{"id":4995,"date":"2024-12-05T09:24:00","date_gmt":"2024-12-05T08:24:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/?p=4995"},"modified":"2024-12-06T10:30:41","modified_gmt":"2024-12-06T09:30:41","slug":"bericht-verfolgt-und-vergessen-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/bericht-verfolgt-und-vergessen-2024\/","title":{"rendered":"Christenverfolgung hat weltweit zugenommen"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Neuer Bericht &#8222;Verfolgt und vergessen?&#8220; von KIRCHE IN NOT stellt eine weltweite Verschlechterung der Situation verfolgter und bedr\u00e4ngter Christen fest<\/h3>\n\n\n\n<p>Christen in zahlreichen L\u00e4ndern weltweit leiden unter steigender Gewalt, Diskriminierung und weiteren Verletzungen der Menschenrechte. Das ist das Ergebnis der Neuauflage des Berichts \u201eVerfolgt und Vergessen?\u201c, des weltweiten katholischen Hilfswerks \u201eKirche in Not\u201c (ACN).<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie Lage der Christen hat sich in vielen L\u00e4ndern verschlechtert\u201c, erkl\u00e4rt die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Pr\u00e4sidentin von \u201eKirche in Not\u201c (ACN), Regina Lynch. Sie weist ausdr\u00fccklich darauf hin, dass die Verfolgung und Diskriminierung nicht nur Christen, sondern auch Angeh\u00f6rigen anderer religi\u00f6ser Minderheiten betrifft. \u201eKirche in Not\u201c macht sich auch f\u00fcr die generelle Einhaltung des Menschenrechts auf Religionsfreiheit stark.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Bericht \u201eVerfolgt und vergessen?\u201c, den das Hilfswerk alle zwei Jahre herausgibt, liefert f\u00fcr den Zeitraum von Sommer 2022 bis Sommer 2024 globale und regionale Analysen von Christen in 18 L\u00e4ndern. Der Bericht enth\u00e4lt Zeugenaussagen aus erster Hand von \u00dcberlebenden antichristlicher Angriffe sowie Details zu Vorf\u00e4llen, die auf Informationen von Projektpartnern und Kontakten von \u201eKirche in Not\u201c beruhen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u201eAfrika ist zum Epizentrum islamistischer Gewalt geworden\u201c<\/h3>\n\n\n\n<p>Besonders besorgt blickt das Hilfswerk auf die Lage in Afrika. Dorthin habe sich vom Nahen Osten aus das \u201eEpizentrum islamistischer Gewalt\u201c verlagert, erkl\u00e4rt Lynch. In den untersuchten afrikanischen L\u00e4ndern wie Burkina Faso, Mosambik oder Nigeria l\u00f6sten \u201eislamistische Angriffe eine Massenmigration christlicher Gemeinschaften aus\u201c, hei\u00dft es in dem Bericht. Diese Entwicklung werfe \u201eFragen zum langfristigen \u00dcberleben der Kirche in afrikanischen Schl\u00fcsselregionen auf.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Lynch nannte China, Eritrea und den Iran als Beispiele f\u00fcr L\u00e4nder \u201ein denen Christen als Feinde des Staates ins Visier genommen werden.\u201c In anderen L\u00e4ndern setzten staatliche und nichtstaatliche Akteure \u201eGesetze zunehmend als Waffe ein, um Christen und andere Minderheiten zu unterdr\u00fccken.\u201c Wie \u201eVerfolgt und vergessen?\u201c dokumentiert, wurden zum Beispiel im Indien im Berichtszeitraum mehr als 850 Christen inhaftiert.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gewalt gegen christliche Frauen und M\u00e4dchen<\/h3>\n\n\n\n<p>Wiederholt finden sich im Bericht Schilderungen von Entf\u00fchrungen und Zwangskonversionen christlicher Frauen und M\u00e4dchen, zum Beispiel in Pakistan, oder abwertende Beitr\u00e4ge \u00fcber Christen in Schulb\u00fcchern. Einzig in Vietnam seien leichte Verbesserungen f\u00fcr Christen festzustellen, bilanziert \u201eVerfolgt und Vergessen?\u201c. Das Land habe zum Beispiel diplomatische Beziehungen mit dem Heiligen Stuhl aufgenommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Neu in der 18-j\u00e4hrigen Geschichte von \u201eVerfolgt und Vergessen?