{"id":4533,"date":"2023-08-01T09:21:11","date_gmt":"2023-08-01T07:21:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/?p=4533"},"modified":"2023-08-01T09:23:48","modified_gmt":"2023-08-01T07:23:48","slug":"glauben-oft-im-verborgenen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/glauben-oft-im-verborgenen\/","title":{"rendered":"Christen m\u00fcssen Glauben oft im Verborgenen aus\u00fcben"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Terror richtet sich auch gegen muslimische Mehrheit<\/h2>\n\n\n<p>In Niger hat eine Milit\u00e4rjunta Staatspr\u00e4sident Mohamed Bazoum abgesetzt und die Macht \u00fcbernommen. Das westafrikanische Land, das 1960 seine staatliche Unabh\u00e4ngigkeit von Frankreich erlangte, ist schon seit Jahrzehnten von Instabilit\u00e4t gepr\u00e4gt. Das betrifft auch das Menschenrecht auf Religionsfreiheit. Die im Mai erschienene Dokumentation \u201eReligionsfreiheit weltweit 2023\u201c des weltweiten katholischen Hilfswerks KIRCHE IN NOT (ACN) stuft Niger unter die Kategorie \u201eVerfolgung\u201c ein, die wie in den anderen Staaten der Sahelregion vorrangig von islamistischen Gruppen ausgeht. Diese Verfolgung habe sich im Berichtszeitraum von Januar 2021 bis Dezember 2022 weiter versch\u00e4rft.<\/p>\n<p>Betroffen ist nicht nur die christliche Minderheit im Land, die dem Bericht zufolge etwa 72 000 Personen umfasst (0,3 Prozent der Gesamtbev\u00f6lkerung). \u201eVon allen Glaubensgemeinschaften verzeichnen die Muslime sogar die meisten Toten\u201c, erkl\u00e4rte der italienische Missionar Mauro Armanino im Juli 2022. \u201eReligionsfreiheit weltweit\u201c zufolge bekennen sich \u00fcber 95 Prozent der rund 24 Millionen Bewohner Nigers zum Islam, etwa vier Prozent geh\u00f6ren traditionellen ethno-religi\u00f6sen Gruppen an.<\/p>\n<h3><strong>Westen und S\u00fcden des Landes sind Brennpunkte des Terrors<\/strong><\/h3>\n<p>In den vergangenen Jahrzehnten nahm der islamistische Extremismus in ganz Afrika, aber vor allem in den L\u00e4ndern s\u00fcdlich der Sahara, zu. Niger blieb von dieser Entwicklung nicht verschont. Dschihadistengruppen wie der \u201eIslamische Staat im Gro\u00dfraum Sahara\u201c (ISGS), Ableger von Al-Qaida und Boko Haram sind im Land aktiv.<\/p>\n<p>Brennpunkte des Islamismus sind vor allem im Westen und S\u00fcden des Landes, wo dem Staat die Kontrolle entglitten ist. Besonders prek\u00e4r ist die Lage in der s\u00fcdwestlichen Region Tillab\u00e9ri, die an Benin, Burkina Faso und Mali grenzt. Die Gewalt forderte bereits Hunderte Todesopfer, und Hunderttausende wurden aus ihrer Heimat vertrieben. Im M\u00e4rz 2023 hielten sich laut einem Bericht des Fl\u00fcchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen in Niger mehr als 700 000 schutz- und hilfsbed\u00fcrftige Personen auf, darunter \u00fcber 300 000 ausl\u00e4ndische Fl\u00fcchtlinge sowie 360 000 Binnenfl\u00fcchtlinge.<\/p>\n<p>Aufgrund der prek\u00e4ren Sicherheitslage kommt kaum humanit\u00e4re Hilfe im Land an. Das treibt die Spirale der Verelendung des \u00fcberwiegenden Teils der Bev\u00f6lkerung voran. Terrorangriffe richten sich auch gezielt gegen Angeh\u00f6rige der christlichen Minderheit, Kirchen und religi\u00f6se Einrichtungen. Deshalb \u00fcben viele Christen ihren Glauben nicht mehr \u00f6ffentlich aus.<\/p>\n<h3><strong>\u201ePolitik der ausgetreckten Hand\u201c<\/strong><\/h3>\n<p>Der 2021 frei gew\u00e4hlte Pr\u00e4sident Bazoum unternahm im Rahmen einer \u201ePolitik der ausgestreckten Hand\u201c Anstrengungen, um den radikalen Islamismus zur\u00fcckzudr\u00e4ngen. Er initiierte zum Beispiel Gespr\u00e4che zwischen der Regierung und den Islamistengruppen <em>Jama\u2019at Nusrat al-Islam wal-Muslimin<\/em> (JNIM) und dem Islamischen Staat in der Provinz Sahel (ISSP). Daraufhin ging die Gewalt im Norden der Region Tillab\u00e9ri zur\u00fcck. Auch zwischen den Religionsgemeinschaften gab es einige Dialogbem\u00fchungen, was zu einer vorsichtigen Hoffnung mit Blick auf die Lage der Religionsfreiheit f\u00fchrte.<\/p>\n<p><em>Das ausf\u00fchrliche L\u00e4nderportr\u00e4t Niger im Bericht \u201eReligionsfreiheit weltweit 2023\u201c von KIRCHE IN NOT ist hier abrufbar: <span style=\"color: #ff0000;\"><a style=\"color: #ff0000;\" href=\"https:\/\/acninternational.org\/religiousfreedomreport\/de\/berichte\/land\/2023\/niger\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8230; zum Bericht<\/a><\/span><\/em><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Terror richtet sich auch gegen muslimische Mehrheit In Niger hat eine Milit\u00e4rjunta Staatspr\u00e4sident Mohamed Bazoum abgesetzt und die Macht \u00fcbernommen. Das westafrikanische Land, das 1960 seine staatliche Unabh\u00e4ngigkeit von Frankreich erlangte, ist schon seit Jahrzehnten von Instabilit\u00e4t gepr\u00e4gt. Das betrifft auch das Menschenrecht auf Religionsfreiheit. 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