{"id":767,"date":"2015-06-08T10:37:20","date_gmt":"2015-06-08T08:37:20","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/stoppt-endlich-diese-abscheulichkeiten-html\/"},"modified":"2023-02-27T16:16:23","modified_gmt":"2023-02-27T15:16:23","slug":"stoppt-endlich-diese-abscheulichkeiten-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/stoppt-endlich-diese-abscheulichkeiten-html\/","title":{"rendered":"\u201eStoppt endlich diese Abscheulichkeiten\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Der verzweifelte Appell eines syrischen Bischofs an den Westen, endlich einzugreifen. Wenn es nach dem syrischen Bischof geht, dessen Di\u00f6zese sich mitten im Brennpunkt des Konflikts befindet, dann ist ein umfassendes Eingreifen des Westens dringend vonn\u00f6ten, um \u201ediese Abscheulichkeiten zu stoppen\u201c, die in Syrien und im Irak begangen werden.<\/p>\n<p>Jean-Cl\u00e9ment Jeanbart, Erzbischof der Melkitischen Griechisch-Katholischen Kirche, hat der katholischen Hilfsorganisation \u201eKirche in Not\u201c einen leidenschaftlichen Appel zukommen lassen, in dem er schildert, wie sein Bischofssitz in Aleppo, der bereits \u00fcber zwanzig Mal von M\u00f6rsergranaten getroffen wurde, erneut unter Beschuss geraten ist.<\/p>\n<p>In dem Schreiben, das einen Tag nach dem Angriff abgefasst wurde, erkl\u00e4rt Erzbischof Jeanbart, dass bei dem neuerlichen Bombardement niemand verletzt wurde. Bei fr\u00fcheren Milit\u00e4rschlagen wurden w\u00e4hrend der letzten beiden Jahre f\u00fcnf der insgesamt zw\u00f6lf melkitischen Kirchen der Stadt besch\u00e4digt.<\/p>\n<p>Er erkl\u00e4rt weiterhin: \u201eDer IS, dem bereits Tausende in der Region zum Opfer gefallen sind, terrorisiert die Gl\u00e4ubigen in Aleppo. Worauf wartet der Westen \u2013 nach all den Angriffen auf Maloula, Mossul, Idlib und Palmyra \u2013, bevor er endlich eingreift? Worauf warten die gro\u00dfen Nationen der Welt, bevor sie diese Abscheulichkeiten endlich stoppen? Ich w\u00fcnsche mir, dass alle, die an Gott glauben, und all diejenigen, die Mitleid mit den Unschuldigen haben, ihre Stimme erheben und die zivilisierten Nationen dazu auffordern, endlich zu handeln, damit der Frieden wiederhergestellt wird.\u201c<\/p>\n<p>Aleppo war Schauplatz einiger der bisher schlimmsten K\u00e4mpfe in dem Konflikt, der im Zuge des \u201eArabischen Fr\u00fchlings\u201c 2011 zwischen loyal zum syrischen Pr\u00e4sidenten Baschar al-Assad stehenden Streitkr\u00e4ften und Rebellengruppen um die Vorherrschaft im Land ausbrach und in dessen Verlauf viele St\u00e4dte in Schutt und Asche gelegt wurden.<\/p>\n<p>Die Gewalt hat sich in den letzten Wochen intensiviert; es hei\u00dft, die Regierung habe als Reaktion auf Rebellenoffensiven ihre Bombenangriffe auf Aleppo versch\u00e4rft.<\/p>\n<p>Unz\u00e4hlige Menschen s\u00e4mtlicher Glaubensrichtungen fliehen aus dem Gebiet. Der chald\u00e4ische Bischof Antoine Audo berichtete in dem Zusammenhang letzten Monat, dass die Zahl der Christen in Aleppo von 250 000 auf unter 100 000 gesunken sei.<\/p>\n<p>In seinem Aufruf schreibt Erzbischof Jeanbart weiter: \u201eLasst mich mit meinem Volk weinen, das vergewaltigt und dahingemordet wird [\u2026]. Lasst mich den vielen Familien in Aleppo beistehen, die ihre Toten beklagen. In diesem scheu\u00dflichen, barbarischen Krieg haben sie so viele geliebte Menschen verloren, V\u00e4ter, M\u00fctter, Br\u00fcder und Schwestern, ihre \u00fcber alles geliebten Kinder.\u201c<\/p>\n<p>Er hebt die traumatische Lage vieler Menschen hervor, die ihr Zuhause verloren haben, deren Existenzgrundlage zerst\u00f6rt wurde.<\/p>\n<p>\u201eDie Unsicherheit\u201c, schreibt er, \u201ezerm\u00fcrbt sie, dr\u00fcckt sie nieder, vergr\u00f6\u00dfert ihre Angst und Traurigkeit von Tag zu Tag.\u201c<\/p>\n<p>Er f\u00fcgt hinzu: \u201eNehmen Sie es mir nicht \u00fcbel, wenn das alles sehr bitter klingt: So viele Eltern musste ich tr\u00f6sten, die die Entbehrungen nur schwer verkraften k\u00f6nnen, durch die ihre Kinder des N\u00f6tigsten beraubt werden, um in W\u00fcrde und gesund aufwachsen zu k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Erzbischof Jeanbart hatte bereits vor einem Monat im Rahmen einer USA-Reise davor gewarnt, dass seine Kirche von der Ausl\u00f6schung bedroht sei, und Christen und Andersgl\u00e4ubige im Westen dazu aufgerufen, dringend zu helfen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die katholische Hilfsorganisation \u201eKirche in Not\u201c, die Erzbischof Jeanbart in den USA empfangen hatte, die f\u00fcr sie priorit\u00e4ren, unmittelbar dem kirchlichen Leben zugute kommenden Pastoralprojekte aufrechterh\u00e4lt, unterst\u00fctzt sie auch weiterhin Christen und Andersgl\u00e4ubige in Syrien, im Irak, im Libanon und in anderen Gebieten des Nahen Ostens mit Soforthilfe.<\/p>\n<p>\u201eKirche in Not\u201c hat die Kirche in Syrien und im Irak seit Ende 2015 mit bisher \u00fcber zw\u00f6lf Millionen Euro unterst\u00fctzt. (Bild: CAPNI)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der verzweifelte Appell eines syrischen Bischofs an den Westen, endlich einzugreifen. Wenn es nach dem syrischen Bischof geht, dessen Di\u00f6zese sich mitten im Brennpunkt des Konflikts befindet, dann ist ein umfassendes Eingreifen des Westens dringend vonn\u00f6ten, um \u201ediese Abscheulichkeiten zu stoppen\u201c, die in Syrien und im Irak begangen werden. 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