{"id":5759,"date":"2026-10-15T14:35:00","date_gmt":"2026-10-15T12:35:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/?p=5759"},"modified":"2026-10-13T14:58:26","modified_gmt":"2026-10-13T12:58:26","slug":"hindu-nationalisten-greifen-kirche-an-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/hindu-nationalisten-greifen-kirche-an-2\/","title":{"rendered":"Hindu-Nationalisten greifen katholische Kirche an"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im indischen Bundesstaat Westbengalen sollen rund 200 hindu-nationalistische Aktivisten eine katholische Kirche angegriffen und mehrere Gl\u00e4ubige verletzt haben. Hintergrund sind Vorw\u00fcrfe angeblicher religi\u00f6ser Zwangsbekehrungen, die von kirchlicher Seite zur\u00fcckgewiesen werden. Der zust\u00e4ndige Bischof von Krishnanagar, Nirmol Vincent Gomes, verurteilte die Gewalt und forderte den Schutz der katholischen Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Dorf Jalalkhai im Distrikt Nadia im ostindischen Bundesstaat Westbengalen ist es am Freitag, dem 9. Oktober, zu einem Angriff auf die katholische St.-Louis-Kirche gekommen. Nach Angaben des Pfarrers Jithin Muthukattil versuchten rund 200 Aktivisten der hindu-nationalistischen Organisation Vishwa Hindu Parishad gegen 18 Uhr gewaltsam auf das Kirchengel\u00e4nde vorzudringen. Sie seien mit Fahrzeugen gekommen und h\u00e4tten Ziegelsteine und Bambusst\u00f6cke mitgef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gemeindemitglieder versuchten zun\u00e4chst, das Eingangstor zu verschlie\u00dfen und mit Bambus zu verbarrikadieren. Die Angreifer h\u00e4tten jedoch Steine und Ziegel geworfen, seien gewaltsam auf das Gel\u00e4nde eingedrungen und h\u00e4tten provisorische Tore sowie Glasabdeckungen von Heiligenstatuen besch\u00e4digt, darunter auch die einer Christusstatue. Mehr als zehn M\u00e4nner und Frauen, die sich den Angreifern entgegenstellten, seien geschlagen worden. Gegen 19 Uhr traf die Polizei ein und brachte die Situation unter Kontrolle. Nach Angaben eines Vertreters der di\u00f6zesanen Laienkommission wurden zun\u00e4chst keine Verantwortlichen festgenommen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gebetsveranstaltung vorzeitig beendet<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum Zeitpunkt des Angriffs hatten sich rund 1.900 Christen der indigenen Santhal-Gemeinschaft aus umliegenden Gebieten zu einer viert\u00e4gigen Gebetsveranstaltung im Divine Love Retreat Centre versammelt, das zur Pfarre geh\u00f6rt. Die Veranstaltung hatte am 8. Oktober begonnen. Aufgrund des Angriffs und weiterer Drohungen wurde sie jedoch bereits am 10. Oktober nach der Heiligen Messe und dem Fr\u00fchst\u00fcck beendet. Pfarrer Muthukattil erkl\u00e4rte, dass die j\u00e4hrlich stattfindende Gebetsveranstaltung in den vergangenen zw\u00f6lf Jahren keinen vergleichbaren Anfeindungen ausgesetzt gewesen sei.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Bischof spricht von schwerster Gewalt in seiner Di\u00f6zese<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der zust\u00e4ndige Bischof von Krishnanagar, Nirmol Vincent Gomes, zeigte sich best\u00fcrzt \u00fcber den Vorfall. Gegen\u00fcber UCA News bezeichnete er die Ereignisse als die schlimmste Form von Gewalt, die seine Di\u00f6zese bislang erlebt habe. Priester und Ordensfrauen h\u00e4tten bereits am 9. Oktober Anzeige bei der Polizei erstattet. Sie fordern die Festnahme der Verantwortlichen und Schutz f\u00fcr die ver\u00e4ngstigten katholischen Gl\u00e4ubigen. Ein leitender Polizeibeamter best\u00e4tigte gegen\u00fcber UCA News, dass eine Anzeige eingegangen sei und die Ermittlungen liefen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kirche weist Vorw\u00fcrfe religi\u00f6ser Bekehrungen zur\u00fcck<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Angreifer warfen den kirchlichen Veranstaltern vor, Hindus zum Christentum zu bekehren. Ein Vertreter der Vishwa Hindu Parishad behauptete, in mehreren Regionen Westbengalens w\u00fcrden Menschen mit Geld und Wundversprechen zu einem Religionswechsel bewegt. Der Kanzler der Erzdi\u00f6zese Kalkutta, Pater Dominic Gomes, wies die Anschuldigungen zur\u00fcck. Die Gebetsveranstaltungen dienten nicht dazu, Menschen zum Christentum zu bekehren. Vielmehr sollten sie den Teilnehmern Gelegenheit zum Gebet, zur geistlichen Unterst\u00fctzung und zur Erneuerung ihres Glaubens geben. Bei einer fairen und objektiven Pr\u00fcfung anhand von Fakten und Beweisen w\u00fcrden sich die Bekehrungsvorw\u00fcrfe als unbegr\u00fcndet erweisen, erkl\u00e4rte Gomes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch Herod Mullick, Gr\u00fcndungssekret\u00e4r des Bengal Christian Council, \u00e4u\u00dferte sich besorgt. \u00c4hnliche Vorf\u00e4lle ereigneten sich zunehmend in verschiedenen Teilen des Bundesstaates. Er f\u00f6rderte die Beh\u00f6rden zu einer unverz\u00fcglichen und unparteiischen Untersuchung auf. Zudem m\u00fcsste die \u00f6ffentliche Ordnung gew\u00e4hrleistet und die Verantwortlichen rasch zur Rechenschaft gezogen werden. (Quelle: Vatican News)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im indischen Bundesstaat Westbengalen sollen rund 200 hindu-nationalistische Aktivisten eine katholische Kirche angegriffen und mehrere Gl\u00e4ubige verletzt haben. 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