{"id":5377,"date":"2025-11-24T08:12:00","date_gmt":"2025-11-24T07:12:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/?p=5377"},"modified":"2025-11-18T15:13:35","modified_gmt":"2025-11-18T14:13:35","slug":"tausende-christenfeindliche-straftaten-in-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/tausende-christenfeindliche-straftaten-in-europa\/","title":{"rendered":"Tausende christenfeindliche Straftaten in Europa"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zahl der Brandanschl\u00e4ge auf Kirchen hat sich laut OIDAC-Jahresbericht verdoppelt.<\/h2>\n\n\n\n<p>2.211 antichristliche Hassdelikte hat die Beobachtungsstelle f\u00fcr Intoleranz und Diskriminierung gegen Christen in Europa (OIDAC Europe) f\u00fcr 2024 verzeichnet. &#8222;Hinter der Zahl stehen konkrete F\u00e4lle von Kirchenvandalismus, Brandstiftung und k\u00f6rperlicher Gewalt, die reale Konsequenzen f\u00fcr das Leben lokaler Gemeinden haben&#8220;, sagte Anja Tang, Direktorin der in Wien ans\u00e4ssigen Nichtregierungsorganisation. F\u00fcr den am Montag ver\u00f6ffentlichten OIDAC-Jahresbericht wurde Zahlenmaterial aus offiziellen europ\u00e4ischen Polizeistatistiken, aber auch aus anderen Quellen zusammengetragen; darunter die Organisation f\u00fcr Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) sowie zivilgesellschaftliche Gruppen. <\/p>\n\n\n\n<p>Den leichten R\u00fcckgang im Vergleich zu 2023, als europaweit 2.444 Delikte gez\u00e4hlt wurden, f\u00fchrt OIDAC Europe nicht auf eine Entspannung der Lage, sondern eine unzureichende Erfassung in etlichen L\u00e4ndern zur\u00fcck. Die Zahl der gemeldeten Angriffe auf Personen, darunter auch F\u00e4lle k\u00f6rperlicher Gewalt, sei dennoch von 232 auf 274 gestiegen, obwohl f\u00fcr Frankreich und Gro\u00dfbritannien 2024 keine entsprechenden Daten vorlagen. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Beobachtungsstelle wertet die Zahlen als Beleg f\u00fcr ein &#8222;Klima wachsender Intoleranz, in dem Christen weiterhin zu den am h\u00e4ufigsten betroffenen religi\u00f6sen Gruppen z\u00e4hlen&#8220; und fordert verst\u00e4rkte Ma\u00dfnahmen auf EU-Ebene, so etwa die Einsetzung eines EU-Koordinators zur Bek\u00e4mpfung von antichristlichen Hassverbrechen, analog zu den bestehenden Mandaten f\u00fcr Antisemitismus und antimuslimischen Hass. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Brandanschl\u00e4ge auf Kirchen verdoppelt <\/h3>\n\n\n\n<p>Laut den Erhebungen von OIDAC Europe wurden die meisten antichristlichen Hassverbrechen 2024 in Frankreich (770), Gro\u00dfbritannien (502), Deutschland (337) und \u00d6sterreich (116) dokumentiert. In \u00d6sterreich befinden sich laut Beobachtungsstelle darunter zahlreiche F\u00e4lle von Kirchenvandalismus sowie zw\u00f6lf k\u00f6rperliche Angriffe und zw\u00f6lf Drohungen gegen Christen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Deutschland weist die Polizeistatistik f\u00fcr das vergangene Jahr 337 christenfeindliche Straftaten aus &#8211; rund 22 Prozent mehr als im Jahr zuvor. OIDAC Europe bem\u00e4ngelt in diesem Zusammenhang, dass nur Delikte mit politischem Hintergrund erfasst w\u00fcrden. Viele christenfeindliche \u00dcbergriffe aus anderen Motiven fielen so durchs Raster. <\/p>\n\n\n\n<p>Als besonders alarmierend bezeichnet OIDAC, dass im Vorjahr 94 Brandanschl\u00e4ge auf Kirchen und religi\u00f6se Einrichtungen registriert wurden. Das sind fast doppelt so viele wie 2023. Die meisten F\u00e4lle von Brandstiftung an Kirchen wurden mit 33 in Deutschland dokumentiert. Eine Entwicklung, die sich laut der Beobachtungsstelle