{"id":4902,"date":"2024-08-23T10:41:46","date_gmt":"2024-08-23T08:41:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/?p=4902"},"modified":"2024-08-23T10:45:25","modified_gmt":"2024-08-23T08:45:25","slug":"acht-jahre-unschuldig-in-pakistan-inhaftiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/acht-jahre-unschuldig-in-pakistan-inhaftiert\/","title":{"rendered":"Acht Jahre unschuldig in Pakistan inhaftiert"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Shagufta Kausar wurde f\u00e4lschlicherweise der Blasphemie bezichtigt und verbrachte fast acht Jahre lang getrennt von ihrer Familie. Ihr Mann wurde w\u00e4hrend dieser Zeit geschlagen und gefoltert. Beide standen unter immensem Druck, zum Islam zu konvertieren. Nun, nach ihrer Freilassung, berichtet Kausar in einem Interview mit KIRCHE IN NOT<\/em><em>, wie sie aus ihrem Glauben Kraft sch\u00f6pft<\/em>e<em>.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Frau Kausar, Sie wurden zu Unrecht der Blasphemie beschuldigt und verbrachten fast acht Jahre in einem pakistanischen Gef\u00e4ngnis. Wie ist es, Christin in Pakistan zu sein<\/strong><strong>?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Christen in Pakistan sind starker Verfolgung ausgesetzt: Viele werden f\u00e4lschlicherweise der Blasphemie beschuldigt und inhaftiert. Schon die allt\u00e4glichsten Dinge k\u00f6nnen f\u00fcr uns kompliziert werden, da jeder Nachbar eine Anschuldigung erheben k\u00f6nnte \u2013 wie im Fall von Sarghoda, wo ein Milchmann einen Christen zu Unrecht beschuldigte, eine Seite des Korans verbrannt zu haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Woher nahmen Sie die Kraft, so viele Jahre der Gefangenschaft und Trennung von ihren Angeh\u00f6rigen zu ertragen<\/strong><strong>?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Obwohl ich kein Mobiltelefon besa\u00df, wurde mir vorgeworfen, eine blasphemische SMS an einen \u00f6rtlichen Imam gesendet zu haben, woraufhin ich in Einzelhaft kam. Nach meiner Verurteilung zum Tode litt ich unter Hitze, Hunger und der Trennung von meiner Familie. Das Einzige, was mir Halt gab und mir Ruhe schenkte, war mein Glaube an Jesus Christus. Ich las in Matth\u00e4us 6,27: \u201eWer von euch kann mit all seiner Sorge sein Leben auch nur um eine kleine Spanne verl\u00e4ngern?\u201c Ich habe \u00fcber meinen Glauben nachgedacht und f\u00fchlte mich innerlich gest\u00e4rkt. Ich war nicht mehr allein; Gott war mit mir in diesem Kampf zwischen Leben und Tod.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wie hat diese Situation Ihre Familie und Freunde beeinflusst<\/strong><strong>?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend meiner Inhaftierung hoffte ich, meine Kinder zu sehen, doch drei Jahre lang war das nicht m\u00f6glich. Die Jungen wurden in ein staatliches Schutzzentrum gebracht. Sie lebten in Angst, da sie als minderj\u00e4hrige Kinder einer wegen Blasphemie angeklagten Person stigmatisiert wurden. Die Menschen hatten ihnen gegen\u00fcber Vorurteile und hielten sie in Isolation. Mein Mann, der behindert ist, wurde ebenfalls verhaftet und im Gef\u00e4ngnis misshandelt: Er wurde kopf\u00fcber aufgeh\u00e4ngt und geschlagen, um ihn zu einem falschen Gest\u00e4ndnis zu zwingen. Wir waren jedoch unschuldig und konnten trotz der Folter nicht gestehen, was wir nicht getan hatten. Wir weigerten uns, zum Islam zu konvertieren, da wir unseren Glauben an Jesus Christus nicht aufgeben wollten. Mein Bruder und meine Schw\u00e4gerin bem\u00fchten sich, uns rechtlichen Beistand zu verschaffen, und auch die Europ\u00e4ische Union half, meine Unschuld zu beweisen. Ich hatte Gl\u00fcck, aber viele andere sitzen immer noch im Gef\u00e4ngnis. Wenn Pakistan nichts unternimmt, um weiteren Missbrauch dieses Gesetzes zu verhindern, wird es noch viele Asia Bibis und Shagufta Kausars geben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Viele unserer Wohlt\u00e4ter spenden gro\u00dfz\u00fcgig, um Christen in Pakistan zu unterst\u00fctzen. Haben Sie eine Botschaft f\u00fcr sie?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pakistan ist ein sehr armes Land, in dem Christen die \u00c4rmsten der Armen sind. Weil sie sich zu einem anderen Glauben bekennen als die Mehrheit der Bev\u00f6lkerung, werden sie diskriminiert und ausgegrenzt. Wenn ein Christ der Blasphemie beschuldigt wird, nimmt kein vom Gericht bestellter Anwalt den Fall an, und kein Richter wagt ein gerechtes Urteil, da es bereits F\u00e4lle gab, in denen Anw\u00e4lte oder Richter von radikalen Gruppen get\u00f6tet wurden, weil sie Christen freigesprochen hatten. Deshalb brauchen Christen finanzielle Unterst\u00fctzung, um Anw\u00e4lte zu beauftragen. Aus diesen Gr\u00fcnden ist es f\u00fcr Christen schwierig, als B\u00fcrger und als Christen zu \u00fcberleben. Dank der Wohlt\u00e4ter von Aid to the Church in Need und vielen anderen Unterst\u00fctzern weltweit k\u00f6nnen wir nicht nur \u00fcberleben, sondern auch unseren Glauben bekennen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Shagufta Kausar wurde f\u00e4lschlicherweise der Blasphemie bezichtigt und verbrachte fast acht Jahre lang getrennt von ihrer Familie. Ihr Mann wurde w\u00e4hrend dieser Zeit geschlagen und gefoltert. Beide standen unter immensem Druck, zum Islam zu konvertieren. Nun, nach ihrer Freilassung, berichtet Kausar in einem Interview mit KIRCHE IN NOT, wie sie aus ihrem Glauben Kraft sch\u00f6pfte. 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