{"id":5071,"date":"2025-02-24T09:39:00","date_gmt":"2025-02-24T08:39:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/?p=5071"},"modified":"2025-02-24T09:39:01","modified_gmt":"2025-02-24T08:39:01","slug":"kongo-70-leichen-gefunden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/kongo-70-leichen-gefunden\/","title":{"rendered":"70 Leichen in einer Kirche in Lubero gefunden"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u00d6rtliche Quellen best\u00e4tigen Massaker<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Mehr als 70 Leichen wurden in einer protestantischen Kirche in einem Dorf in der Region Lubero in Nord-Kivu gefunden. Dies berichten lokale Quellen, die vom internationalen Hilfswerk \u201eKirche in Not\u201c (ACN) kontaktiert wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Vorfall ereignete sich zwischen dem 12. und 15. Februar in einem Dorf namens Maiba in der N\u00e4he von Lubero in Nord-Kivu. Am 12. Februar drangen Rebellen einer islamistischen Terrorgruppe ugandischer Herkunft in das Dorf ein und nahmen etwa 100 Menschen als Geiseln, wie Kontakte des Hilfswerks berichten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">&#8222;<strong>Viele Leichen waren gefesselt und einige enthauptet&#8220;<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>\u201eAm 15. Februar wurden 70 Leichen in einer evangelischen Kirche entdeckt, viele gefesselt und einige enthauptet. Unter den Opfern waren Frauen, Kinder und \u00e4ltere Menschen\u201c, so die Quelle, die \u201eKirche in Not\u201c aus Sorge vor Vergeltungsma\u00dfnahmen der zahlreichen bewaffneten Gruppen, die in der Region operieren, anonym halten m\u00f6chte.<\/p>\n\n\n\n<p>Bez\u00fcglich des Motivs f\u00fcr das Massaker und des Modus Operandi dieser Terrorgruppen f\u00fcgte die Kontaktperson hinzu: \u201eEs ist wahrscheinlich, dass diese ermordeten Menschen den erzwungenen Marsch nicht durchhalten konnten, denn wenn die Rebellen Geiseln nehmen, zwingen sie sie, mit ihnen lange Strecken zu Fu\u00df zur\u00fcckzulegen, und benutzen sie als Verst\u00e4rkung f\u00fcr ihre Gruppe und auch als Arbeitskr\u00e4fte f\u00fcr kriegerische Zwecke. Wenn es Beute gibt, brauchen sie Leute, die diese transportieren. Wenn man auf der Stra\u00dfe schlapp macht, ist das das Ende f\u00fcr einen. Ich denke, dass genau das mit diesen 70 Leuten passiert ist.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Denselben Quellen zufolge wurde das Massaker von Maiba von der bewaffneten islamistischen Gruppe <em>Allied Democratic Forces<\/em> (ADF) ver\u00fcbt, die in Uganda und der Demokratischen Republik Kongo operiert und die lokale Bev\u00f6lkerung seit mehr als einem Jahrzehnt terrorisiert.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie islamistischen Gruppen haben ihre Angriffe und \u00dcberf\u00e4lle auf abgelegene D\u00f6rfer ausgeweitet und bereits Tausende von kongolesischen Zivilisten get\u00f6tet. Fr\u00fcher fanden sie in anderen Gebieten statt, aber jetzt ist es Lubero, das angegriffen wird\u201c, sagte die lokale Quelle gegen\u00fcber \u201eKirche in Not\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eMan geht davon aus, dass es in den Ortschaften Komplizen der Terroristen gibt, die ihre Operationen unterst\u00fctzen. Und das ist es, was wirklich Angst macht\u201c, f\u00fcgte sie hinzu und betonte die schwierige Situation, in der sich die Bewohner der Region befinden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die humanit\u00e4re Lage hat sich in den Provinzen Nord- und S\u00fcd-Kivu verschlechtert<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Das Massaker erfolgt zu einem f\u00fcr die Region kritischen Zeitpunkt, da sich die humanit\u00e4re Lage in den Provinzen Nord- und S\u00fcd-Kivu verschlechtert hat, wo K\u00e4mpfe zwischen den Rebellen einer anderen bewaffneten Gruppe, der <em>M23<\/em>, die vom Nachbarland Ruanda unterst\u00fctzt wird, und den kongolesischen Streitkr\u00e4ften stattfinden. Die <em>M23<\/em> hat in der Region wichtige St\u00e4dte und Posten wie Goma und Bukavu eingenommen. Seit Dezember 2024 haben sich die K\u00e4mpfe versch\u00e4rft und nach Angaben des UNHCR eine halbe Million Kongolesen aus Nord-Kivu zur Flucht gezwungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben der wachsenden Besorgnis \u00fcber die Aktivit\u00e4ten der ADF \u00e4u\u00dferte die von \u201eKirche in Not\u201c konsultierte lokale Quelle auch die Bef\u00fcrchtung, dass die <em>M23<\/em> in den kommenden Tagen Butembo, die zweitgr\u00f6\u00dfte Stadt Nord-Kivus, einnehmen k\u00f6nnte, wie sie es Ende Januar mit Goma, der Hauptstadt der Provinz, und vor gerade einer Woche mit Bukavu, der Hauptstadt von S\u00fcd-Kivu, getan hat: \u201eWir leben in sehr, sehr schwierigen Zeiten. Jeden Moment warten wir darauf, dass die Rebellen in die Stadt einmarschieren, denn sie sind nur 70 km von hier entfernt. In Butembo herrscht eine gro\u00dfe Panik, denn der Krieg steht buchst\u00e4blich vor unserer Haust\u00fcr. Wir haben gesehen, wie andere Regionen im Chaos versanken, und jetzt scheinen wir an der Reihe zu sein.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Und die Kontaktperson schlie\u00dft mit der Bitte um Gebet: \u201eBeten wir fest. Es ist wirklich das Gebet, das unsere Hoffnung inmitten dieser Situation, die wir durchleben, weiterhin aufrechterh\u00e4lt.\u201c (Bild:  Soldaten der Streitkr\u00e4fte der Demokratischen Republik Kongo \u00a9 MONUSCO\/Clara Padovan)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00d6rtliche Quellen best\u00e4tigen Massaker Mehr als 70 Leichen wurden in einer protestantischen Kirche in einem Dorf in der Region Lubero in Nord-Kivu gefunden. Dies berichten lokale Quellen, die vom internationalen Hilfswerk \u201eKirche in Not\u201c (ACN) kontaktiert wurden. Der Vorfall ereignete sich zwischen dem 12. und 15. 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