{"id":4906,"date":"2024-08-26T14:02:01","date_gmt":"2024-08-26T12:02:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/?p=4906"},"modified":"2024-08-26T14:02:24","modified_gmt":"2024-08-26T12:02:24","slug":"verbot-russisch-orthodoxer-kirche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/verbot-russisch-orthodoxer-kirche\/","title":{"rendered":"\u201eDie Kirchen d\u00fcrfen nicht angetastet werden\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p>\u201eWenn ich an die Gesetze denke, die k\u00fcrzlich in der Ukraine verabschiedet wurden, kommen mir \u00c4ngste um die Freiheit all jener, die beten\u201c, so Papst Franziskus am Ende des sonnt\u00e4glichen Angelusgebets. Die Gedanken von Papst Franziskus gingen, wie immer in den letzten zwei Jahren, an die Grenzen Europas, wo der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine weitergeht.<\/p>\n\n\n\n<p>Diesmal richten sich die Worte des Papstes jedoch an die ukrainischen Gesetzgeber: Das ukrainische Parlament, hatte in zweiter Lesung den Gesetzesentwurf \u201e\u00dcber den Schutz der verfassungsm\u00e4\u00dfigen Ordnung im Bereich der T\u00e4tigkeit religi\u00f6ser Organisationen\u201c beschlossen, der die T\u00e4tigkeit von \u201emit Russland verbundenen religi\u00f6sen Organisationen in der Ukraine\u201c verbietet, wobei im Text ausdr\u00fccklich auf die T\u00e4tigkeit der russisch-orthodoxen Kirche Bezug genommen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr das ukrainische Parlament hei\u00dft das konkret: \u201eDa die Russisch-Orthodoxe Kirche eine ideologische Fortsetzung des Regimes des Aggressorstaates ist und sich an Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit beteiligt, die im Namen der Russischen F\u00f6deration und der Ideologie der \u201arussischen Welt\u2018 begangen werden, sind die Aktivit\u00e4ten der Russisch-Orthodoxen Kirche in der Ukraine verboten\u201c.<br>Doch f\u00fcr den Bischof von Rom l\u00f6st dieses Dekret \u201e\u00c4ngste um die Freiheit all jener, die beten\u201c aus. \u201eWer betet\u201c, f\u00fcgte der Papst hinzu, \u201cbetet immer f\u00fcr alle. Wer betet, tut nichts B\u00f6ses. Wenn jemand Vebrechen gegen sein Volk begeht, ist er diesbez\u00fcglich schuldig, aber man kann nicht B\u00f6ses getan haben, weil man gebetet hat&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eLasst diejenigen, die beten wollen, in der Kirche beten, die sie f\u00fcr ihre Kirche halten. Bitte lasst keine christliche Kirche direkt oder indirekt abgeschafft werden. Die Kirchen d\u00fcrfen nicht angetastet werden\u201c,<br>\u201eAlso lasse man alle, die beten wollen beten, und zwar gem\u00e4\u00df der Kirche, die sie als die ihre sehen. Bitte, keine christliche Kirche sollte direkt oder indirekt verboten werden: Die Kirchen sind unantastbar!&#8220;, mahnt Papst Franziskus.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Papst brachte auch seine Verbundenheit mit dem \u201egeliebten Volk von Nicaragua\u201c zum Ausdruck. Viele Priester wurden ins Exil verbannt, katholische Vereinigungen wurden unterdr\u00fcckt, und erst vor wenigen Tagen wurde eine Steuer auf Almosen und Spenden der Gl\u00e4ubigen eingef\u00fchrt: \u201eIch ermutige euch, eure Hoffnung in Jesus zu erneuern\u201c, so das Oberhaupt der katholischen Kirche. \u201eDenkt daran, dass der Heilige Geist die Geschichte immer gem\u00e4\u00df seiner h\u00f6heren Pl\u00e4ne lenkt. M\u00f6ge die unbefleckte Jungfrau euch in den Momenten der Pr\u00fcfung sch\u00fctzen und ihre m\u00fctterliche Z\u00e4rtlichkeit sp\u00fcren lassen. Die Muttergottes begleite das geliebte nicaraguanische Volk.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Beide Appelle folgen auf den \u00fcblichen Kommentar zum Abschnitt des Sonntagsevangeliums, der sich diesmal auf die ber\u00fchmte Antwort des Petrus, der zu Jesus sagt: \u201eHerr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens\u201c. Papst Franziskus nennt dies \u201eeinen sch\u00f6nen Ausdruck, der von der Freundschaft und dem Vertrauen zeugt, die ihn und die anderen J\u00fcnger mit Christus verbinden\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Zw\u00f6lf \u201ehaben ihn predigen h\u00f6ren, sie haben die Wunder gesehen, die er gewirkt hat, und sie teilen auch weiter mit ihm die Momente des \u00f6ffentlichen Lebens und die Vertrautheit des Alltags\u201c auch wenn sie nicht immer verstehen, \u201ewas der Meister sagt und tut; manchmal f\u00e4llt es ihnen schwer, die Paradoxien seiner Liebe und die extremen Forderungen seiner Barmherzigkeit zu akzeptieren, ganz zu schweigen von der Radikalit\u00e4t seiner Art und Weise, sich allen zu schenken\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Und doch, so der Bischof von Rom, \u201ehaben Petrus und die anderen Apostel unter den vielen Lehrmeistern jener Zeit nur in ihm die Antwort auf den sie beseelenden Durst nach Leben, Freude und Liebe gefunden. Nur er hat sie die F\u00fclle des Lebens finden lassen, nach der sie suchten \u2013 \u00fcber die Grenzen der S\u00fcnde, ja sogar des Todes hinaus. Und das ist der Grund, warum sie nicht weggehen: Im Gegenteil, alle bis auf einen werden trotz vieler Momente der Schw\u00e4che und Zeiten der Reue bis zum Ende bei ihm bleiben\u201c.<br>Und das gelte auch f\u00fcr uns: \u201eAuch f\u00fcr uns ist es nicht leicht, dem Herrn nachzufolgen, seine Handlungsweise zu verstehen, uns seine Kriterien, sein Beispiel zu eigen zu machen. Das ist nicht leicht f\u00fcr uns. Doch je n\u00e4her wir ihm sind \u2013 je mehr wir uns sein Evangelium zu Herzen nehmen, seine Gnade in den Sakramenten empfangen, im Gebet seine N\u00e4he suchen, ihn in Demut und N\u00e4chstenliebe nachahmen \u2013 desto mehr erfahren wir, wie sch\u00f6n es ist, ihn zum Freund zu haben; und erkennen, dass er allein \u201eWorte des ewigen Lebens\u201c hat. (Quelle: Fidesdienst, Foto: Petar Milo\u0161evi\u0107\/wikipedia)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eWenn ich an die Gesetze denke, die k\u00fcrzlich in der Ukraine verabschiedet wurden, kommen mir \u00c4ngste um die Freiheit all jener, die beten\u201c, so Papst Franziskus am Ende des sonnt\u00e4glichen Angelusgebets. 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