{"id":531,"date":"2014-07-11T07:12:17","date_gmt":"2014-07-11T05:12:17","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/christen-im-sudan-buerger-2-klasse-html\/"},"modified":"2023-02-24T09:57:51","modified_gmt":"2023-02-24T08:57:51","slug":"christen-im-sudan-buerger-2-klasse-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/christen-im-sudan-buerger-2-klasse-html\/","title":{"rendered":"Christen im Sudan B\u00fcrger 2. Klasse"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"line-height: 1.538em;\">Die Rechtslage von Christen im Sudan ist besorgniserregend. Darauf hat der Bischof der s\u00fcdsudanesischen Di\u00f6zese Tambura-Yambio, Eduardo Hiiboro Kussala, bei einem Besuch des internationalen katholischen Hilfswerks \u201eKirche in Not\u201c hingewiesen. \u201eIm Sudan leben Bisch\u00f6fe und Priester seit der Unabh\u00e4ngigkeit des S\u00fcdsudan de facto wie Illegale.\u201c, so Bischof Eduardo Hiiboro Kussala. Zwar garantiere die Verfassung des Sudan allen B\u00fcrger unabh\u00e4ngig von ihrem Glauben die gleichen Rechte, die Realit\u00e4t sehe jedoch anders aus: \u201eWenn wir die Verantwortlich damit konfrontieren, betonen sie, dass Christen die gleichen Rechte haben wie ihre Landsleute, doch rechtlich \u00e4ndert sich nichts. Bisch\u00f6fe und Priester erhalten keine P\u00e4sse, haben keinen rechtlichen Status. Sie k\u00f6nnen zwar das Land verlassen, aber die Wiedereinreise kann ihnen verweigert werden. Priester wurden bereits ausgewiesen; und die Bisch\u00f6fe sind zum Schweigen verurteilt\u201c, so Bischof Kussala.<\/span><\/p>\n<p>Weiter erkl\u00e4rte der Bischof von Tambura-Yambio: \u201eChristen im Sudan k\u00f6nnen zwar unbehelligt an Gottesdiensten teilnehmen, aber echte Religions- und Gewissenfreiheit gibt es im Land nicht. Das zeigt auch der besch\u00e4mende Fall von Meriam Jahia Ibrahim Ishaq, der im Gegensatz zu vielen anderen jedoch bekannt wurde.\u201c Die 27-j\u00e4hrige Sudanesin, Tochter eines Muslims und einer orthodoxen Christin, war im Mai verhaftet und wegen \u201eGlaubensabfall\u201c zun\u00e4chst zum Tod verurteilt worden. Bischof Kussala: \u201eIn ihrer Umgebung kannte man sie l\u00e4ngst als Christin. Aus welchen Motiven auch immer wurde sie erpresst und dann angeklagt. Die Regierung hat sich zu diesem Fall nicht ge\u00e4u\u00dfert und ihn einfach ganz den islamischen Geistlichen \u00fcberlassen.\u201c Der Vorwurf der Apostasie war erhoben worden, weil der Vater von Meriam Ishaq Muslim ist. Nachdem dieser die Familie verlassen hatte, hatte die Mutter die gemeinsame Tochter christlich erzogen. Erst auf internationalen Druck hin wurde Meriam Ishaq im Juni schlie\u00dflich frei gelassen; ihr j\u00fcngstes Kind hatte die zweifache Mutter zuvor im Gef\u00e4ngnis zur Welt bringen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Nach den Worten von Bischof Kussala ist die Benachteiligung von Christen im Norden keine neuerliche Entwicklung, in ihrer jetzigen Form aber eine Reaktion auf die Teilung des Landes vor drei Jahren: \u201eWeil die Kirche die politisch Verantwortlichen immer dazu aufgerufen hat, die W\u00fcrde der Menschen, ihre Freiheit und auch ihr Votum in der Frage der Unabh\u00e4ngigkeit des S\u00fcdens zu achten, wird sie jetzt f\u00fcr die Abspaltung des S\u00fcdens verantwortlich gemacht. Aber die Kirche verfolgt keine politischen Ziele. Wir fordern die Politik nur auf, die Glaubens- und Gewissenfreiheit zu achten.\u201c Nach wie vor ist die katholische Kirche in einer gemeinsamen Bischofskonferenz auch \u00fcber die neue Grenz hinweg verbunden. Eines ihrer wichtigsten Anliegen ist der interreligi\u00f6se Dialog. Die Zahl der Christen im Sudan sch\u00e4tzt Bischof Kussala auf mehr als drei Millionen.&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Rechtslage von Christen im Sudan ist besorgniserregend. Darauf hat der Bischof der s\u00fcdsudanesischen Di\u00f6zese Tambura-Yambio, Eduardo Hiiboro Kussala, bei einem Besuch des internationalen katholischen Hilfswerks \u201eKirche in Not\u201c hingewiesen. \u201eIm Sudan leben Bisch\u00f6fe und Priester seit der Unabh\u00e4ngigkeit des S\u00fcdsudan de facto wie Illegale.\u201c, so Bischof Eduardo Hiiboro Kussala. Zwar garantiere die Verfassung des [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":530,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[199],"tags":[6,30,89],"class_list":["post-531","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-sudan","tag-afrika","tag-diskriminierung-intoleranz","tag-sudan"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/531","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=531"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/531\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3661,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/531\/revisions\/3661"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/media\/530"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=531"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=531"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=531"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}