fortzusetzen scheint: So habe die katholische Deutsche Bischofskonferenz angesichts von Brandanschl\u00e4gen in Altarr\u00e4umen, Exkrementen in Beichtst\u00fchlen und enthaupteten Christusstatuen Vandalismus gegen Kirchen erst vor einigen Monaten \u00fcber &#8222;gefallene Tabus&#8220; geklagt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Hohe Dunkelziffer<\/h3>\n\n\n\n<p>OIDAC-Direktorin Tang verweist zudem auf neue Umfragen, die auf eine hohe Dunkelziffer hindeuteten. In Polen etwa habe die H\u00e4lfte von rund 1.000 befragten Priestern angegeben, im vergangenen Jahr Opfer von Aggressionen geworden zu sein. Mehr als 80 Prozent h\u00e4tten die Vorf\u00e4lle aber nicht der Polizei gemeldet. &#8222;Wenn in einem mehrheitlich katholischen Land die H\u00e4lfte der Priester \u00dcbergriffe erfahren, kann man feindselige Einstellungen gegen\u00fcber Christen nicht l\u00e4nger als Randthema abtun&#8220;, so Tang. <\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber Hassverbrechen hinaus identifizierte OIDAC Europe im Jahresbericht zahlreiche rechtliche und gesellschaftliche Einschr\u00e4nkungen der Religionsfreiheit. &#8222;Diese Entwicklungen zeigen die Dringlichkeit, die Religionsfreiheit in Europa zu st\u00e4rken &#8211; einschlie\u00dflich des Rechts, religi\u00f6se oder weltanschauliche \u00dcberzeugungen offen zu \u00e4u\u00dfern, ohne Angst vor Repression oder Zensur&#8220;, betonte Tang.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Plakolm: Entwicklung &#8222;erschreckend&#8220;<\/h3>\n\n\n\n<p>Christenfeindliche Straftaten m\u00fcssten genauso laut und ernst angesprochen werden wie jegliche andere Form von Hass, reagierte die \u00f6sterreichische Kultusministerin Claudia Plakolm (\u00d6VP) auf die Ver\u00f6ffentlichung des OIDAC-Berichts. Hierbei d\u00fcrfe es keine Zur\u00fcckhaltung aus falsch verstandener Toleranz geben. &#8222;Es ist erschreckend, dass gerade Christen und christliche Institutionen in Europa immer \u00f6fter Ziel von Angriffen werden&#8220;, so die Ministerin. (Quelle: kathpress, OIDAC, Foto: OIDAC)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zahl der Brandanschl\u00e4ge auf Kirchen hat sich laut OIDAC-Jahresbericht verdoppelt. 2.211 antichristliche Hassdelikte hat die Beobachtungsstelle f\u00fcr Intoleranz und Diskriminierung gegen Christen in Europa (OIDAC Europe) f\u00fcr 2024 verzeichnet. &#8222;Hinter der Zahl stehen konkrete F\u00e4lle von Kirchenvandalismus, Brandstiftung und k\u00f6rperlicher Gewalt, die reale Konsequenzen f\u00fcr das Leben lokaler Gemeinden haben&#8220;, sagte Anja Tang, Direktorin der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":5378,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[179,245,189,251],"tags":[104,4,30,28],"class_list":["post-5377","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-international","category-deutschland","category-frankreich","category-oesterreich","tag-brandstiftung","tag-christenverfolgung","tag-diskriminierung-intoleranz","tag-europa"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5377","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5377"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5377\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5379,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5377\/revisions\/5379"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5378"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5377"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5377"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5377"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}