\u201c ist ein Bericht zur Lage in Nicaragua. Dort geht die Ortega-Regierung massiv gegen die Christen vor; zahlreiche kirchliche Mitarbeiter wurden verhaftet, Priester und Bisch\u00f6fe ausgewiesen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u201eChristen leiden unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig stark\u201c<\/h3>\n\n\n\n<p>Aus erster Hand berichtet uns Bischof Gerald Mamman Musa aus Katsina im Nordwesten Nigerias, dass die Region zu einem Brennpunkt organisierter Kriminalit\u00e4t und des gewaltt\u00e4tigen Extremismus geworden sei. Neben dschihadistischen Gruppen wie \u201eBoko Haram\u201c stellten Milizen aus dem Nomadenstamm der Fulani mittlerweile eine noch \u201egr\u00f6\u00dfere Bedrohung\u201c dar. Die Gewalt treffe Muslime wie Christen, betonte der Bischof. Allerdings litten Christen \u201eunverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig stark\u201c: So seien zwischen 2019 und 2023 \u00fcber 16 000 Christen get\u00f6tet worden.<\/p>\n\n\n\n<p>Entf\u00fchrungen von Priestern und kirchlichen Mitarbeitern seien mittlerweile an der Tagesordnung. \u201eAngriffe auf Kirchen, Entf\u00fchrungen und Morde sollen Angst sch\u00fcren, das Gemeinschaftsleben st\u00f6ren und die Aufmerksamkeit auf die Anliegen dieser Gruppen lenken\u201c, sagt der Bischof.<\/p>\n\n\n\n<p>Christen seien am Arbeitsplatz, in der Politik oder in der Rechtsprechung diskriminiert, da in zahlreichen nigerianischen Bundesstaaten die Scharia gelte. Die Ursachen f\u00fcr Intoleranz seien vielf\u00e4ltig, beruhten h\u00e4ufig aber auch auf einer Unkenntnis der Lebensweise und Ansichten der Angeh\u00f6rigen der jeweils anderen Religion. Musa fordert deshalb umfassende Bildungsbem\u00fchungen und Initiativen f\u00fcr Religionsfreiheit und Frieden: \u201eWir Christen Nigerias danken ,Kirche in Not\u2019 f\u00fcr die Unterst\u00fctzung in Krisenzeiten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der Bischof weist daraufhin, dass Verfolgung und Gewalt nicht zu einem R\u00fcckgang der religi\u00f6sen Praxis gef\u00fchrt h\u00e4tten. Das Gegenteil sei der Fall: \u201eDie Christen, die get\u00f6tet wurden, haben ihr Blut nicht umsonst vergossen. Viele Menschen werden angezogen vom Glauben.\u201c<\/p>\n\n\n<p><em>Der 45-seitige Bericht ist zum Preis von 2,50 Euro bestellbar: <span style=\"color: #ff0000;\"><a style=\"color: #ff0000;\" href=\"https:\/\/link.mediaoutreach.meltwater.com\/ls\/click?upn=u001.JYsVu9-2FUXYH7nljVfijjPKVI294haLL1nUW5oMFYKFfWmPDdO5-2F7b38qCxMEhH6QDRr0qHTHGVmVraR-2BjGgGD29Xj0I7CyISajw5phe2b-2BU-3D4LTR_XNdV93tNjoDF0dj34QQI8Aj-2FPtqKBUJBOllXCaUOV-2B7O6CaTTDgcisBWbD-2FFpOIM94O3Y3d4tEa0bcFTuC5lXCfaoNRDhbDhUX4kqUXb-2FuP-2BGBHXIPzzZYn3CjwhJ7rugWrOf7mFcnpx23I0eCoFWQAo80u2SjZnDQXKUYGWlaEvYQOWhkwFm3kRNSoUrltt7Xmu9B-2F858t0UZ5D5k04oJw7GCCBI6lXvXzolbPnwkSo-2BqDM0BIG-2BWQeQ0iV9wrO5Rh1QJJxH79zAXgVUvq-2F2vjYi1R1cuC9Tm80H8Q-2FZ0cwb87UHk7ZL9Qfu3wO6c38AMY7cBOjH-2BW84oy4CfMXEI9w7-2BFp-2Bapd4jWP7kbPZ0kwGcS5PVIAm3OTglPIfHss\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.kircheinnot.at\/shop<\/a><\/span> oder unter: KIRCHE IN NOT, Weimarer Str. 104\/3, 1190 Wien, Telefon: 01\/405 25 53, E-Mail: <span style=\"color: #ff0000;\"><a style=\"color: #ff0000;\" href=\"mailto:kin@kircheinnot.at\">kin@kircheinnot.at<\/a><\/span><\/em><\/p>\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neuer Bericht &#8222;Verfolgt und vergessen?&#8220; von KIRCHE IN NOT stellt eine weltweite Verschlechterung der Situation verfolgter und bedr\u00e4ngter Christen fest Christen in zahlreichen L\u00e4ndern weltweit leiden unter steigender Gewalt, Diskriminierung und weiteren Verletzungen der Menschenrechte. 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