{"id":765,"date":"2015-05-28T06:40:50","date_gmt":"2015-05-28T04:40:50","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/nach-der-entfuehrung-aufruf-zum-gebet-html\/"},"modified":"2023-02-27T16:16:28","modified_gmt":"2023-02-27T15:16:28","slug":"nach-der-entfuehrung-aufruf-zum-gebet-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/nach-der-entfuehrung-aufruf-zum-gebet-html\/","title":{"rendered":"Nach der Entf\u00fchrung &#8211; Aufruf zum Gebet"},"content":{"rendered":"<p>Nach der Entf\u00fchrung von Pater Jacques in Syrien ruft sein Mitbruder zum Gebet auf.&nbsp;Nach der Entf\u00fchrung des katholischen Ordensmannes Jacques Mourad und eines Begleiters am Donnerstag vergangener Woche ist die Best\u00fcrzung in Syrien gro\u00df. Gegen\u00fcber dem katholischen Hilfswerk \u201cKirche in Not\u201d rief ein Mitbruder des Entf\u00fchrten am Montag zum Gebet auf. \u201cBitte beten Sie f\u00fcr Pater Jacques und seinen Begleiter, aber auch f\u00fcr unsere Gemeinschaft. Maskierte M\u00e4nner mit Waffen nahmen die beiden mit. Wir wissen nicht, wer das war und wo unsere Br\u00fcder jetzt sind. Wir tappen v\u00f6llig im Dunkeln\u201d, so Pater Jihad Youssef von der katholischen Ordensgemeinschaft von Mar Musa, zu der auch Pater Jacques geh\u00f6rt.&nbsp;<\/p>\n<p>\u201cPater Jacques engagierte sich im Kloster Mar Elian in Quaryatayn f\u00fcr die unter den Folgen des syrischen Kriegs leidenden Menschen. Er hat besonders auf Renovierungsprojekte Wert gelegt, damit die Menschen wieder in ihren zerst\u00f6rten H\u00e4usern leben k\u00f6nnen. Aber auch psychologische Betreuung der Menschen im Krieg und andere humanit\u00e4re Nothilfe waren ihm wichtig. Seit Jahren hat er sich um Kriegsfl\u00fcchtlinge gek\u00fcmmert\u201d, erkl\u00e4rt Pater Jihad. \u201dPater Jacques hat dabei keine Unterschiede zwischen Christen oder Muslimen gemacht. Er half allen Menschen in Not.\u201d Seit Jahren wird Pater Jacques Arbeit von \u201cKirche in Not\u201d unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Noch k\u00fcrzlich hatte sich Pater Jacques in einer Email an \u201cKirche in Not\u201d gewandt, um f\u00fcr die gew\u00e4hrte Unterst\u00fctzung in H\u00f6he von bislang weit \u00fcber 100000 Euro zu danken. Darin legte er auch seine Motivation dar. \u201cUnsere Bem\u00fchungen, den bedr\u00e4ngten und leidenden Muslimen in unserer Gegend zu helfen ist nichts anderes als Ausdruck der Position der Kirche, die sich dem Bild des gekreuzigten Christus verbunden wei\u00df. Unser Zeugnis heute ist ein Reflex des Lichtes, das vom Kreuz ausgeht und eine neue Morgenr\u00f6te der Auferstehungshoffnung f\u00fcr die ganze Menschheit ank\u00fcndigt.\u201c&nbsp;<\/p>\n<p>Der Nahostreferent von \u201cKirche in Not\u201d, Pater Andrzej Halemba, bezeichnete die Entf\u00fchrung von Pater Jacques derweil als eine Schande. \u201cEinmal mehr erleben wir ein Beispiel blinden Hasses. Pater Jacques hat immer allen Menschen geholfen, seien es Christen, seien es Muslime. Er hat allen geholfen, stand aber auf niemandes Seite. Warum wird ein solcher Mensch entf\u00fchrt? Wir sehen einmal mehr, wie der Krieg die besten Menschen fordert. Pater Jacques ist ein geistlicher F\u00fchrer von Christen und Muslimen. Menschen beider Religionen schauen zu ihm auf und vertrauen ihm.\u201d<\/p>\n<p>Pater Halemba h\u00e4lt sich derzeit in Syrien auf, um dort von \u201cKirche in Not\u201d unterst\u00fctzte Projekte zu besuchen und sich ein Bild von der Lage zu machen. \u201cDie Situation ist furchtbar. In Qusair nahe der libanesischen Grenze bin ich durch eine Geisterstadt gefahren. Das Ausma\u00df der Zerst\u00f6rung ruft in einem apokalptische Bilder wach. Man sieht \u00fcberall den Wahnsinn des Krieges\u201d\u2019 so Halemba. \u201cAndererseits gibt es aber auch Zeichen des Lebens und der Hoffnung. Ich konnte vielen Christen begegnen, die auch unter diesen Umst\u00e4nden versuchen, ihren Glauben zu leben.\u201d Beeindruckt zeigte sich Pater Halemba etwa von einem dreifachen Familienvater, der sich weigere, das Land zu verlassen. \u201cEr hat mir gesagt, dass er nicht nach Europa m\u00f6chte, sondern in seiner Heimat Syrien seiner christlichen Berufung nachkommen will. Bewegt war ich auch von der Freude der 51 Kinder, die jetzt in der Altstadt von Homs die erste Heilige Kommunion empfangen durften. Und in Yabrud haben Schulkinder bei einer Veranstaltung an all die Verantwortlichen des Krieges appelliert, ihnen nicht l\u00e4nger ihre Zukunft zu stehlen. Gerade die Kinder und Jugendlichen sind voller Lebenswillen. Dieser Besuch hat mich einmal mehr darin best\u00e4rkt, dass wir den Menschen in Syrien unbedingt helfen m\u00fcssen, trotz all der Not wieder etwas Hoffnung zu sch\u00f6pfen.\u201d<\/p>\n<p>&#8222;Kirche in Not&#8220; ist im Nahen Osten besonders aktiv. Mehr als zw\u00f6lf Millionen Euro wurden seit Ende 2011 aufgewandt, um den Christen in Syrien und dem Irak zu helfen. \u201cKirche in Not\u201d hat k\u00fcrzlich \u00fcber zwei Millionen Euro f\u00fcr humanit\u00e4re Hilfe in Syrien bereitgestellt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach der Entf\u00fchrung von Pater Jacques in Syrien ruft sein Mitbruder zum Gebet auf.&nbsp;Nach der Entf\u00fchrung des katholischen Ordensmannes Jacques Mourad und eines Begleiters am Donnerstag vergangener Woche ist die Best\u00fcrzung in Syrien gro\u00df. 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