{"id":427,"date":"2014-02-28T10:47:07","date_gmt":"2014-02-28T09:47:07","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/grundstuecke-zurueckgegeben-html\/"},"modified":"2023-02-24T09:54:48","modified_gmt":"2023-02-24T08:54:48","slug":"grundstuecke-zurueckgegeben-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/grundstuecke-zurueckgegeben-html\/","title":{"rendered":"Grundst\u00fccke zur\u00fcckgegeben"},"content":{"rendered":"<p>Der Besitz der Grundst\u00fccke des antiken Klosters Mor Gabriel in der s\u00fcdostt\u00fcrkischen Provinz Mardin befindet sich wieder in den H\u00e4nden der syrisch-orthodoxen Glaubensgemeinschaft, zu der das Kloster geh\u00f6rt. Einen entsprechenden Beschluss hatte die Versammlung der Stiftungen, dem h\u00f6chsten Organ der Vereinigung von Einrichtungen, die in der T\u00fcrkei die G\u00fcter der religi\u00f6sen Minderheiten verwaltet, bereits im vergangenen Oktober gefasst. \u201cDas Verfahren umfasste 12 Grundst\u00fcck mit einer Ausdehnung von Insgesamt 244.000 Quadratmetern\u201d, so der Vorsitzende der Stiftung Mor Gabriel, Kuryakos Ergun, gegen\u00fcber den t\u00fcrkischen Medien, \u201cund wurde nun abgeschlossen, wir freuen uns, dass wir die Grundst\u00fccke zur\u00fcck bekommen haben, ohne dass ein Urteil des Europ\u00e4ischen Gerichtshofs f\u00fcr Menschenrechte notwendig war\u201d.<\/p>\n<p>Die R\u00fcckgabe der Grundst\u00fccke an das Kloster Mor Gabriel war die umfangreichste R\u00fcckerstattung von kirchlichem Eigentum, die es bisher in der T\u00fcrkei gegeben hat. Seit 2008 gab es einen Rechtsstreit um die R\u00fcckgabe, nachdem die Grundst\u00fccke des Klosters beschlagnahmt und in die staatlichen Grundb\u00fccher \u00fcbertragen worden waren. Die M\u00f6nche des Klosters gaben damals bekannt, man werde das Anliegen der Europ\u00e4ischen Menschenrechtskommission vortragen. Im Jahr 2012 hatte das Oberste Gericht der T\u00fcrkei ein Berufungsverfahren, mit dem die syrische Gemeinde wieder in den Besitz der Grundst\u00fccke gelangen wollte, abgelehnt. Erst 2013 wurde eine L\u00f6sung gefunden, nachdem der t\u00fcrkische Pr\u00e4sident Recep Tayyp Erdogan im Rahmen eines \u201cPakets der demokratischen Reformen\u201d am vergangenen 30. September eine R\u00fcckgabe der Klostergrundst\u00fccke ank\u00fcndigte. Das 397 gegr\u00fcndete Kloster Mor Gabriel ist das \u00e4lteste noch t\u00e4tige syrisch-orthodoxe Kloster.<\/p>\n<p>In den vergangenen Monaten hatte die syrisch-orthodoxe Glaubensgemeinschaft von der t\u00fcrkische Regierung auch die Genehmigung f\u00fcr kirchliche Schulen erhalten, an denen Kinder in ihrer Muttersprache unterrichtet werden. \u201cDie R\u00fcckgabe der Grundst\u00fccke\u201d, so Kuryakos Ergun \u201cwird zum Erhalt des Klosters beitragen und die ungehinderte Wiederaufnahme der T\u00e4tigkeit erm\u00f6glichen. Dies wird sich insbesondere auf die syrische Glaubensgemeinschaft positiv auswirken\u201d. Nach Ansicht von Ergun k\u00f6nnte der positive Ausgang des Verfahrens auch syrische Christen, die im Ausland leben, zu einer R\u00fcckkehr in die T\u00fcrkei bewegen. (Quelle: Fidesdienst, Foto: morgabriel.org)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Besitz der Grundst\u00fccke des antiken Klosters Mor Gabriel in der s\u00fcdostt\u00fcrkischen Provinz Mardin befindet sich wieder in den H\u00e4nden der syrisch-orthodoxen Glaubensgemeinschaft, zu der das Kloster geh\u00f6rt. 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