{"id":433,"date":"2014-03-05T11:41:27","date_gmt":"2014-03-05T10:41:27","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/nur-knapp-dem-tod-entkommen-html\/"},"modified":"2023-02-23T11:50:38","modified_gmt":"2023-02-23T10:50:38","slug":"nur-knapp-dem-tod-entkommen-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/nur-knapp-dem-tod-entkommen-html\/","title":{"rendered":"Nur knapp dem Tod entkommen"},"content":{"rendered":"<p>Ein k\u00f6rperbehinderter Mann aus Nordnigeria hat sein Entsetzen \u00fcber eine Reihe von durch Extremisten ver\u00fcbter Gr\u00e4ueltaten geschildert, die er mitansehen musste. Unter anderem seien vier M\u00e4nner ermordet und ein Brandanschlag auf eine Schule ver\u00fcbt worden, die dadurch in Schutt und Asche gelegt worden sei. Angestellte und Sch\u00fcler des Kleinseminars St. Joseph seien um ihr Leben geflohen und haben sich im nahegelegenen Wald versteckt, als mutma\u00dfliche Anh\u00e4nger der Boko Haram das Dorf Shuwa mit einem Panzer, Raketenwerfern, gro\u00dfkalibrigen Feuerwaffen und mehr als einem Dutzend Gel\u00e4ndewagen st\u00fcrmten.<\/p>\n<p>Unter denen, die nicht fliehen konnten, war der Mitarbeiter Andrew (aus Sicherheitsgr\u00fcnden wird der volle Name nicht genannt). Als die K\u00e4mpfer ihn entdeckten, sei er in seinem Rollstuhl nach drau\u00dfen gebracht worden, wo er mitansehen musste, wie sein Haus in Flammen aufgegangen sei. Danach sei Andrew zu einem anderen Teil des Seminargel\u00e4ndes geschoben worden, wo Brandanschl\u00e4ge und andere Gr\u00e4ueltaten vor seinen Augen ver\u00fcbt worden seien. Die Kapelle, das Haus der Priester, der Klassenraum und die Wohngeb\u00e4ude seien mit hochexplosivem Sprengstoff angegriffen worden. Auch auf die nahegelegene Klinik der Augustinerinnen sei ein Anschlag ver\u00fcbt worden. Den Ordensfrauen sei rechtzeitig die Flucht gelungen. Am traumatischsten sei f\u00fcr Andrew die Tatsache gewesen, dass er gezwungen worden sei, es mitanzusehen, wie vier W\u00e4chter, die f\u00fcr das Seminar gearbeitet hatten, get\u00f6tet wurden.<\/p>\n<p>Andrews Geschichte wurde von einem nahen Freund, Pater John Bakeni, erz\u00e4hlt, der das Seminar im Bundesstaat Adamawa sehr gut kennt. Gegen\u00fcber \u201cKirche in Not\u201d beschrieb Pater Bakeni die Gewalttaten, die am Mittwoch den 26. Februar ver\u00fcbt wurden: \u201eNachdem sie die Sicherheitsleute erschossen hatten, sagten sie Andrew, er werde der N\u00e4chste sein. Der Anf\u00fchrer sagte jedoch, er wolle sich mit einem geistlichen F\u00fchrer beraten. Er kam zur\u00fcck und sagte, w\u00e4hrend des Dschihad seien \u201aKr\u00fcppel\u2018 zu verschonen. Andrew ist davon \u00fcberzeugt, dass ihm dies das Leben gerettet hat. Sonst w\u00e4re er get\u00f6tet worden.\u201d Pater Bakeni erkl\u00e4rte, die Extremisten h\u00e4tten Andrew \u00fcber seinen christlichen Glauben \u201cverh\u00f6rt\u201d und h\u00e4tten hinzugef\u00fcgt, seine Religion habe ihn \u201edem unmittelbaren Risiko ausgesetzt, get\u00f6tet zu werden\u201c.<\/p>\n<p>Der Priester, der in der Di\u00f6zese Maiduguri t\u00e4tig ist, wo Shuwa liegt, f\u00fcgte hinzu: \u201eBoko Haram hat es in ihren Videoclips sehr deutlich erkl\u00e4rt, dass unter denjenigen, gegen die sie k\u00e4mpfen, die Christen und die Regierung seien.\u201c Pater Bakeni sagte au\u00dferdem: \u201eNat\u00fcrlich ist Andrew sehr ver\u00e4ngstigt von dem, was geschehen ist, aber er hat enorme St\u00e4rke gezeigt. Was wir am meisten brauchen, sind Ihre Gebete. Alles weist darauf hin, dass der Kreislauf der Gewalt, den wir durchleben, immer schlimmer wird.\u201c<\/p>\n<p>Er lobte die Geistesgegenwart der Ordensschwestern, der Mitarbeiter und der Sch\u00fcler des Seminars St. Joseph in Shuwa, die schnell geflohen seien: \u201eSie sind nur knapp entkommen.\u201c<br \/>Der Angriff auf das Seminar war Teil einer Welle der Gewalt, durch die bei drei Angriffen fast 40 Menschen in Nordostnigeria get\u00f6tet wurden. Ebenso wie das Seminar in Shuwa wurden auch \u00f6ffentliche Einrichtungen, Polizeigeb\u00e4ude, Banken und Wohnh\u00e4user in dem Dorf und den Nachbarorten zum Ziel der Extremisten.<\/p>\n<p>Bei einem anderen \u00dcbergriff wurden 43 Menschen, \u00fcberwiegend Sch\u00fcler, in einem Internat im Staat Yobe im Schlaf get\u00f6tet.<\/p>\n<p>Vertreter der Di\u00f6zese haben best\u00e4tigt, dass am 26. Januar in der St. Paulus Kirche in Waga Chakawa (Madagali) 22 Menschen w\u00e4hrend der Sonntagsmesse get\u00f6tet wurden, als mutma\u00dfliche Extremisten, die mit Schusswaffen und Sprengstoff bewaffnet waren, das Feuer auf die Pfarrangeh\u00f6rigen er\u00f6ffneten.<\/p>\n<p>Die Angriffe fanden statt in einer Zeit, in der die Sorge \u00fcber die Gewalt in der Region gr\u00f6\u00dfer wird. Diese Gewalt dauert an, obwohl Pr\u00e4sident Goodluck Jonathan im vergangenen Mai in den Staaten Adamawa, Yobe und Borno den Ausnahmezustand ausgerufen und die Pr\u00e4senz von Sicherheitskr\u00e4ften erh\u00f6ht hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein k\u00f6rperbehinderter Mann aus Nordnigeria hat sein Entsetzen \u00fcber eine Reihe von durch Extremisten ver\u00fcbter Gr\u00e4ueltaten geschildert, die er mitansehen musste. Unter anderem seien vier M\u00e4nner ermordet und ein Brandanschlag auf eine Schule ver\u00fcbt worden, die dadurch in Schutt und Asche gelegt worden sei. 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