{"id":4421,"date":"2023-04-12T11:55:47","date_gmt":"2023-04-12T09:55:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/?p=4421"},"modified":"2023-04-12T11:56:11","modified_gmt":"2023-04-12T09:56:11","slug":"fulani-angriff-35-tote","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/fulani-angriff-35-tote\/","title":{"rendered":"Mehr als 35 Tote bei Fulani-Angriff am Karfreitag"},"content":{"rendered":"<p>Bei einem bewaffneten \u00dcberfall im nigerianischen Bundesstaat Benue sind am Karfreitag mindestens 35 Menschen ermordet und zahlreiche Menschen verletzt worden. Das berichtete ein Projektpartner des weltweiten katholischen Hilfswerks \u201eKirche in Not\u201c, Remigius Ihyula aus der Di\u00f6zese Makurdi.<\/p>\n<p>Ihm zufolge ereignete sich das Massaker in der N\u00e4he der Ortschaft Ngban, die zwischen den St\u00e4dten Makurdi und Lafia im S\u00fcdosten Nigerias liegt. Bewaffnete Fulani-Nomaden h\u00e4tten die dortige Grundschule angegriffen, wo sich zu diesem Zeitpunkt \u00fcberwiegend christliche Bauern aufhielten, berichtete Ihyula: \u201eDas Schulgel\u00e4nde ist ein Zufluchtsort f\u00fcr Menschen aus den umliegenden D\u00f6rfern. Sie kommen von Zeit zu Zeit dorthin, wenn es in ihren Orten zu unsicher ist.\u201c Bei dem Angriff seien auch Kinder ums Leben gekommen. Die Schule bef\u00e4nde sich nahe eines Polizeikontrollpunkts.<\/p>\n<h3>In Fl\u00fcchtlingscamps geht die Angst um<\/h3>\n<p>\u201eDie Fulani kamen, um diese unschuldigen Seelen zu t\u00f6ten. Das war ein schwarzer Karfreitag f\u00fcr uns\u201c, berichtete der Priester. In den Fl\u00fcchtlingscamps der Region herrsche nun helle Aufregung. Auf dem Gebiet der Di\u00f6zese Makurdi halten sich rund zwei Millionen Vertriebene in sieben Lagern auf. \u201eKirche in Not\u201c unterst\u00fctzt die Fl\u00fcchtlingsarbeit und weitere Einrichtungen des Bistums.<\/p>\n<p>Der sogenannte \u201eMiddle Belt\u201c, die Zentralregion Nigerias, wird seit Jahrzehnten von Konflikten zwischen mehrheitlich muslimischen Fulani-Nomaden und christlichen Bauern ersch\u00fcttert. Urspr\u00fcnglich standen Land- und ethnische Konflikte im Vordergrund. Projektpartner von \u201eKirche in Not\u201c betonen, dass die Gewalt auch immer mehr eine religi\u00f6se Dimension hat. Es gibt Hinweise, wonach Fulani-Gruppen in Kontakt mit der dschihadistischen Terrormiliz \u201eBoko Haram\u201c stehen. Auch hat sich die Gewalt verst\u00e4rkt, als nach dem Zusammenbruch des Gaddafi-Regimes in Libyen ab 2011 Waffen die Schwarzm\u00e4rkte \u00fcberschwemmten.<\/p>\n<h3>Gezielte Angriffe auf Christen<\/h3>\n<p>Die katholischen Bisch\u00f6fe der Region betonten immer wieder, dass die Gewalt von Gruppen gesch\u00fcrt werde, das Gebiet von Christen s\u00e4ubern wollen. So sagte der Bischof von Makurdi, Wilfred Chikpa Anagbe, bei einem Besuch bei \u201eKirche in Not\u201c im Herbst 2022: \u201eDie Regierung bezeichnet diese \u00dcbergriffe gerne als Konflikte zwischen Bauern und Hirten. Aber das stimmt nicht. Unaufh\u00f6rliche Angriffe (\u2026) deuten auf einen Dschihad hin, der auf die Islamisierung Nigerias abzielt. Ob es einem gef\u00e4llt oder nicht: Die Wahrheit muss gesagt werden.\u201c<\/p>\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n<p><em><span style=\"color: #000000;\">Unterst\u00fctzen<\/span> Sie die Arbeit der Kirche in Nigeria und ihren Einsatz f\u00fcr die Betroffenen von Gewalt und Terror mit Ihrer Spende \u2013&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.kircheinnot.at\/helfen\/spenden\"><span style=\"color: #ff0000;\">online \u2026 hier&nbsp;<\/span><\/a><\/em><em>oder auf folgendes Konto:<\/em><\/p>\n<p><em>Empf\u00e4nger: KIRCHE IN NOT<br>IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600<br>Verwendungszweck: Nigeria<\/em><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei einem bewaffneten \u00dcberfall im nigerianischen Bundesstaat Benue sind am Karfreitag mindestens 35 Menschen ermordet und zahlreiche Menschen verletzt worden. Das berichtete ein Projektpartner des weltweiten katholischen Hilfswerks \u201eKirche in Not\u201c, Remigius Ihyula aus der Di\u00f6zese Makurdi. 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