{"id":5420,"date":"2026-01-08T10:32:39","date_gmt":"2026-01-08T09:32:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/?p=5420"},"modified":"2026-01-08T10:32:40","modified_gmt":"2026-01-08T09:32:40","slug":"tote-bei-massakern-um-den-jahreswechsel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/tote-bei-massakern-um-den-jahreswechsel\/","title":{"rendered":"Mindestens 50 Tote bei Massakern rund um den Jahreswechsel"},"content":{"rendered":"\n<p>Das neue Jahr hat f\u00fcr die Menschen in der katholischen Di\u00f6zese Kontagora im Nordwesten Nigerias mit weiterer Gewalt begonnen. Bewaffnete Banden haben bei einer \u00dcberfallserie zwischen dem 28. Dezember 2025 und dem 3. J\u00e4nner 2026 mindestens 50 Menschen get\u00f6tet, teilten Projektpartner dem p\u00e4pstlichen Hilfswerk KIRCHE IN NOT (ACN) mit. Besonders ersch\u00fctternd ist das Massaker im Dorf Kasuwan Daji, bei dem 42 M\u00e4nner ermordet wurden. Bei den Opfern handelt es sich um Christen und Muslime; die gesamte Bev\u00f6lkerung ist von den \u00dcbergriffen betroffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Einem KIRCHE IN NOT vorliegenden Bericht von Bischof Bulus Dauwa Yohanna aus Kontagora zufolge haben kriminelle Gruppen rund um den Jahreswechsel mehrere D\u00f6rfer in den Bundesstaaten Niger und Kebbi \u00fcberfallen. Bereits am 28. Dezember h\u00e4tten Angreifer in den D\u00f6rfern Kaiwa und Gebe sieben Menschen get\u00f6tet und H\u00e4user sowie Getreidelager in Brand gesetzt, hei\u00dft es in dem Bericht.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Auch kirchliche Einrichtungen betroffen<\/h3>\n\n\n\n<p>Am 2. J\u00e4nner 2026 drangen Bewaffnete im Dorf Sokonbora auf das Gel\u00e4nde der katholischen Gemeinde ein. Dort zerst\u00f6rten sie Kreuzwegstationen und Musikinstrumente. Zudem stahlen sie Motorr\u00e4der, Mobiltelefone und Bargeld. Anschlie\u00dfend h\u00e4tten sie in einer nahegelegenen Siedlung die Lebensmittelvorr\u00e4te gepl\u00fcndert, teilte die Di\u00f6zese Kontagora mit.<\/p>\n\n\n\n<p>Der schwerste Angriff ereignete sich am 3. J\u00e4nner im Dorf Kasuwan Daji. Die Angreifer steckten den \u00f6rtlichen Markt und umliegende H\u00e4user in Brand und \u201et\u00f6teten 42 M\u00e4nner, nachdem sie ihnen die H\u00e4nde auf dem R\u00fccken gefesselt hatten\u201c, teilte die Di\u00f6zese mit. Zudem seien eine bislang unbekannte Anzahl Frauen und Kinder entf\u00fchrt worden.<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders alarmierend sei die Lage der \u00fcber 300 Schulkinder aus Papiri, die erst kurz vor Weihnachten aus der Geiselhaft entlassen worden waren. Nach Angaben der Di\u00f6zese sind sie erneut schwer traumatisiert, da sie sich vor den j\u00fcngsten Angriffen mit ihren Familien in Sicherheit bringen mussten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u201eDem gemeinsamen Feind entgegentreten\u201c<\/h3>\n\n\n\n<p>In seiner Erkl\u00e4rung fordert Bischof Yohanna ein sofortiges Eingreifen der Regierung. Es bestehe \u201edringender Bedarf an einer gro\u00dfen, gut ausger\u00fcsteten milit\u00e4rischen Eingreiftruppe, die befugt ist, die Banditen zu verfolgen\u201c. Andernfalls drohten \u201eanhaltende massive Verluste an Menschenleben und die dauerhafte Vertreibung gro\u00dfer Bev\u00f6lkerungsteile\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>In einer weiteren Stellungnahme dr\u00fcckte der Bischof seine \u201etiefe Trauer\u201c \u00fcber den Tod der 42 M\u00e4nner in Kasuwan Daji aus \u2013 \u201eChristen und Muslime gleicherma\u00dfen\u201c. Zugleich rief er die verschiedenen Bev\u00f6lkerungsgruppen dazu auf, \u201eeinander nicht als Feinde zu betrachten, sondern geeint jede Form von Gewalt abzulehnen und gemeinsam unserem gemeinsamen Feind entgegenzutreten\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben dschihadistischen Terrorgruppen und Extremisten aus dem Nomadenstamm der Fulani sind kriminelle Banden die Ursache von gro\u00dfem Leid unter Nigerias Bev\u00f6lkerung. Auch wenn sich der Fokus nicht ausschlie\u00dflich auf Christen und christliche Einrichtungen richtet, sind sie dennoch immer wieder besonders hart betroffen. In keinem anderen Land der Welt wurden etwa im vergangenen Jahr so viele Priester und Ordensleute entf\u00fchrt wie in Nigeria. Die Erpressung von L\u00f6segeld ist f\u00fcr viele kriminelle Gruppen zu einer Einnahmequelle geworden. (Bild: Open Doors)<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Unterst\u00fctzen Sie notleidende und verfolgte Christen in Nigeria mit Ihrer Spende<\/h3>\n\n\n\n<center><a href=\"#XBHPAJUT\" style=\"display: none\"><\/a><\/center>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das neue Jahr hat f\u00fcr die Menschen in der katholischen Di\u00f6zese Kontagora im Nordwesten Nigerias mit weiterer Gewalt begonnen. Bewaffnete Banden haben bei einer \u00dcberfallserie zwischen dem 28. Dezember 2025 und dem 3. J\u00e4nner 2026 mindestens 50 Menschen get\u00f6tet, teilten Projektpartner dem p\u00e4pstlichen Hilfswerk KIRCHE IN NOT (ACN) mit. 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