{"id":423,"date":"2014-02-21T10:25:56","date_gmt":"2014-02-21T09:25:56","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/wegen-christlicher-schriften-verhaftet-html\/"},"modified":"2023-02-24T09:58:57","modified_gmt":"2023-02-24T08:58:57","slug":"wegen-christlicher-schriften-verhaftet-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wegen-christlicher-schriften-verhaftet-html\/","title":{"rendered":"Wegen christlicher Schriften verhaftet"},"content":{"rendered":"<p>Das kommunistische Regime Nordkoreas hat erneut einen ausl\u00e4ndischen Christen verhaften lassen. Der Australier John Short wurde am 16. Februar in seinem Hotel in der Hauptstadt Pj\u00f6ngjang festgenommen, nachdem er Traktate in einem buddhistischen Tempel hinterlassen hatte. Die Verbreitung der christlichen Botschaft ist in Nordkorea au\u00dferhalb von vier staatlich kontrollierten Kirchen streng verboten. Dem 75 Jahre alten Short droht eine mehrj\u00e4hrige Lagerhaft. Sein Reisegef\u00e4hrte, der Chinese David Wong, wurde nach einem Verh\u00f6r wieder auf freien Fu\u00df gesetzt. Derzeit versucht das australische Au\u00dfenministerium \u00fcber die schwedische Botschaft in Pj\u00f6ngjang, Shorts Aufenthaltsort zu ermitteln. Seit 50 Jahren lebt er in Hongkong. Von dort aus war er zum zweiten Mal nach Januar 2013 nach Nordkorea aufgebrochen. Seine Frau Karen sagte Journalisten in Hongkong, ihr Mann sei sich der Gefahren bewusst gewesen, aber er habe einen \u201eRuf Gottes\u201c versp\u00fcrt, in das Land zu reisen: \u201eWir lesen die Bibel und folgen ihren Weisungen.\u201c Ihr Mann sei \u201ein Gottes Hand\u201c. Das Ehepaar betreibt einen Verlag f\u00fcr christliche Schriften. John Short reist seit 1976 immer wieder in die Volksrepublik China. Mehrfach wurde er festgenommen, weil er die Unterdr\u00fcckung von Christen angeprangert hatte.<\/p>\n<div>\n<p><strong>Rund 30.000 Christen in Straflagern<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<div><span style=\"line-height: 1.538em;\">Das 24 Millionen Einwohner z\u00e4hlende Nordkorea gilt als Land mit der sch\u00e4rfsten Verfolgung von Christen. Weil sie Gott verehren und nicht die Herrscher-Dynastie von Diktator Kim Jong-Un, gelten sie als Staatsfeinde. Offiziellen Angaben zufolge leben in dem Land etwa 12.000 Protestanten und 800 Katholiken. Doch Menschenrechtler sch\u00e4tzen, dass mindestens 30.000 Christen in Straflagern gefangen gehalten werden. Gleichwohl wachse die christliche Gemeinde. Etwa 100.000 Christen versammelten sich im Untergrund. Short ist nicht der einzige Ausl\u00e4nder, der wegen der Verbreitung der christlichen Botschaft in Nordkorea eingesperrt ist. Der 46 Jahre alte US-Amerikaner Kenneth Bae war am 3. November 2012 in der Hafenstadt Rajin im Nordosten des Landes unter dem Vorwurf festgenommen worden, er plane einen Umsturz. Er hatte als Reisef\u00fchrer chinesische Touristen nach Nordkorea begleitet und wurde zu 15 Jahren Straflager verurteilt. Bae, der unter anderem an Diabetes und Nierensteinen leidet, wurde inzwischen von einem Krankenhaus in ein Arbeitslager verlegt. US-Pr\u00e4sident Barack Obama setzte sich am 6. Februar beim Nationalen Gebetsfr\u00fchst\u00fcck in Washington f\u00fcr Bae ein: \u201eDie Vereinigten Staaten werden alles in ihrer Macht Stehende tun, um seine Freilassung zu erreichen, denn Kenneth Bae verdient es, ein freier Mann zu sein.\u201c<\/span><\/div>\n<div>\n<p><strong>UN: Menschen systematisch ermordet, gefoltert, versklavt<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>In Deutschland haben unterdessen Mitglieder der \u00fcberkonfessionellen \u201eArbeitsgruppe f\u00fcr verfolgte Christen\u201c f\u00fcr Bae demonstriert. In Schorndorf bei Stuttgart veranstalteten sie eine vierst\u00fcndige Mahnwache und sammelten dabei knapp 150 Unterschriften f\u00fcr eine Petition an die Regierung in Pj\u00f6ngjang. Darin fordern sie Baes Freilassung und die Abschaffung von Straflagern. Eine Untersuchungskommission der Vereinten Nationen hatte in einem Mitte Februar ver\u00f6ffentlichten Bericht Nordkorea als einen totalit\u00e4ren Staat beschrieben, in dem Menschen systematisch ermordet, versklavt, gefoltert und sexuell missbraucht w\u00fcrden. Das Regime ver\u00fcbe Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Diktator Kim Jong-Un trage daf\u00fcr pers\u00f6nlich Verantwortung. Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag (Niederlande) solle Ermittlungen gegen Spitzenfunktion\u00e4re des nordkoreanischen Regimes einleiten. (Quelle: idea)<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das kommunistische Regime Nordkoreas hat erneut einen ausl\u00e4ndischen Christen verhaften lassen. 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