{"id":5576,"date":"2026-06-08T08:41:18","date_gmt":"2026-06-08T06:41:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/?p=5576"},"modified":"2026-06-08T08:41:19","modified_gmt":"2026-06-08T06:41:19","slug":"bischofe-mussten-ihre-diozese-verlassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/bischofe-mussten-ihre-diozese-verlassen\/","title":{"rendered":"F\u00fcnf Bisch\u00f6fe mussten seit Beginn des B\u00fcrgerkriegs ihre Di\u00f6zese verlassen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aufgrund des seit 2021 andauernden B\u00fcrgerkriegs in Myanmar mussten f\u00fcnf Bisch\u00f6fe der insgesamt 17 Di\u00f6zesen des Landes ihre Bischofssitze und ihre jeweiligen Kathedralen verlassen und leben nun in Pfarren in sichereren Gebieten, die nicht von den K\u00e4mpfen zwischen Rebellen und Armee betroffen sind. \u201eEs handelt sich um die Bisch\u00f6fe der Di\u00f6zesen Pekhon, Loikaw, Banmaw, Mindat und Lashio\u201c, sagte Bischof Felice Ba Htoo von Pekhon, einer Stadt im Staat Shan in Zentralmyanmar. Er schilderte das Leid dieser myanmarischen Bisch\u00f6fe, die miterleben mussten, wie ihr Land seit f\u00fcnf Jahren vom B\u00fcrgerkrieg verw\u00fcstet wird, was die Bev\u00f6lkerung schwer trifft. \u201eAuch wir als Bisch\u00f6fe sind betroffen, und mit uns unsere Pfarren. Viele mussten geschlossen werden, weil sie besch\u00e4digt oder zerst\u00f6rt wurden oder weil sie ohne Gl\u00e4ubige dastanden\u201c, sagte er. Die Bisch\u00f6fe von Myanmar, die sich derzeit zu ihrem Ad-limina-Besuch im Vatikan aufhalten, begegneten heute Papst Leo XIV. mit dem sie auch \u00fcber ihr Leid und das des burmesischen Volkes sprachen. Gemeinsam mit ihm beteten sie f\u00fcr Frieden und Vers\u00f6hnung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWir wissen nicht, was die Zukunft bringt\u201c, so Bischof Felice Ba Htoo gegen\u00fcber Fides, \u201eWir leben im Hier und Jetzt und vertrauen auf Gott. Unsere heutige Mission ist es, den Menschen nahe zu sein, den Binnenvertriebenen, die \u00fcber das ganze Land verstreut sind: einige im Dschungel, andere in Fl\u00fcchtlingslagern, wieder andere in D\u00f6rfern, die weniger stark von der Gewalt betroffen sind. Wir versuchen, sie zu besuchen, sie zu tr\u00f6sten und ihnen Hoffnung zu schenken. Wir feiern die Sakramente mit den Katholiken. Wir ermutigen sie und laden sie ein, im Geiste der gegenseitigen Liebe, der Zusammenarbeit und der Hilfe zu leben, um diese Zeit der Ungewissheit und der Schwierigkeiten zu \u00fcberwinden. Die Menschen sind m\u00fcde und traumatisiert von dem Konflikt, der nun schon f\u00fcnf Jahre andauert. In diesem von Pr\u00fcfungen und Leid gepr\u00e4gten historischen Kontext begeben wir uns auf unsere Pilgerreise der Hoffnung.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Priester, Ordensleute und Katecheten st\u00fcnden in engem Kontakt mit den Menschen und predigten Frieden und Vers\u00f6hnung, um sicherzustellen, dass der Hass nicht die Oberhand gewinnt, berichtet er. \u201eWir vertrauen auf Gott und beten f\u00fcr eine Zeit des Lichts f\u00fcr unsere Zukunft.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eMindestens 40.000 weitere Vertriebene haben in unseren Di\u00f6zesen Zuflucht gesucht\u201c, so der Bischof zur Lage in seiner Di\u00f6zese, \u201eSie geh\u00f6ren verschiedenen Religionen an und suchen Gebiete, die nicht von der Gewalt betroffen sind, wie beispielsweise den westlichen Teil der Di\u00f6zese.\u201c Auch die Suche nach Wasser treibe den Fl\u00fcchtlingsstrom an: \u201eDie Vertriebenen versuchen, sich an Orten mit Wasser anzusiedeln, da Wasser in unserer Region knapp ist. Um zu \u00fcberleben, waren die Bewohner der indigenen D\u00f6rfer in den letzten Jahren sehr gastfreundlich und teilten die Fr\u00fcchte des Landes und das Land zum Anbau. Doch nun, nach f\u00fcnf Jahren, ist es sehr schwierig geworden: Die indigenen Menschen m\u00fcssen f\u00fcr ihre Familien sorgen und haben keine Ressourcen mehr, die sie mit den Vertriebenen teilen k\u00f6nnen. Die humanit\u00e4re Lage hat sich verschlechtert.\u201c \u201eJetzt\u201c, f\u00e4hrt er fort, \u201eleben Tausende von Vertriebenen in \u00fcber 30 Fl\u00fcchtlingslagern in unserer Region. Andere leben in Lagern, wo immer sie k\u00f6nnen, wo immer sie einen Ort finden, der ihnen das \u00dcberleben erm\u00f6glicht.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum Leben der katholischen Kirche, das von dieser prek\u00e4ren Lage gepr\u00e4gt ist, bemerkt der Bischof: \u201eDas Leben der Kirche wurde durch den Konflikt beeintr\u00e4chtigt. Die t\u00e4glichen K\u00e4mpfe zwangen mich, das Pastoralzentrum in Pechon zu verlassen und in ein Dorf zur Pfarre der Heiligen Jungfrau Maria zu ziehen. Wir mussten etwa sieben von 16 Pfarren schlie\u00dfen. Von den rund 60.000 Katholiken der Di\u00f6zese haben viele ihre Pfarren verlassen und sind in l\u00e4ndliche Gebiete gezogen, n\u00e4her zu ihren Verwandten.