{"id":5181,"date":"2025-06-18T09:09:00","date_gmt":"2025-06-18T07:09:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/?p=5181"},"modified":"2025-06-17T11:10:24","modified_gmt":"2025-06-17T09:10:24","slug":"bis-zu-200-tote-bei-angriff","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/bis-zu-200-tote-bei-angriff\/","title":{"rendered":"Bis zu 200 Tote bei Angriff auf Fl\u00fcchtlinge"},"content":{"rendered":"\n<p>Bei einem \u00dcberfall von mutma\u00dflich radikalen Fulani-Milizen in der s\u00fcdnigerianischen Gemeinde Yelewata sind nach Angaben der Stiftung f\u00fcr Gerechtigkeit, Entwicklung und Frieden (FJDP) im Bistum Makurdi vermutlich bis zu 200 Menschen get\u00f6tet worden. In einem Gespr\u00e4ch mit dem internationalen katholischen Hilfswerk \u201eKirche in Not\u201c berichtete der Gemeindepfarrer der Stadt, Father Ukuma Jonathan Angbianbee, von einem grausamen Massaker: \u201eMenschen wurden niedergemetzelt. \u00dcberall lagen Leichen verstreut.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Das Attentat ereignete sich am sp\u00e4ten Freitagabend (13. Juni). Es ist ein dramatischer H\u00f6hepunkt einer seit einigen Wochen andauernden Welle von \u00dcberf\u00e4llen auf mehrheitlich christliche D\u00f6rfer in der Region, bei denen bisher bereits mehr als 100 Menschen get\u00f6tet worden sind. Tausende Menschen sind wegen des Terrors auf der Flucht. Viele sind nach Yelewata gekommen, weil die Stadt als relativ sicher galt. Nach dem aktuellen Angriff haben viele die Stadt jedoch verlassen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Seit Wochen werden D\u00f6rfer in der Region \u00fcberfallen<\/h3>\n\n\n\n<p>Am Abend des \u00dcberfalls konnte die Polizei noch einen Angriff der Terroristen auf die St.-Josef-Kirche in Yelewata verhindern, in der 700 Menschen aus umliegenden Gemeinden Schutz gesucht hatten. Die Angreifer wandten sich anschlie\u00dfend den Notunterk\u00fcnften auf dem Marktplatz der Gemeinde zu, wo sie Berichten zufolge die Geb\u00e4ude mit Treibstoff als Brandbeschleuniger anz\u00fcndeten und in einem Bereich das Feuer er\u00f6ffneten, in dem mehr als 500 Menschen schliefen.<\/p>\n\n\n\n<p>In einem ersten Bericht der FJDP im Bistum Makurdi berichteten deren Mitarbeiter von ihren Eindr\u00fccken des Massakers: \u201eEs war ein unfassbarer Anblick. Einige Leichen waren bis zur Unkenntlichkeit verbrannt: S\u00e4uglinge, Kinder, M\u00fctter und V\u00e4ter, einfach ausgel\u00f6scht.\u201c Der Gemeindepfarrer erg\u00e4nzte, dass einige so schwer verbrannt seien, dass ihre Identifizierung schwierig sei.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Angriff sei sorgf\u00e4ltig koordiniert gewesen. Die Terroristen seien aus verschiedenen Richtungen in die Stadt eingedrungen. Der Pfarrer geht davon aus, dass radikale Fulani hinter dem Anschlag steckten, da sie \u201eAllahu Akhbar\u201c (\u201eGott ist gro\u00df\u201c) gerufen h\u00e4tten. In der Region sind die Menschen zu \u00fcber 90 Prozent katholisch; die Fulani sind dagegen \u00fcberwiegend muslimisch. In der Zwischenzeit gibt es innerhalb dieser urspr\u00fcnglich als Nomaden lebenden Volksgruppe schwer bewaffnete, dschihadistische Str\u00f6mungen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u201eMit Abstand die schlimmste Gr\u00e4ueltat\u201c<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Father Jonathan und andere Geistliche kritisierten die Reaktion der Sicherheitskr\u00e4fte. Sie sagten, die Polizei, die die Aufst\u00e4ndischen am Zugang zur Kirche hinderte, sei schlecht ausger\u00fcstet gewesen und nicht nicht in der Lage gewesen, den Angriff auf den nahegelegenen Marktplatz zu verhindern. \u201eAm Morgen nach dem Anschlag waren gen\u00fcgend Polizisten und Sicherheitskr\u00e4fte vor Ort, aber wo waren sie am Abend zuvor, als wir sie brauchten?\u201c, fragte ein Priester. Er f\u00fcgte hinzu: \u201eDer \u00dcberfall ist mit Abstand die schlimmste Gr\u00e4ueltat, die wir je erlebt haben.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Papst Leo XIV. betete am vergangenen Sonntag im \u00f6ffentlichen Angelusgebet f\u00fcr die Menschen, die bei dem Massaker in Yelewata brutal get\u00f6tet worden sind. Die meisten von ihnen seien Binnenvertriebene, die \u201ein der \u00f6rtlichen katholischen Mission Zuflucht geunden haben\u201c, betonte er. Insbesondere betete er f\u00fcr die l\u00e4ndlichen christlichen Gemeinden im Bundesstaat Benue, \u201edie unerbittlich Opfer von Gewalt geworden sind\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Kirchenf\u00fchrer haben wiederholt um internationale Hilfe gebeten und erkl\u00e4rt, dass ein dschihadistischer Plan zur Landnahme und ethnischen S\u00e4uberung von Christen in der Region im Gange sei.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eKirche in Not\u201c bittet um Gebete f\u00fcr die Verstorbenen und f\u00fcr die von der Gewalt betroffenen Familien. Gleichzeitig ruft das Hilfswerk die internationale Gemeinschaft zur Solidarit\u00e4t mit den Betroffenen dieser Gewalt auf. \u201eKirche in Not\u201c unterst\u00fctzt die Di\u00f6zese Makurdi mit Nothilfe, Traumabehandlung und pastoralen Projekten und fordert besseren Schutz f\u00fcr gef\u00e4hrdete Gemeinden.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Unterst\u00fctzen Sie notleidende Christen in Nigeria mit Ihrer Spende \u2013 online unter <a href=\"https:\/\/www.kircheinnot.at\/?form=spenden\">www.kircheinnot.at\u00a0<\/a>oder auf folgendes Konto:<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Empf\u00e4nger: KIRCHE IN NOT<\/em><em><br>IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600<\/em><br><em>Verwendungszweck: Nigeria<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei einem \u00dcberfall von mutma\u00dflich radikalen Fulani-Milizen in der s\u00fcdnigerianischen Gemeinde Yelewata sind nach Angaben der Stiftung f\u00fcr Gerechtigkeit, Entwicklung und Frieden (FJDP) im Bistum Makurdi vermutlich bis zu 200 Menschen get\u00f6tet worden. 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