{"id":4850,"date":"2024-06-17T10:13:00","date_gmt":"2024-06-17T08:13:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/?p=4850"},"modified":"2024-06-13T11:23:43","modified_gmt":"2024-06-13T09:23:43","slug":"zwei-jahre-nach-pfingstmassaker","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/zwei-jahre-nach-pfingstmassaker\/","title":{"rendered":"Zwei Jahre nach Pfingstmassaker sind Verd\u00e4chtige noch immer nicht angeklagt"},"content":{"rendered":"\n<p>Zwei Jahre nach dem Anschlag auf die katholische Kirche St. Franz Xaver in Owo im nigerianischen Bundesstaat Ondo befinden sich mehrere Verd\u00e4chtige zwar in Haft, eine juristische Aufarbeitung ist jedoch noch nicht in Sicht. Daran erinnerte Gemeindepfarrer Michael Abugan im Gespr\u00e4ch mit KIRCHE IN NOT.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 5. Juni 2022, dem Pfingstsonntag, hatten bewaffnete T\u00e4ter die vollbesetzte Kirche in Owo gest\u00fcrmt, als gerade die heilige Messe zu Ende ging. Sie schossen in die Menge und z\u00fcndeten Sprengk\u00f6rper. Augenzeugen berichteten, dass die Attacke \u00fcber 20 Minuten dauerte. Lokalen Angaben zufolge starben 41 Menschen, \u00fcber 70 wurden verletzt. Es bekannte sich keine Gruppierung zu der Tat, die Ausf\u00fchrung legt jedoch einen islamistischen Hintergrund nahe.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Gottesdienste auch nach dem Anschlag immer voll<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Pfarrer Abugan betonte, dass die \u00dcberlebenden des Attentats trotz der traumatischen Erfahrungen \u201esehr entschlossen, sehr engagiert und sehr widerstandsf\u00e4hig in ihrer Glaubenspraxis seien\u201c. Die Gottesdienste am Ort des Anschlags seien \u201eimmer voll\u201c. Die Pfarrei Owo habe seit dem Anschlag zehn weitere Au\u00dfenstellen er\u00f6ffnet.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Kirche St. Franz Xaver wurde nach der Tat renoviert, seit der Karwoche 2023 finden dort wieder heilige Messen und Andachten statt. Die Di\u00f6zese Ondo plant einen Gedenkgarten mit den Namen der Opfer und als Ort des Gebets um Frieden. \u201eKirche in Not\u201c unterst\u00fctzt den Bau der Gedenkst\u00e4tte mit Spenden. \u201eDas Gedenken ist wichtig, um f\u00fcr die Verstorbenen zu beten, und um zeigen zu k\u00f6nnen, wie die Gl\u00e4ubigen mit ihrem Blut den christlichen Glauben bezeugt haben\u201c, erkl\u00e4rte Damian Ezeokafor, Sprecher der Di\u00f6zese Ondo.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u201eEs gibt keinen Seelenfrieden\u201c<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Zu den \u00dcberlebenden des Anschlags geh\u00f6rt Margaret Attah. Die gelernte Krankenschwester verlor bei dem Anschlag beide Beine und ein Auge. Sie betonte, dass viele Gemeindemitglieder immer noch Furcht h\u00e4tten \u201eihre H\u00e4user zu verlassen\u201c. Hinzu komme die Angst vor Entf\u00fchrungen, die in weiten Teilen Nigerias an der Tagesordnung sind. \u201eEs gibt keinen Seelenfrieden. Wir k\u00f6nnen nicht schlafen oder kurze Strecken ohne Angst zur\u00fccklegen\u201c, beklagte Attah. Kraft gebe ihr der gelebte Glaube und das Gebet: \u201eWir m\u00fcssen weiterhin zu Gott beten, dass sein Reich komme. Gott allein soll in Nigeria herrschen \u2013 nur so k\u00f6nnen wir Frieden haben.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zwei Jahre nach dem Anschlag auf die katholische Kirche St. Franz Xaver in Owo im nigerianischen Bundesstaat Ondo befinden sich mehrere Verd\u00e4chtige zwar in Haft, eine juristische Aufarbeitung ist jedoch noch nicht in Sicht. Daran erinnerte Gemeindepfarrer Michael Abugan im Gespr\u00e4ch mit KIRCHE IN NOT. Am 5. 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