{"id":4529,"date":"2023-07-31T10:34:09","date_gmt":"2023-07-31T08:34:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/?p=4529"},"modified":"2023-07-31T10:34:22","modified_gmt":"2023-07-31T08:34:22","slug":"christen-und-kirchen-attackiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/christen-und-kirchen-attackiert\/","title":{"rendered":"Christen und Kirchen bei K\u00e4mpfen attackiert"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Missionar berichtet von dramatischer humanit\u00e4rer Situation<\/h2>\n\n\n<p>Bei den anhaltenden K\u00e4mpfen im Sudan geraten auch Christen und kirchliche Einrichtungen ins Visier der B\u00fcrgerkriegsparteien. Das berichtete der spanische Comboni-Missionar Pater Jorge Carlos Naranjo dem weltweiten katholischen Hilfswerk KIRCHE IN NOT.<\/p>\n<p>Besonders betroffen seien die koptischen Christen. Ihre Wurzeln liegen in \u00c4gypten, sie seien aber schon seit \u00fcber hundert Jahren im Sudan ans\u00e4ssig. \u201eEinige Kirche wurden von den K\u00e4mpfern der ,Rapid Support Forces\u2019 (RSF) angegriffen, darunter die koptische Kathedrale von Khartum\u201c, sagte Naranjo. Die Oppositionstruppen h\u00e4tten die Kirche in der Hauptstadt zu einem ihrer Kommandozentrum gemacht.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbergriffe auf kirchliche Mitarbeiter<\/strong><\/p>\n<p>In Omdurman, der gr\u00f6\u00dften Stadt des Landes, sei die koptische Kathedrale angegriffen und kirchliche Mitarbeiter attackiert worden: \u201eDie Gotteshaus wurde gepl\u00fcndert. Sie bedrohten den Bischof und einen der Priester und versuchten beide zu zwingen, zum Islam \u00fcberzutreten. Viele koptische Kirchenmitarbeiter wurden ebenfalls aufgefordert zu konvertieren, lehnten jedoch alle ab.\u201c Laut dem Missionar gingen alle diese \u00dcbergriffe auf das Konto der oppositionellen RSF-Truppen.<\/p>\n<p>Im Sudan liefern sich seit Mitte April die Armee von Milit\u00e4rherrscher Abdel Fattah al-Burhan und die RSF-Miliz seines fr\u00fcheren Stellvertreters Mohamed Hamdan Daglo einen blutigen Machtkampf. Ein Gro\u00dfteil der K\u00e4mpfe findet in dicht besiedelten Vierteln der Hauptstadt Khartum statt. Der Anteil der Christen im Sudan liegt bei unter f\u00fcnf Prozent der Gesamtbev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p><strong>Viele Christen sind aus der Hauptstadt gefl\u00fcchtet<\/strong><\/p>\n<p>Viele Christen seien aus der umk\u00e4mpften Hauptstadt-Region in die Nuba-Berge weiter s\u00fcdlich zur\u00fcckgekehrt, von wo sie urspr\u00fcnglich stammen, erkl\u00e4rte Naranjo. Andere Christen hielten sich in der Hafenstadt Port Sudan am Roten Meer auf, dort sei es nach wie vor friedlich. Die ausl\u00e4ndischen Missionare im Land h\u00e4tten sich alle entschlossen zu bleiben.<\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig von der Religionszugeh\u00f6rigkeit seien die Einwohner in den umk\u00e4mpften Gebieten enormen Belastungen ausgesetzt, berichtete der Missionar: Es mangle an Lebensmitteln, Wasser und Strom. Vielfach h\u00e4tten Soldaten die H\u00e4user von Zivilisten besetzt. All das mache das \u00dcberleben sehr schwer, zumal im Sudan eine gro\u00dfe Hitze herrsche. Mindestens 3900 Todesopfer wurden UN-Angaben zufolge seit Beginn des bewaffneten Konflikts im Sudan gez\u00e4hlt, die tats\u00e4chliche Opferzahl d\u00fcrfte aber weit gr\u00f6\u00dfer sein. Der Konflikt habe zudem mehr als drei Millionen Menschen in die Flucht getrieben.<\/p>\n<p><strong>Verheerende humanit\u00e4re Situation<\/strong><\/p>\n<p>Ein gro\u00dfes humanit\u00e4res Problem seien dem Missionar zufolge die zahlreichen Fl\u00fcchtlinge aus Eritrea und \u00c4thiopien, die von der Eskalation im Sudan \u00fcberrascht worden sind. \u201eEinige von ihnen sind in die St\u00e4dte gezogen, die n\u00e4her an ihren Heimatl\u00e4ndern liegen; diese St\u00e4dte stehen nun aufgrund der hohen Fl\u00fcchtlingszahlen unter starkem Druck, und der Bedarf an Hilfe ist gro\u00df.\u201c<\/p>\n<p>Angesichts der gef\u00e4hrlichen Lage k\u00f6nnten Helfer aus dem Ausland kaum in die Hauptstadt Khartum oder andere umk\u00e4mpfte Gebiete vordringen. Die Menschen organisierten sich selbst, und es gebe einige lokale Gruppen, die sich f\u00fcr besonders notleidende Menschen einsetzen.<\/p>\n<p>Der bewaffnete Konflikt erschwert es auch KIRCHE IN NOT, mit den Projektpartnern im Sudan in Kontakt zu bleiben. Das Hilfswerk setzt alles daran, die christlichen Gemeinden im Land weiterhin zu unterst\u00fctzen und international auf die Lage im Sudan aufmerksam zu machen, damit dieser Konflikt nicht zu einem weiteren vergessenen Krieg in Afrika wird.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Missionar berichtet von dramatischer humanit\u00e4rer Situation Bei den anhaltenden K\u00e4mpfen im Sudan geraten auch Christen und kirchliche Einrichtungen ins Visier der B\u00fcrgerkriegsparteien. Das berichtete der spanische Comboni-Missionar Pater Jorge Carlos Naranjo dem weltweiten katholischen Hilfswerk KIRCHE IN NOT. Besonders betroffen seien die koptischen Christen. 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