{"id":4425,"date":"2023-04-20T11:20:53","date_gmt":"2023-04-20T09:20:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/?p=4425"},"modified":"2023-04-20T11:21:14","modified_gmt":"2023-04-20T09:21:14","slug":"papst-maertyrer-sind-zeugen-christi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/papst-maertyrer-sind-zeugen-christi\/","title":{"rendered":"Papst Franziskus: M\u00e4rtyrer sind dankbare Zeugen Christi"},"content":{"rendered":"<p>Nach der Generation der Apostel seien die Zeugen &#8222;par excellence&#8220; des Evangeliums Christi immer die M\u00e4rtyrer gewesen, diejenigen, die ihr Blut f\u00fcr Christus vergossen und auch am eigenen Leib das Wunder der Vergebung &#8222;ihrer Peiniger&#8220; erfahren haben. Denn M\u00e4rtyrer seien keine Helden, die &#8222;in der W\u00fcste sprie\u00dfen&#8220; sind, sondern &#8222;reife und hervorragende Fr\u00fcchte des Weinbergs des Herrn, der die Kirche&#8220;. Und die Kirche habe ihren M\u00e4rtyrern niemals Vorw\u00fcrfe gemacht und das Martyrium immer als &#8222;vorz\u00fcgliches Geschenk und h\u00f6chsten Beweis der Liebe&#8220; betrachtet, so Papst Franziskus zum unaufl\u00f6sliche Band, das die Verk\u00fcndigung des Evangeliums mit dem Martyrium verbindet, einer Erfahrung, die den Wandel der Kirche in der Geschichte stets kennzeichnet und begleitet. Damit setzte er auch am Mittwoch, dem 12. April, im Rahmen der Generalaudienz den Zyklus der Katechese fort, der der Leidenschaft f\u00fcr die Verk\u00fcndigung des Evangeliums und dem apostolischen Eifer gewidmet ist. Die Reihen der heutigen M\u00e4rtyrer seien &#8222;in unserer Zeit zahlreicher als in den ersten Jahrhunderten&#8220;, betonte der Papst und erinnerte insbesondere an die Missionarinnen der N\u00e4chstenliebe, die im M\u00e4rz 2016 im Jemen gewaltsam ums Leben kamen.<\/p>\n<p>Das Wort &#8222;Martyrium&#8220; &#8211; so erinnerte der Papst zu Beginn seiner Katechese vor der auf dem Petersplatz versammelten Menge \u2013 leite sich vom griechischen Wort \u201emartyria\u201c ab, was so viel wie Zeugnis bedeutet. Doch &#8222;schon sehr fr\u00fch in der Kirche wurde das Wort M\u00e4rtyrer verwendet, um jemanden zu bezeichnen, der Zeugnis gibt, f\u00fcr das er sogar bereit ist Blut zu vergie\u00dfen\u201c.<\/p>\n<p>\u201eDas Herz und die Quelle des Martyriums&#8220;, fuhr der Bischof von Rom mit Bezug auf Predigten des heilige Augustinus zur Figur des heiligen Laurentius, einem Diakon der Kirche von Rom, &#8222;ist ein &#8218;Geheimnis der Liebe&#8216;, eine Dynamik der &#8218;Dankbarkeit und freien Antwort&#8216; auf das von Christus frei empfangenen Geschenk der Erl\u00f6sung\u201c. Und das Zweite Vatikanische Konzil, so der Papst weiter, indem er die Dogmatische Konstitution \u201eLumen gentium\u201c zitiert, erinnere daran, dass das Martyrium, durch das der J\u00fcnger seinem Meister \u00e4hnlich gemacht wird, der aus freien St\u00fccken den Tod f\u00fcr das Heil der Welt annimmt, und durch das er ihm im Vergie\u00dfen des Blutes gleich wird, von der Kirche als herausragendes Geschenk und h\u00f6chster Beweis der N\u00e4chstenliebe gesch\u00e4tzt wird&#8220;.<\/p>\n<p>Zu den Unterschieden zwischen dem christlichen Martyrium und Formen des Heldentums &#8211; so Papst Franziskus in seiner Katechese &#8211; geh\u00f6re die Tatsache, dass M\u00e4rtyrer ihren Peinigern vergeben. \u201eDie M\u00e4rtyrer&#8220;, so betonte der Papst, &#8222;vergeben immer ihren Peinigern. Stephanus, der erste M\u00e4rtyrer, ist mit folgendem Gebet auf den Lippen verstorben: &#8218;Herr, vergib ihnen, sie wissen nicht, was sie tun&#8216;. Die M\u00e4rtyrer beten f\u00fcr ihre Peiniger&#8220;. Und obwohl &#8222;nur wenige zum M\u00e4rtyrertod aufgefordert werden&#8220;, die Teilnahme der M\u00e4rtyrer am Geheimnis der Passion Christi alle daran, &#8222;dass jeder Christ zum Zeugnis des Lebens berufen ist, auch wenn er nicht zum Blutvergie\u00dfen kommt, indem er sich in Nachahmung Jesu Gott und seinen Br\u00fcdern zum Geschenk macht&#8220;.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend erinnerte Papst Franziskus an das Zeugnis der Missionarinnen der N\u00e4chstenliebe im Jemen, und betonte \u201emanche von ihnen haben das Martyrium erlitten, andere machen weiter, riskieren ihr Leben, aber machen trotzdem weiter. Sie hei\u00dfen jeden willkommen, diese Schwestern, egal welcher Religion, denn N\u00e4chstenliebe und Geschwisterlichkeit kennen keine Grenzen\u201c. \u201eIm Juli 1998 wurden Schwester Aletta, Schwester Zelia und Schwester Michael auf dem Heimweg nach der Messe von einem Fanatiker get\u00f6tet, weil sie Christen waren. In j\u00fcngerer Zeit, kurz nach Beginn des anhaltenden Konflikts, im M\u00e4rz 2016, wurden Schwester Anselm, Schwester Marguerite, Schwester Reginette und Schwester Judith get\u00f6tet, zusammen mit einigen Laien, die ihnen bei der Arbeit der N\u00e4chstenliebe unter den Letzten geholfen hatten. Sie sind die M\u00e4rtyrer unsere Zeit. Unter diesen get\u00f6teten Laien befanden sich neben Christen auch muslimische Gl\u00e4ubige, die mit den Nonnen zusammenarbeiteten. Wir sind bewegt zu sehen, wie das Zeugnis des Blutes Menschen verschiedener Religionen vereinen kann. Man darf niemals im Namen Gottes t\u00f6ten, denn f\u00fcr Ihn sind wir alle Br\u00fcder und Schwestern. Aber gemeinsam k\u00f6nnen wir unser Leben f\u00fcr andere geben. Danke&#8220;, so Papst Franziskus w\u00f6rtlich. (Quelle: Fidesdienst, Foto: Galazka)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach der Generation der Apostel seien die Zeugen &#8222;par excellence&#8220; des Evangeliums Christi immer die M\u00e4rtyrer gewesen, diejenigen, die ihr Blut f\u00fcr Christus vergossen und auch am eigenen Leib das Wunder der Vergebung &#8222;ihrer Peiniger&#8220; erfahren haben. 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