\u201c<br>\u201eEinige Kirchen und Kl\u00f6ster wurden zerst\u00f6rt\u201c, f\u00e4hrt er fort, \u201eGerade im Zentrum der Di\u00f6zese, in Pekhon, lebte die gr\u00f6\u00dfte katholische Bev\u00f6lkerung, und es gab dort bessere Geb\u00e4ude und eine bessere Infrastruktur. Doch in all diesen Gebieten konnten die Menschen nicht bleiben und sie wurden nach und nach entv\u00f6lkert.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDie Di\u00f6zesanpriester\u201c, berichtet Bischof Felice Ba Htoo, \u201eleben in den Lagern Seite an Seite mit den Fl\u00fcchtlingen. Sie leben dort mit den Menschen. Sie ermutigen sie, weil diese sich sozusagen den Priestern anvertrauen, ihnen vertrauen und sich sogar ein St\u00fcck weit besch\u00fctzt f\u00fchlen. Priester, Ordensleute und Katecheten bem\u00fchen sich sehr, den Gl\u00e4ubigen nahe zu sein und ihren Bed\u00fcrfnisse entgegenzukommen; sie versuchen sicherzustellen, dass diese zumindest sonntags die Messe besuchen k\u00f6nnen, organisieren Schulunterricht f\u00fcr Kinder und versuchen stets, vertriebene Familien zu ermutigen, zu tr\u00f6sten und zu begleiten.\u201c<br>\u201eF\u00fcr uns Priester und Nonnen ist es unerl\u00e4sslich, traumatisierte Menschen zu begleiten. Das ist unser Hauptanliegen: ihnen zu zeigen, dass der Herr sie immer liebt. Selbst in dieser schwierigen Situation h\u00e4lt Gott noch etwas Gutes f\u00fcr uns bereit: Er schenkt uns die M\u00f6glichkeit, diesen verletzlichen und leidenden Menschen wirklich nahe zu sein\u201c, sagt der Bischof.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDie Lage, in der wir uns befinden ist wirklich kritisch\u201c, beklagt er, \u201eSeit f\u00fcnf Jahren qu\u00e4lt uns die Gewalt. Die Menschen sind ersch\u00f6pft, aber sie beten mit Tr\u00e4nen in den Augen, mit innigen, tiefgr\u00fcndigen Worten. Die Gl\u00e4ubigen beten den Rosenkranz, gehen in die Kirche oder in provisorische Kapellen und nehmen an der eucharistischen Anbetung teil: Es sind immer so viele Menschen da. Das ist von gro\u00dfer Bedeutung. Es zeigt, dass die Menschen an Gott glauben und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht aufgeben\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pekhon im S\u00fcden des Staats Shan liegt an der s\u00fcd\u00f6stlichen Front des B\u00fcrgerkriegs, wo es immer wieder zu sporadischen, aber anhaltenden Gewaltausbr\u00fcchen kommt. Das Gebiet ist strategisch wichtig f\u00fcr die Verkehrswege und di Streitkr\u00e4ften der Milit\u00e4rjunta stehen lokalen Volksverteidigungskr\u00e4ften gegen\u00fcber. In dieser komplexen und zersplitterten Situation sind auch regierungsnahe ethnische Milizen wie die \u201ePa-O-National Organisation\u201c pr\u00e4sent.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Gebiet ist nach wie vor umk\u00e4mpft und \u00e4u\u00dferst instabil. Es kommt immer wieder zu Zusammenst\u00f6\u00dfen zwischen der Armee, die einige St\u00fctzpunkte und die Hauptstra\u00dfen kontrolliert, und Widerstandsgruppen, deren Stellungen sich in l\u00e4ndlichen Gebieten und den umliegenden H\u00fcgeln befinden. (Quelle: Fidesdienst)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aufgrund des seit 2021 andauernden B\u00fcrgerkriegs in Myanmar mussten f\u00fcnf Bisch\u00f6fe der insgesamt 17 Di\u00f6zesen des Landes ihre Bischofssitze und ihre jeweiligen Kathedralen verlassen und leben nun in Pfarren in sichereren Gebieten, die nicht von den K\u00e4mpfen zwischen Rebellen und Armee betroffen sind. \u201eEs handelt sich um die Bisch\u00f6fe der Di\u00f6zesen Pekhon, Loikaw, Banmaw, Mindat [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":5069,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[171],"tags":[27,22,13],"class_list":["post-5576","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-myanmar","tag-asien","tag-burgerkrieg","tag-myanmar"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5576","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5576"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5576\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5578,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5576\/revisions\/5578"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5069"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5576"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5576"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5576"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}