{"id":4739,"date":"2024-02-14T12:28:58","date_gmt":"2024-02-14T11:28:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/?p=4739"},"modified":"2024-02-14T12:29:44","modified_gmt":"2024-02-14T11:29:44","slug":"mosambik-unruhen-verschaerfen-sich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/mosambik-unruhen-verschaerfen-sich\/","title":{"rendered":"Angriffe auf Gemeinden und Kirchen \u2013 die Unruhen versch\u00e4rfen sich"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Missionare, Priester und Ordensschwestern sind gezwungen, nach Pemba oder in andere gr\u00f6\u00dfere St\u00e4dte zu fliehen, die mit dem Zustrom der Fl\u00fcchtlinge \u00fcberfordert sind.<\/h2>\n\n\n<p>Nach Informationen von Missionaren vor Ort gegen\u00fcber dem Hilfswerk KIRCHE IN NOT (ACN) wird die Provinz Cabo Delgado im Norden Mosambiks weiterhin von bewaffneten Aufst\u00e4ndischen ersch\u00fcttert, die zeitgleiche Angriffe ver\u00fcben.<\/p>\n<p>Die Aufst\u00e4nde im Norden Mosambiks begannen 2017, haben jedoch seit Anfang 2024 wieder zugenommen. Allein in den letzten Tagen gab es mehrere weitere \u00dcberf\u00e4lle auf St\u00e4dte und D\u00f6rfer, Menschen wurden get\u00f6tet oder entf\u00fchrt.<\/p>\n<p><strong>\u00dcberf\u00e4lle haben seit Anfang 2024 wieder zugenommen<\/strong><\/p>\n<p>Am 9. Februar griffen die Terroristen, die sich zum Islamischen Staat bekennen, drei Gemeinden in der Gegend von Mazeze an, 100 Kilometer s\u00fcdlich von Pemba, der Hauptstadt von Cabo Delgado. \u201eKirchen wurden niedergebrannt, ebenso wie die H\u00e4user der Bev\u00f6lkerung\u201c, sagt ein \u00f6rtlicher Missionar, der aus Sicherheitsgr\u00fcnden nicht namentlich genannt werden m\u00f6chte. Die Anschl\u00e4ge sowie Ger\u00fcchte \u00fcber weitere terroristische Aktivit\u00e4ten in den Nachbarregionen h\u00e4tten zur Vertreibung von Hunderten von Menschen gef\u00fchrt, die weite Strecken durch den Busch zur\u00fcckgelegt h\u00e4tten, um in Pemba oder in der n\u00e4chstgelegenen Stadt Chi\u00fare Zuflucht zu finden, welche allm\u00e4hlich unter den Auswirkungen der \u00dcberbev\u00f6lkerung litten, erkl\u00e4rt er.<\/p>\n<p>Eine Missionarin, die ebenfalls nicht namentlich genannt werden m\u00f6chte, best\u00e4tigt, die Terroristen h\u00e4tten H\u00e4user und Kirchen in mehreren D\u00f6rfern zerst\u00f6rt und sich nun \u201e\u00fcber die s\u00fcdlichen und zentralen Bezirke\u201c von Cabo Delgado verteilt, obwohl \u201edas endg\u00fcltige Ziel der Bewegungen oder Angriffe noch nicht klar\u201c sei.<\/p>\n<p><strong>Viele Missionare sind vertrieben worden<\/strong><\/p>\n<p>\u201eAuch viele Missionare sind vertrieben worden\u201c, erz\u00e4hlt ein lokaler Priester gegen\u00fcber KIRCHE IN NOT, \u201eder Priester einer der Gemeinden ist nach Pemba, Sitz der Di\u00f6zese, gezogen, ebenso wie die Ordensschwestern, die in der N\u00e4he wohnten. Andere Missionare folgen diesem Beispiel, um sich selbst, aber auch die Bev\u00f6lkerung zu sch\u00fctzen\u201c, best\u00e4tigt er. Selbst zu gehen ist oft das Beste, um die Menschen zu sch\u00fctzen, denn wenn die Priester oder Schwestern in den D\u00f6rfern blieben, f\u00fchlen sich die Menschen oft sicher und bleiben bei ihnen.