{"id":4683,"date":"2024-01-08T10:14:31","date_gmt":"2024-01-08T09:14:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/?p=4683"},"modified":"2024-01-08T10:14:50","modified_gmt":"2024-01-08T09:14:50","slug":"weihnachtsmassaker-nigeria","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/weihnachtsmassaker-nigeria\/","title":{"rendered":"Fast 200 Tote bei Weihnachtsmassaker in Zentralnigeria"},"content":{"rendered":"\n<p>Fast 200 Christen wurden zwischen dem 23. und 26. Dezember bei einem koordinierten und gezielten Angriff auf 26 christliche Gemeinden im Bundesstaat Plateau in Zentralnigeria von Fulani-Milizion\u00e4ren get\u00f6tet.\u00a0\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Wie der Leiter der Kommunikationsabteilung der Di\u00f6zese Pankshin, Pater Andrew Dewan, gegen\u00fcber dem weltweiten katholischen Hilfswerk \u201eKirche in Not\u201c (ACN) best\u00e4tigte, richteten sich die Angriffe speziell gegen Christen: \u201eIch wohne in derselben Gemeinde und kann best\u00e4tigen, dass die Opfer in den Gebieten, in denen sie sich ereignet haben, mit wenigen Ausnahmen zu 100 % Christen sind&#8220;, so Dewan.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Angriffe begannen in der Nacht zum 23. Dezember in der l\u00e4ndlichen Gemeinde Mushu, wo etwa 18 Menschen get\u00f6tet und mehrere verletzt wurden. Gerade als die Menschen versuchten, die Geschehnisse in Mushu zu verarbeiten, wurde das Dorf Tudun Mazat angegriffen. Die Angreifer st\u00fcrmten die Gemeinde am Abend, als die meisten Menschen gerade zu Abend a\u00dfen oder Freunde besuchten. Bevor die Menschen Alarm schlagen konnten, waren die Banditen bereits \u00fcber sie hergefallen. Menschen wurden sofort erschossen, H\u00e4user und geernteter Mais wurden in Brand gesteckt, auch Kirchen und Kliniken wurden niedergebrannt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Attacken haben auch religi\u00f6se Gr\u00fcnde<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch war an jenem Morgen zur Weihnachtsmesse f\u00fcr die katholische Gemeinde gegangen. Von Tudun Mazat aus fielen Fulani-Terroristen \u00fcber Maiyanga her und t\u00f6teten 13 Menschen. Etwa 20 weitere Gemeinden wurden in dieser Nacht angegriffen&#8220;, sagt Pater Andrew. Alles deute darauf hin, dass Milizion\u00e4re der muslimischen Volksgruppe der Fulani-Hirten f\u00fcr dieses Massaker an Christen verantwortlich sind. \u201eIn Gemeinden, in denen Christen Seite an Seite mit Fulani leben, waren keine Fulani betroffen, und es wurden keine Fulani-H\u00e4user niedergebrannt. \u00dcberlebende Zeugen haben keinen Zweifel, dass die Angreifer Fulani waren&#8220;, so Pater Andrew.<\/p>\n\n\n\n<p>Die muslimischen Fulani-Hirten stammen aus der Sahel-Region, die einst bewohnbar war und Weideland f\u00fcr Viehhirten bot, heute aber eine W\u00fcste ist. Das habe sie veranlasst, nach S\u00fcden zu ziehen, um gr\u00fcnere Weiden zu finden. In diesem Teil des nigerianischen &#8222;Zentralg\u00fcrtels&#8220; f\u00e4nden diese Angriffe der Fulani-Hirten statt, um neues Weideland zu erhalten und so die christliche Bev\u00f6lkerung zu vertreiben. F\u00fcr den Sprecher der Di\u00f6zese Pankshin zeigt dieser j\u00fcngste Angriff, dass es sich auch um einen religi\u00f6sen Konflikt handelt. \u201eDie Tatsache, dass es an Weihnachten geschah und dass die Christen in einer gemischten Gemeinschaft, in der Muslime nicht angegriffen werden, gezielt attackiert wurden, weist eindeutig auf einen religi\u00f6sen Konflikt hin. Das Ziel war es, den Christen ein Maximum an Schmerz und Zerst\u00f6rung zuzuf\u00fcgen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Pater Andrew prangerte die Passivit\u00e4t der Sicherheitskr\u00e4fte bei der Verhinderung der Trag\u00f6die an, obwohl es seit Tagen Ger\u00fcchte gab, dass die Fulani einen Angriff in diesen D\u00f6rfern planten. \u201eDas h\u00e4tte die Sicherheitskr\u00e4fte in Alarmbereitschaft versetzen m\u00fcssen, aber wie \u00fcblich wurden sie \u00fcberrumpelt. Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem der Drang der Menschen, das Gesetz in die eigenen H\u00e4nde zu nehmen, sehr stark ist&#8220;, warnte er.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eKirche in Not\u201c fordert Ma\u00dfnahmen der Regierung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Pr\u00e4sidentin von \u201eKirche in Not\u201c (ACN) International, Regina Lynch, bedauert diese neue Welle der Gewalt gegen Christen in Nigeria: \u201eDieses Jahr begann mit der brutalen Ermordung von Pater Isaac Achi am 15. J\u00e4nner und endet nun mit der sinnlosen T\u00f6tung von fast 200 Christen. Viele andere haben im Laufe des Jahres ihr Leben durch Gewalt verloren. Wir fordern die Regierung auf, sich endlich mit diesem Problem zu befassen und f\u00fcr die Sicherheit ihrer B\u00fcrger zu sorgen. Wir bitten unsere Freunde und Wohlt\u00e4ter dringend, weiterhin f\u00fcr Nigeria zu beten. \u201aKirche in Not\u2018 wird alles tun, um weiterhin in jeder erdenklichen Weise zu helfen. Unsere christlichen Br\u00fcder und Schwestern in Nigeria und anderen L\u00e4ndern der Welt sind die &#8218;heiligen Unschuldigen&#8216; des 21. Jahrhunderts. Wir sind zuversichtlich, dass ihr Blut, das sie als Nachfolger Jesu vergie\u00dfen, die Saat f\u00fcr neue Christen sein wird&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eKirche in Not\u201c (ACN) werde weiterhin verfolgte Christen in Nigeria unterst\u00fctzen, wo die Christen neben den schrecklichen Konflikten, die von den Fulani verursacht werden, auch unter den Angriffen der Boko Haram-Terroristen und des Islamischen Staates von Westafrika im Norden des Landes leiden.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Bitte unterst\u00fctzen Sie die Nothilfe und die Arbeit der Kirche in Nigeria mit Ihrer Spende<\/em>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fast 200 Christen wurden zwischen dem 23. und 26. 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