{"id":4825,"date":"2024-05-15T11:18:17","date_gmt":"2024-05-15T09:18:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/?p=4825"},"modified":"2024-05-15T11:18:55","modified_gmt":"2024-05-15T09:18:55","slug":"mosambik-terror-massenflucht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/mosambik-terror-massenflucht\/","title":{"rendered":"Neue Terroranschl\u00e4ge verursachen eine Massenflucht von Zivilisten"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Cabo Delgado ist bei zwei gro\u00dfen bewaffneten Angriffen verw\u00fcstet worden. Militante Gruppen, die mutma\u00dflich mit dem Islamischen Staat in Verbindung stehen, nahmen die Stadt Macomia und die D\u00f6rfer Cajerene und Missufine ins Visier, wodurch sich die Krise der Binnenfl\u00fcchtlinge noch weiter versch\u00e4rfte. W\u00e4hrend die Gewalt eskaliert, intensiviert die Kirche ihre humanit\u00e4re Hilfe im Norden von Mosambik.<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Lage in der Provinz Cabo Delgado, Mosambik, hat sich in den letzten Tagen nach zwei neuen schweren terroristischen Angriffen auf D\u00f6rfer und St\u00e4dte der Region, darunter auch Macomia, wo sich ein Milit\u00e4rst\u00fctzpunkt befindet, weiter verschlechtert. Nach Informationen des internationalen katholischen Hilfswerks KIRCHE IN NOT (ACN) ergriffen Hunderte von Einwohnern die Flucht und suchen Zuflucht im Busch oder versuchen, sicherere Gebiete zu erreichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Anschl\u00e4ge fanden zwischen dem 10. und 11. Mai statt. In den fr\u00fchen Morgenstunden des 10. Mai griffen die Terroristen, die sich zum Islamischen Staat bekennen, die strategisch wichtige Stadt Macomia an, die 180 Kilometer von der Provinzhauptstadt Pemba entfernt liegt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Macomia war bereits im Juni 2020 Ziel von Anschl\u00e4gen gewesen, galt aber in den vergangenen Jahren aufgrund eines St\u00fctzpunkts der mosambikanischen Verteidigungs- und Sicherheitskr\u00e4fte als sicherer als der Rest der Region. Die Terroristen griffen jedoch genau diesen St\u00fctzpunkt an, was zu einem langwierigen Kampf f\u00fchrte, der bis zum fr\u00fchen Samstagnachmittag andauerte, als die Aufst\u00e4ndischen abzogen. Daniel Eir\u00f3, ein Journalist des di\u00f6zesanen Radiosenders in Pemba, erkl\u00e4rte gegen\u00fcber KIRCHE IN NOT: \u201eDie Lage in Macomia ist wirklich schlimm. Die Aufst\u00e4ndischen kamen im Morgengrauen, die Bev\u00f6lkerung ist auf der Flucht.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Riesige Spur von Vandalismus und Zerst\u00f6rung<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Angriff ist ein weiterer Beweis daf\u00fcr, dass die Terroristen in den vergangenen Monaten mutiger geworden sind. In einem Video, das KIRCHE IN NOT geschickt wurde, ist ein junger Mann auf der Flucht zu sehen, der berichtet, dass \u201ein der Gegend von Macomia gerade ein schreckliches Feuergefecht stattfindet und die Menschen, die in der Stadt geblieben sind, Hilfe brauchen\u201c. Die Terroristen h\u00e4tten \u201emit allem\u201c zugeschlagen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Laut Berichten aus der Bev\u00f6lkerung, die KIRCHE IN NOT aus lokalen Quellen erhalten hat, haben die Extremisten eine riesige Spur von Vandalismus und Zerst\u00f6rung an H\u00e4usern und an der sozialen Infrastruktur hinterlassen, mehrere H\u00e4user in Brand gesetzt und sogar Leichen; auf den Stra\u00dfen zur\u00fcck gelassen. Es liegen jedoch keine offiziellen Angaben \u00fcber die genaue Zahl der zivilen Opfer vor.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Stunden sp\u00e4ter wurden auch die nur 70 Kilometer von Pemba entfernten D\u00f6rfer Missufine und Cajerene angegriffen, was zu einer zweiten Massenflucht von Zivilisten f\u00fchrte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unabh\u00e4ngig voneinander best\u00e4tigten verschiedene lokale kirchliche Quellen gegen\u00fcber dem Hilfswerk KIRCHE IN NOT diese Angriffe.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sechseinhalb Jahre des Terrors<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der anhaltende Aufstand in Cabo Delgado im Norden von Mosambik, bei dem militante Islamisten, die einen islamischen Staat errichten wollen, gegen die mosambikanischen Sicherheitskr\u00e4fte k\u00e4mpfen, begann im Oktober 2017. Er forderte bereits Tausende von Todesopfern und Hunderttausende Binnenfl\u00fcchtlinge.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Gespr\u00e4ch mit KIRCHE IN NOT beklagte Bischof Diamantino Antunes der Di\u00f6zese Tete, im Westen der Zentralregion des Landes, die weitl\u00e4ufige Zerst\u00f6rung \u201eDutzender D\u00f6rfern\u201c sowie \u201e\u00f6ffentlicher und sozialer Infrastruktur, einschlie\u00dflich von Kapellen\u201c. \u201eLiebe Br\u00fcder und Schwestern, ich bitte Sie, ihre Herzen weiterhin f\u00fcr die Schreie unserer Br\u00fcder zu \u00f6ffnen, f\u00fcr sie zu beten und diejenigen, die ihnen helfen, durch Ihre Gro\u00dfz\u00fcgigkeit zu unterst\u00fctzen\u201c, so der Bischof.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach Angaben der Internationalen Organisation f\u00fcr Migration f\u00fchrten die Terroranschl\u00e4ge in der zweiten Aprilh\u00e4lfte 2024 zu rund 50 000 neuen Binnenfl\u00fcchtlingen, eine Zahl, die durch die Anschl\u00e4ge des vergangenen Wochenendes noch weiter gestiegen sein d\u00fcrfte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr KIRCHE IN NOT ist Mosambik ein Schwerpunktland. Das katholische Hilfswerk unterst\u00fctzt die Di\u00f6zese Pemba in Form von Soforthilfe, Seelsorgeprojekten und psychosozialer Hilfe f\u00fcr die vom Terrorismus direkt betroffene Bev\u00f6lkerung. Dar\u00fcber hinaus hat KIRCHE IN NOT auch durch die Bereitstellung von Materialien f\u00fcr den Bau von Dutzenden von H\u00e4usern und Gemeindezentren sowie durch den Kauf von Fahrzeugen f\u00fcr Missionare, die direkt mit den vertriebenen Gemeinschaften arbeiten, geholfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Cabo Delgado ist bei zwei gro\u00dfen bewaffneten Angriffen verw\u00fcstet worden. Militante Gruppen, die mutma\u00dflich mit dem Islamischen Staat in Verbindung stehen, nahmen die Stadt Macomia und die D\u00f6rfer Cajerene und Missufine ins Visier, wodurch sich die Krise der Binnenfl\u00fcchtlinge noch weiter versch\u00e4rfte. 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