<\/p>\n<p>Seit 2017 gab es verschiedene Phasen von Angriffen, mit Attacken auf milit\u00e4rische oder staatliche Strukturen sowie auf D\u00f6rfer und zivile Gemeinden. Jeder in Cabo Delgado &#8211; Christen als auch Muslime \u2013 wird zum Ziel des Terrors. In den letzten Jahren gab es jedoch F\u00e4lle von Angriffen auf spezifisch christliche Ziele und Gemeinden, darunter F\u00e4lle, in denen die Dschihadisten Christen von Muslimen trennten und erstere hinrichteten.<\/p>\n<p><strong>Methoden werden dreister<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDas Dorf, das in der Region Chi\u00fare angegriffen wurde, war bereits vor etwa zwei Jahren Opfer von Attacken\u201c, sagt der Priester. \u201eDie Angriffe waren nicht auf D\u00f6rfer mit christlichen Kirchen beschr\u00e4nkt. Wie immer wurde einfach alles angegriffen: Kirchen, aber auch Moscheen und vor allem die Bev\u00f6lkerung und ihre H\u00e4user.\u201c<\/p>\n<p>Neben einer Zunahme der Anschl\u00e4ge scheinen die Terroristen auch dreister in ihren Methoden geworden zu sein. Bei einem k\u00fcrzlichen Angriff auf die Stadt Mucojo im J\u00e4nner blieben die Dschihadisten mindestens zwei Tage lang, anstatt wie bisher einfach nur die H\u00e4user zu zerst\u00f6ren und zur\u00fcck in den Busch zu fliehen, und das, obwohl die Streitkr\u00e4fte Mosambiks und anderer verb\u00fcndeter L\u00e4nder, die sich um die Eind\u00e4mmung der Gewalt bem\u00fchen, in der N\u00e4he waren. Etwas mehr als eine Woche sp\u00e4ter, am 31. J\u00e4nner, \u00fcberfielen Terroristen einen Milit\u00e4rkonvoi und t\u00f6teten zwei mosambikanische Soldaten.<\/p>\n<p><strong>Aufst\u00e4nde haben bereits \u00fcber 5 000 Todesopfer gefordert<\/strong><\/p>\n<p>Die Aufst\u00e4nde in Mosambik haben bereits mehr als f\u00fcnftausend Todesopfer gefordert und zur Vertreibung von \u00fcber einer Million Menschen gef\u00fchrt, obwohl die aktuellen Zahlen wahrscheinlich deutlich h\u00f6her liegen.<\/p>\n<p>Die katholische Kirche engagiert sich intensiv f\u00fcr die Vertriebenen im Norden Mosambiks und f\u00fcr eine friedliche L\u00f6sung des Konflikts, wobei sie sowohl die Terroristen als auch die harte Reaktion der Regierung kritisiert hat.<\/p>\n<p>Mosambik, insbesondere die Region Cabo Delgado, ist f\u00fcr \u201eKirche in Not\u201c ein Schwerpunktland auf dem afrikanischen Kontinent. Das Hilfswerk hat mehrere Projekte f\u00fcr seelsorgerische und psychosoziale Hilfe f\u00fcr die Opfer des Terrorismus unterst\u00fctzt, aber auch die Lieferung von Material f\u00fcr den Bau von Gemeindezentren sowie die Anschaffung von Fahrzeugen f\u00fcr die Missionare, die mit den Umsiedlungseinrichtungen zusammenarbeiten, die Familien auf der Flucht vor Gewalt aufnehmen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Missionare, Priester und Ordensschwestern sind gezwungen, nach Pemba oder in andere gr\u00f6\u00dfere St\u00e4dte zu fliehen, die mit dem Zustrom der Fl\u00fcchtlinge \u00fcberfordert sind. Nach Informationen von Missionaren vor Ort gegen\u00fcber dem Hilfswerk KIRCHE IN NOT (ACN) wird die Provinz Cabo Delgado im Norden Mosambiks weiterhin von bewaffneten Aufst\u00e4ndischen ersch\u00fcttert, die zeitgleiche Angriffe ver\u00fcben. 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