{"id":5480,"date":"2026-03-23T08:19:00","date_gmt":"2026-03-23T07:19:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/?p=5480"},"modified":"2026-03-17T12:23:59","modified_gmt":"2026-03-17T11:23:59","slug":"klima-der-angst-iwestjordanland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/klima-der-angst-iwestjordanland\/","title":{"rendered":"\u201eKlima der Angst\u201c im letzten christlichen Dorf des Westjordanlands"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Pfarrer berichtet von erneuter Verschlechterung der Sicherheitslage.<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Pfarrer von Taybeh im Westjordanland hat vor zunehmendem Druck auf die letzten dort lebenden Christen gewarnt. In einem Gespr\u00e4ch mit KIRCHE IN NOT sprach der Priester Bashar Fawadleh von einer \u201ezunehmenden Belastung\u201c f\u00fcr die rund 1400 Einwohner seines Dorfes und von einem \u201eMangel an Schutz\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Taybeh, das biblische Ephraim, liegt \u00f6stlich von Ramallah und gilt als die letzte mehrheitlich von Christen bewohnte Ortschaft im Westjordanland. Einst lebten dort bis zu 15 000 Menschen. Nach Angaben des Priesters sind die Bewohner seit Jahren Angriffen und Einsch\u00fcchterungen durch israelische Siedler ausgesetzt. Dazu geh\u00f6rten Brandstiftungen auf landwirtschaftliche Fl\u00e4chen, besch\u00e4digte Fahrzeuge und Mauern einer alten Kirche sowie Drohungen und Hassparolen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zus\u00e4tzlich erschwerten zahlreiche milit\u00e4rische Kontrollpunkte an den Zufahrten zum Ort den Alltag der Bewohner. In den vergangenen Wochen sei ein weiterer Checkpoint errichtet worden, berichtete der Priester. Die st\u00e4ndigen Kontrollen seien eine Belastung und schnitten zudem viele Menschen von Arbeitspl\u00e4tzen und Feldern ab.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Milit\u00e4rische Kontrollpunkte erschweren Zufahrten<\/h3>\n\n\n\n<p>Anlass f\u00fcr besondere Sorge ist nach Worten von Pfarrer Fawadleh eine Entscheidung der israelischen Regierung vom 8. Februar 2026, mit der zivile und administrative Zust\u00e4ndigkeiten im Westjordanland st\u00e4rker unter israelische Kontrolle gestellt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Priester bef\u00fcrchtet, dass dadurch der Ausbau von Siedlungen erleichtert werde und Siedler mehr Land erwerben k\u00f6nnten: \u201eMit der neuen Entscheidung wird der Druck wachsen.\u201c Die Bewohner seien schutzlos, beklagte Fawadleh. \u201eDie Gewalt schafft ein Klima der Angst und Unsicherheit.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Entwicklungen verst\u00e4rkten die Sorge vieler Christen um ihre Zukunft. \u201eLeider ist der Gedanke an Auswanderung in den K\u00f6pfen der Menschen immer pr\u00e4senter\u201c, sagte der Pfarrer. Zwischen 2023 und 2025 h\u00e4tten bereits 16 christliche Familien Taybeh verlassen; andere w\u00fcrden ernsthaft dar\u00fcber nachdenken. Gr\u00fcnde seien vor allem die Unsicherheit und fehlende wirtschaftliche Perspektiven.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:21px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Helfen Sie den notleidenden Christen im Heiligen Land mit Ihrer Spende<\/h2>\n\n\n\n<center><a href=\"#XQDUUQRM\" style=\"display: none\"><\/a><\/center>\n\n\n\n<div style=\"height:27px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u201eDie Weltkirche soll ihre Stimme f\u00fcr die Christen im Hl. Land erheben\u201c<\/h3>\n\n\n\n<p>Trotzdem ermutigt der Priester die Christen, nach M\u00f6glichkeit zu bleiben. Die christliche Pr\u00e4senz in Taybeh sei ein lebendiges Zeugnis des Glaubens im Land, in dem das Christentum entstanden sei. \u201eZu bleiben ist oft ein Akt des Glaubens und der Hoffnung\u201c, betonte er. Gleichzeitig seien konkrete Hilfen notwendig, etwa durch Arbeitspl\u00e4tze, Unterst\u00fctzung f\u00fcr junge Menschen und eine st\u00e4rkere Solidarit\u00e4t innerhalb der Pfarre.<\/p>\n\n\n\n<p>Von der internationalen Gemeinschaft erwartet Pfarrer Fawadleh vor allem Aufmerksamkeit f\u00fcr die Situation vor Ort und Ma\u00dfnahmen zum Schutz der Zivilbev\u00f6lkerung sowie der religi\u00f6sen St\u00e4tten. Die Weltkirche solle ihre Stimme f\u00fcr die Christen im Heiligen Land erheben und ihnen pastorale und materielle Unterst\u00fctzung gew\u00e4hren. Auch internationale christliche Organisationen wie KIRCHE IN NOT k\u00f6nnten durch Projekte in den Bereichen Bildung, Wohnraum, Arbeit sowie psychologische und geistliche Begleitung helfen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u201eTaybeh ist Zeichen f\u00fcr christliche Pr\u00e4senz im Heiligen Land\u201c<\/h3>\n\n\n\n<p>An Christen weltweit richtet der Priester einen eindringlichen Appell: \u201eTaybeh ist nicht nur ein Dorf. Es ist ein lebendiges Zeichen der christlichen Pr\u00e4senz im Heiligen Land.\u201c Die Gl\u00e4ubigen weltweit sollten f\u00fcr die Christen der Region beten und sie auch konkret unterst\u00fctzen, damit diese Gemeinschaft \u201enicht nur eine Erinnerung der Vergangenheit\u201c werde.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pfarrer berichtet von erneuter Verschlechterung der Sicherheitslage. Der Pfarrer von Taybeh im Westjordanland hat vor zunehmendem Druck auf die letzten dort lebenden Christen gewarnt. 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