{"id":743,"date":"2015-04-21T10:27:43","date_gmt":"2015-04-21T08:27:43","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/lage-aleppo-hat-sich-verschlechtert-html\/"},"modified":"2023-02-27T16:17:17","modified_gmt":"2023-02-27T15:17:17","slug":"lage-aleppo-hat-sich-verschlechtert-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/lage-aleppo-hat-sich-verschlechtert-html\/","title":{"rendered":"\u201eLage in Aleppo hat sich verschlechtert!\u201c"},"content":{"rendered":"<p><span>Nach neuen K\u00e4mpfen verlassen tausende Menschen die Stadt. \u201eDie Welt darf Aleppo nicht vergessen!\u201c Mit diesen Worten hat der gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Pr\u00e4sident des weltweiten katholischen Hilfswerks \u201eKirche in Not\u201c, Johannes Freiherr von Heereman, aufgerufen, den vom Krieg betroffenen Menschen in Aleppo zu helfen. Die im Norden Syriens gelegene zweitgr\u00f6\u00dfte Stadt des Landes ist zwischen der Regierung und den von Dschihadisten dominierten Rebellen umstritten. \u201eDerzeit wird in Aleppo wieder heftig gek\u00e4mpft. Viele Menschen sterben. Tausende Bewohner, darunter viele Christen, fliehen\u201c, so Heereman unter Berufung lokaler Quellen.<\/span><span>&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span>Die katholische Ordensschwester Annie harrt seit Jahren in der Stadt aus. Sie berichtet gegen\u00fcber \u201eKirche in Not\u201c: \u201eSeit dem Wochenende wird in Aleppo gek\u00e4mpft. Allein am Samstag starben 14 Christen durch Rebellenangriffe. Viele wurden verletzt. T\u00e4glich verlassen Busse mit christlichen Familien die Stadt. Es gibt aber nicht genug Busse f\u00fcr diejenigen, die fliehen wollen. Die Menschen f\u00fchlen sich alleingelassen. <br \/> Es gibt noch acht Kongregationen, die in Aleppo ausharren, um den Menschen zu helfen. Vor den K\u00e4mpfen lebten 70 000 Christen in der Stadt. <br \/> Jetzt sind es noch um die 60 000.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span>Der in Syrien t\u00e4tige Fl\u00fcchtlingsdienst der Jesuiten (JRS) berichtet ebenfalls von der dramatischen Lage. \u201eDie Situation in Aleppo hat sich zuletzt signifikant verschlechtert. Die Gewalt in beiden Teilen der Stadt hat zugenommen. Es gibt in Aleppo Vorbereitungen, Kirchen und andere Schl\u00fcsseleinrichtungen in Zufluchtsorte umzuwandeln.\u201c Der Jesuit Ziad Hilal aus Homs hilft den Fl\u00fcchtlingen aus Aleppo. Am Donnerstag sagte er gegen\u00fcber \u201eKirche in Not\u201c: \u201eHunderte Familien sind in die K\u00fcstenregion und in das \u201aTal der Christen\u2018 geflohen, auch nach Homs, vor allem Christen. Sie haben nat\u00fcrlich nichts. Sie brauchen alles: Wohnung, Decken, Matratzen, Kleidung und so weiter. Unter ihnen sind auch kranke Menschen, die auf Medikamente angewiesen sind.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span>Pater Ziad rechnet mit mehr Fl\u00fcchtlingen, wenn die Gewalt in Aleppo weitergeht. \u201eOft wurden Familien auseinandergerissen. Ich bin einer Familie begegnet, deren Vater noch in Aleppo ist, w\u00e4hrend die Frau mit ihren Kindern fliehen konnte. Es ist momentan eine schwierige Situation f\u00fcr die Menschen.\u201c Schwester Annie berichtet: \u201eDie Menschen von Aleppo haben in den vergangenen drei Jahren Dinge durchgemacht wie niemand sonst. Sie haben alles verloren. Es gibt weder eine funktionierende Wasser- noch Stromversorgung. Dennoch machen sie weiter. Das ist ein echtes Beispiel f\u00fcr uns alle.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span>Die Ordensfrau appelliert an die Wohlt\u00e4ter von \u201eKirche in Not\u201c: \u201eDie kommenden Tage k\u00f6nnten hart werden f\u00fcr unsere Leute. Ich hoffe, dass es durch Ihre Gebete und Ihre Unterst\u00fctzung nicht so sein wird. Ich bin bewegt angesichts Ihrer Hilfe. M\u00f6ge Gott Sie segnen. Wir sind in den Herzen Jesu und Mariens vereint.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span>\u201eDie Realit\u00e4t ist, dass Syriens Christen dabei sind, vor unseren Augen zu verschwinden. Die Christen sind aber nat\u00fcrlich nicht die Einzigen, die leiden. Alle Einwohner der Stadt sind betroffen. Seit vier Jahren wird die Lage in Syrien schlimmer. \u00dcber 220 000 Menschen sind tot, zw\u00f6lf Millionen wurden zu Fl\u00fcchtlingen. Das entspricht etwa der H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung des Landes\u201c, so Heereman. Er erkl\u00e4rte weiter: \u201eDeshalb fordert \u201aKirche in Not\u2018 die internationale Gemeinschaft auf, sich f\u00fcr ein Ende der Waffenlieferungen nach Syrien und mehr internationale Soforthilfe f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung von Aleppo einzusetzen. Au\u00dferdem rufen wir zum Gebet f\u00fcr ein Ende des Konflikts in Syrien und dem ganzen Nahen Osten auf. Wir werden fortfahren, den bedr\u00e4ngten Christen Syriens durch die lokale Kirche zu helfen.\u201c<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach neuen K\u00e4mpfen verlassen tausende Menschen die Stadt. \u201eDie Welt darf Aleppo nicht vergessen!\u201c Mit diesen Worten hat der gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Pr\u00e4sident des weltweiten katholischen Hilfswerks \u201eKirche in Not\u201c, Johannes Freiherr von Heereman, aufgerufen, den vom Krieg betroffenen Menschen in Aleppo zu helfen. 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