{"id":5032,"date":"2025-01-20T10:03:57","date_gmt":"2025-01-20T09:03:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/?p=5032"},"modified":"2025-01-16T10:08:47","modified_gmt":"2025-01-16T09:08:47","slug":"wvi-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wvi-2025\/","title":{"rendered":"Christenverfolgung hat weiter zugenommen"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Zahl der Christen, die ein extremes oder hohes Ma\u00df an Verfolgung erleiden, hat weiter zugenommen: Im Berichtszeitraum vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 waren es weltweit 380 Millionen. Das sind 15 Millionen Betroffene mehr als im Jahr zuvor. Das geht aus dem 32. Weltverfolgungsindex (WVI) des \u00fcberkonfessionellen Hilfswerks Open Doors hervor, der am 15. Januar ver\u00f6ffentlicht wurde. Laut dem Bericht wurden weltweit 4.476 Christen in Zusammenhang mit der Aus\u00fcbung ihres Glaubens get\u00f6tet. Damit lag die Zahl der erfassten F\u00e4lle zwar niedriger als im Vorjahr (4.998), die Dunkelziffer d\u00fcrfte aber deutlich h\u00f6her liegen. Im Berichtszeitraum gab es 28.368 Angriffe auf H\u00e4user von Christen. Das waren deutlich mehr als im Vorjahr, in dem die Zahl bei 21.431 lag.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Christen werden als Staatsfeinde angesehen<\/h3>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Versch\u00e4rfung der Christenverfolgung seien in vielen F\u00e4llen vor allem autokratische Systeme verantwortlich, hei\u00dft es weiter in dem Bericht. Die h\u00e4rteste Unterdr\u00fcckung erleben Christen nach wie vor in Nordkorea. Das kommunistische Land steht wieder auf Platz 1 des WVI. Es belegt den unr\u00fchmlichen Spitzenplatz seit 2002 und wurde nur 2021 kurzzeitig von Afghanistan abgel\u00f6st, das aktuell auf Platz 10 rangiert. Die Lage in Nordkorea habe sich f\u00fcr die Betroffenen durch die Zusammenarbeit des Regimes mit dem ebenfalls kommunistischen Nachbarn China weiter verschlimmert, erkl\u00e4rte Open Doors. \u201eWer in Nordkorea als Christ entdeckt wird, muss um sein Leben f\u00fcrchten, mindestens aber mit der Einweisung in eines der ber\u00fcchtigten Straflager rechnen.\u201c Dort seien Folter und missbr\u00e4uchliche Gewalt in jeglicher Form an der Tagesordnung. Christen w\u00fcrden laut Augenzeugenberichten oft mit besonderer H\u00e4rte behandelt, weil sie wegen ihres Glaubens als Staatsfeinde angesehen w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Engmaschige \u00dcberwachung in China<\/h3>\n\n\n\n<p>Die wenigen erfolgreichen Fluchtversuche aus Nordkorea \u00fcber die Grenze nach China endeten h\u00e4ufig mit der Deportation der Gefl\u00fcchteten durch chinesische Grenzbeamte. Das atheistische Regime der Volksrepublik setze auch die Christen im eigenen Land immer st\u00e4rker unter Druck. Strikte ideologische Vorgaben w\u00fcrden mit einer engmaschigen \u00dcberwachung durchgesetzt. Die dabei eingesetzte Technik werde auch nach Nordkorea und in zahlreiche weitere L\u00e4nder exportiert. \u201eDie Zeiten, als nichtregistrierte ,Hauskirchen\u2018 sich in China an \u00f6ffentlichen Orten wie in Hotels oder B\u00fcrogeb\u00e4uden versammeln konnten \u2013 oftmals zu mehreren Hundert \u2013 sind vorbei\u201c, so das Hilfswerk. China hat sich im WVI von Platz 19 auf Rang 15 verschlechtert.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gewalt und religi\u00f6se Intoleranz<\/h3>\n\n\n\n<p>Auch andere Autokraten erh\u00f6hten den Druck auf Christen. So sei die Lage der Christen in der T\u00fcrkei wieder schwieriger geworden. Unter der Herrschaft des Pr\u00e4sidenten Recep Tayyip Erdogan sei religi\u00f6ser Nationalismus zu einer pr\u00e4genden Kraft innerhalb der islamischen Gesellschaft geworden. Christen und ihre Kirchen seien immer wieder verbaler und t\u00e4tlicher Gewalt ausgesetzt. Im aktuellen Berichtszeitraum seien zwei Christen get\u00f6tet worden. Zu anhaltender Verfolgung von Christen f\u00fchre auch der Hindu-Nationalismus der Regierung in Indien. Das bev\u00f6lkerungsreichste Land der Erde belegt im WVI wie im Vorjahr Platz 11. Unter den weiteren Staaten auf den obersten Pl\u00e4tzen hat es nur geringf\u00fcgige Verschiebungen gegeben: Somalia, Jemen, Libyen, Sudan, Eritrea, Nigeria, Pakistan und der Iran sind weiterhin die Schaupl\u00e4tze der schlimmsten Christenverfolgung in der Welt. Ein regionaler Brennpunkt bleibt der s\u00fcdlich der Sahara gelegene Teil Afrikas: Dort wurden im Berichtszeitraum 16 Millionen Christen gewaltsam vertrieben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Trotzdem Zeichen der Hoffnung<\/h3>\n\n\n\n<p>Trotz der weltweit zunehmenden Verfolgung gebe es aber auch Zeichen der Hoffnung, erkl\u00e4rte der Leiter von Open Doors, Markus Rode, zur Vorstellung des WVI. \u201eIch bin dankbar, dass Millionen verfolgter Christen ihren Glauben nicht aufgeben oder verleugnen, auch wenn bereits viele Christen in westliche L\u00e4nder geflohen sind.\u201c Parallel zur anhaltenden Verfolgung f\u00e4nden immer mehr Hindus, Muslime und Buddhisten neue Hoffnung im christlichen Glauben, auch wenn sie deshalb massiv von ihren eigenen Familien, religi\u00f6sen Extremisten und autokratischen Regierungen verfolgt w\u00fcrden. Rode appellierte an die freie Presse und demokratische Regierungen in westlichen L\u00e4ndern, ihre Stimme f\u00fcr verfolgte Christen zu erheben. \u201eDas kommt leider noch viel zu selten vor, k\u00f6nnte jedoch wesentlich zu ihrem Schutz beitragen.\u201c (Quelle: Open Doors)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Zahl der Christen, die ein extremes oder hohes Ma\u00df an Verfolgung erleiden, hat weiter zugenommen: Im Berichtszeitraum vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 waren es weltweit 380 Millionen. Das sind 15 Millionen Betroffene mehr als im Jahr zuvor. Das geht aus dem 32. 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