rden etwas dazu erkl\u00e4rt h\u00e4tten.<\/p>\n<p><strong>Unklare Lage in China<\/strong><\/p>\n<p>Wie viele katholische Priester und Bisch\u00f6fe im Jahr 2022 in China festgenommen wurden, l\u00e4sst sich kaum absch\u00e4tzen. Nach den von \u201eKirche in Not\u201c zusammengetragenen Informationen werden Geistliche aus der Untergrundkirche immer wieder f\u00fcr einige Zeit von den Beh\u00f6rden verschleppt, um sie zu dr\u00e4ngen, sich der staatlich anerkannten Kirche anzuschlie\u00dfen. Ein Beispiel ist das Verschwinden von mindestens zehn Priestern, die alle der Untergrundgemeinde von Baoding etwa 160 Kilometer s\u00fcdwestlich von Peking angeh\u00f6ren, im Zeitraum von Januar bis Mai 2022.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus wurde ein Priester in Myanmar w\u00e4hrend der Proteste gegen das Regime verhaftet. Mehrere Ordensschwestern und zwei Diakone wurden in \u00c4thiopien w\u00e4hrend des Tigray-Konflikts Ende 2021 verhaftet und 2022 wieder freigelassen.<\/p>\n<p>\u201eKirche in Not\u201c ruft die beteiligten L\u00e4nder auf, alles zu tun, um die Sicherheit und Freiheit von Priestern, Ordensschwestern und anderen pastoralen Mitarbeitern zu gew\u00e4hrleisten, die sich in den Dienst der Bed\u00fcrftigsten stellen. Das internationale Hilfswerk bittet auch alle Freunde und Wohlt\u00e4ter, f\u00fcr diejenigen zu beten, die noch in Gefangenschaft sind, sowie f\u00fcr die Gemeinden und Familien derjenigen, die ihr Leben verloren haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bilanz von \u201eKirche in Not\u201c: 2022 \u00fcber 100 Priester und Ordensfrauen entf\u00fchrt, verhaftet oder get\u00f6tet.\u00a0Im Jahr 2022 sind weltweit mindestens 17 Priester und Ordensleute der katholischen Kirche eines gewaltsamen Todes gestorben. 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