{"id":4509,"date":"2023-07-11T09:59:07","date_gmt":"2023-07-11T07:59:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/?p=4509"},"modified":"2023-06-28T10:00:17","modified_gmt":"2023-06-28T08:00:17","slug":"interreligioeser-dialog-in-terror-region","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/interreligioeser-dialog-in-terror-region\/","title":{"rendered":"Kirche f\u00f6rdert interreligi\u00f6sen Dialog in Terror-Region"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">KIRCHE IN NOT unterst\u00fctzt Friedensarbeit<\/h2>\n\n\n<p>Die katholische Kirche im Norden Mosambiks initiiert Dialogveranstaltungen zwischen Christen und Muslimen, um Friedensverhandlungen f\u00fcr die Unruheregion vorzubereiten. \u201eDie Kirche tut alles, was m\u00f6glich ist, damit Friedensverhandlungen stattfinden k\u00f6nnen\u201c, erkl\u00e4rte der Priester Eduardo Andr\u00e9s Roca Oliver gegen\u00fcber dem weltweiten katholischen Hilfswerk KIRCHE IN NOT.<\/p>\n<h3><strong>In einer Hochburg des Islamismus angesiedelt<\/strong><\/h3>\n<p>Roca hat in Pemba, der Hauptstadt der Provinz Cabo Delgado, ein interreligi\u00f6ses Zentrum f\u00fcr Frieden ins Leben gerufen. KIRCHE IN NOT unterst\u00fctzt dessen Arbeit. In direkter Nachbarschaft wird auch die neue Pfarrkirche \u201eSt. Karl Lwanga\u201c gebaut. Zentrum und Kirche befinden sich in einem Stadtviertel, das als Ursprungsort einer islamistischen Bewegung gilt, die als mitverantwortlich f\u00fcr die seit 2017 anhaltenden blutigen Konflikte im Norden Mosambiks gilt. \u201eEs ist wichtig, mit den lokalen Vertretern zusammenzuarbeiten, um die Denkweise zu entradikalisieren\u201c, erkl\u00e4rte Roca.<\/p>\n<p>Die katholische Kirche bringe durch ihre fl\u00e4chendeckende Pr\u00e4senz bis in die entlegensten D\u00f6rfer perfekte Bedingungen mit, um mit den muslimischen Nachbarn in Dialog zu treten und gemeinsame Friedensbem\u00fchungen auf den Weg zu bringen: \u201eWir ermutigen die Pfarrer, interreligi\u00f6se Gruppen zu gr\u00fcnden. Wir bieten Schulungen an, um Br\u00fccken zu bauen, die es den Menschen erm\u00f6glichen, sich in einem sicheren Umfeld zu treffen und miteinander zu sprechen.\u201c<\/p>\n<h3><strong>Dialog statt Waffengewalt<\/strong><\/h3>\n<p>In den kommenden Monaten organisiert das interreligi\u00f6se Zentrum Veranstaltungen mit Vertretern muslimischer und christlicher Organisationen. Gespr\u00e4chsgrundlage sei das von Papst Franziskus und Gro\u00dfimam Ahmad al-Tayyib 2019 in Abu Dhabi unterzeichnete \u201eDokument \u00fcber die Br\u00fcderlichkeit aller Menschen f\u00fcr ein friedliches Zusammenleben in der Welt\u201c.<\/p>\n<p>Auch die katholischen Bisch\u00f6fe Mosambiks haben in einem gemeinsamen Hirtenbrief vom vergangenen Herbst die Notwendigkeit des Dialogs anstelle von Waffengewalt betont, um den Terror im Land zu beenden: \u201eWir m\u00fcssen all unsere Kr\u00e4fte b\u00fcndeln, um L\u00f6sungen f\u00fcr diese Katastrophe zu finden, anstatt uns ausschlie\u00dflich auf milit\u00e4rische Gewalt zu verlassen.\u201c Die Bisch\u00f6fe erinnerten an die Aussage von Papst Franziskus: \u201eDer Gott des Friedens leitet niemals zum Krieg an, stachelt niemals zum Hass auf und unterst\u00fctzt niemals Gewalt. Und wir, die wir an ihn glauben, sind aufgerufen, den Frieden zu f\u00f6rdern durch Instrumente (\u2026) wie die Begegnung, geduldige Verhandlungen und der Dialog.\u201c<\/p>\n<h3><strong>Religi\u00f6se Verfolgung nimmt zu<\/strong><\/h3>\n<p>Der Norden Mosambiks wird seit 2017 von islamistischen Truppen \u00fcberrannt. Sie gelten als Splittergruppen der Terrormiliz \u201eIslamischer Staat\u201c (IS). Ihr Vorgehen d\u00fcrfte auch von wirtschaftlichen und politischen Zielen motiviert sein: Vor der K\u00fcste im Norden Mosambiks sind gro\u00dfe Erd\u00f6l-Bohrungen in Vorbereitung \u2013 eines der gr\u00f6\u00dften Investitionsprojekte in Subsahara-Afrika.<\/p>\n<p>In j\u00fcngster Zeit gewinnt jedoch auch die religi\u00f6se Komponente eine immer st\u00e4rkere Bedeutung. Der am 22. Juni erschienene Bericht \u201eReligionsfreiheit weltweit 2023\u201c von KIRCHE IN NOT stuft Mosambik als eines von 28 L\u00e4ndern ein, in denen religi\u00f6se Verfolgung herrscht. Betroffen sind Christen, die die Mehrheit der Bev\u00f6lkerung Mosambiks ausmachen, aber auch Muslime, die sich den islamistischen Truppen entgegenstellen. Beobachtern zufolge hat der Konflikt bislang \u00fcber 4000 Menschenleben gefordert; rund eine Million Menschen sind innerhalb des Landes auf der Flucht.<\/p>\n<p><em>Mehr zur Situation in Mosambik in der Studie \u201eReligionsfreiheit weltweit 2023\u201c: <span style=\"color: #ff0000;\"><a style=\"color: #ff0000;\" href=\"https:\/\/acninternational.org\/religiousfreedomreport\/de\/berichte\/land\/2023\/mosambik\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/acninternational.org\/religiousfreedomreport\/de\/berichte\/land\/2023\/mosambik<\/a><\/span><\/em><\/p>\n<p><em>Bitte unterst\u00fctzen Sie die Friedensarbeit der Kirche in Mosambik und den Einsatz f\u00fcr Betroffene der Gewalt mit Ihrer Spende \u2013 online unter: <a href=\"https:\/\/www.kircheinnot.at\/helfen\/spenden\/\"><span style=\"color: #ff0000;\">www.kircheinnot.at<\/span> <\/a><\/em><em>oder auf folgendes Konto:<\/em><\/p>\n<p><em>Empf\u00e4nger: KIRCHE IN NOT<br \/><\/em><em>IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600<br \/><\/em><em>Verwendungszweck: Mosambik<\/em><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>KIRCHE IN NOT unterst\u00fctzt Friedensarbeit Die katholische Kirche im Norden Mosambiks initiiert Dialogveranstaltungen zwischen Christen und Muslimen, um Friedensverhandlungen f\u00fcr die Unruheregion vorzubereiten. \u201eDie Kirche tut alles, was m\u00f6glich ist, damit Friedensverhandlungen stattfinden k\u00f6nnen\u201c, erkl\u00e4rte der Priester Eduardo Andr\u00e9s Roca Oliver gegen\u00fcber dem weltweiten katholischen Hilfswerk KIRCHE IN NOT. 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