{"id":5652,"date":"2026-08-07T08:12:00","date_gmt":"2026-08-07T06:12:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/?p=5652"},"modified":"2026-08-03T16:13:21","modified_gmt":"2026-08-03T14:13:21","slug":"spuckattacken-nehmen-zu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/spuckattacken-nehmen-zu\/","title":{"rendered":"Spuckattacken zeigen zunehmende Christenfeindlichkeit in Israel"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Jerusalemer Altstadt werden christliche Geistliche, Ordensfrauen und kirchliche Einrichtungen immer h\u00e4ufiger Ziel von Beschimpfungen, Spuckattacken, Vandalismus und Einsch\u00fcchterungen. Besonders h\u00e4ufig gingen die Vorf\u00e4lle von jungen religi\u00f6sen Israelis aus. Bei einem nationalistischen Marsch im Mai seien allein im Umfeld des armenisch-apostolischen Patriarchats mindestens zw\u00f6lf Spuckattacken dokumentiert worden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach Angaben eines israelischen Zentrums zur Beobachtung der Religionsfreiheit wurden im ersten Halbjahr 2026 insgesamt <strong>107 christenfeindliche Vorf\u00e4lle<\/strong> registriert \u2013 mehr als doppelt so viele wie im entsprechenden Zeitraum 2024. Die meisten ereigneten sich in oder nahe der Jerusalemer Altstadt. Neben Spucken und verbalen Angriffen wurden auch christenfeindliche Graffiti, M\u00fcllw\u00fcrfe auf Kl\u00f6ster sowie t\u00e4tliche \u00dcbergriffe gemeldet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der deutsche Benediktinerabt Nikodemus Schnabel berichtet, dass sich die Lage seit seiner Ankunft in Jerusalem im Jahr 2000 deutlich verschlechtert habe. Heute werde er beinahe t\u00e4glich angespuckt oder wegen seines Brustkreuzes angefeindet. Eine franz\u00f6sische Ordensfrau wurde im April auf dem Zionsberg zu Boden gesto\u00dfen und am Kopf verletzt. Manche Ordensfrauen trauten sich inzwischen nur noch mit Begleitung auf die Stra\u00dfe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Ursache ist eine zunehmende Unkenntnis \u00fcber das Christentum unter jungen Israelis. Viele n\u00e4hmen das Christentum vor allem durch die Geschichte christlicher Gewalt gegen Juden wahr. Hinzu k\u00e4men \u00c4ngste vor Missionierung sowie die Auffassung, christliche Bilder und Heiligenfiguren seien G\u00f6tzendienst. Laut einer Umfrage glaubt inzwischen etwa die H\u00e4lfte der israelischen Bev\u00f6lkerung, dass Juden keine Kirche betreten d\u00fcrften.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zudem beklagen Kirchenvertreter Steuerforderungen f\u00fcr kirchliche Immobilien, Schwierigkeiten bei der Ausstellung von Visa f\u00fcr christliche Organisationen und Einschr\u00e4nkungen beim Zugang zu heiligen St\u00e4tten. Im M\u00e4rz sei Kardinal Pierbattista Pizzaballa zun\u00e4chst daran gehindert worden, zum Palmsonntagsgottesdienst die Grabeskirche zu betreten. Die israelischen Beh\u00f6rden h\u00e4tten dies sp\u00e4ter als Fehler einger\u00e4umt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die israelische Regierung betont, sie verteidige die Religionsfreiheit. Kritiker werfen den Beh\u00f6rden jedoch vor, christenfeindliche Vorf\u00e4lle nicht entschieden genug zu verfolgen. (Quelle: Wall Street Journal)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Jerusalemer Altstadt werden christliche Geistliche, Ordensfrauen und kirchliche Einrichtungen immer h\u00e4ufiger Ziel von Beschimpfungen, Spuckattacken, Vandalismus und Einsch\u00fcchterungen. Besonders h\u00e4ufig gingen die Vorf\u00e4lle von jungen religi\u00f6sen Israelis aus. 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