{"id":77,"date":"2013-03-11T08:50:56","date_gmt":"2013-03-11T08:50:56","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/178-wohnungen-brand-gesteckt-html\/"},"modified":"2023-02-17T13:03:25","modified_gmt":"2023-02-17T12:03:25","slug":"178-wohnungen-brand-gesteckt-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/178-wohnungen-brand-gesteckt-html\/","title":{"rendered":"178 Wohnungen in Brand gesteckt"},"content":{"rendered":"<p>Rund 3.000 aufgebrachte Muslime \u00fcberfielen am 9. M\u00e4rz Wohnungen von rund 178 christlichen Familien im Stadtviertel Badami Bah in Lahore in Brand gesteckt. Ausl\u00f6ser f\u00fcr den \u00dcberfall war ein Fall angeblicher Blasphemie. Die aufgebrachte Menschenmenge schmiss auch mit Steinen auf die Polizei, wobei mehrere Beamte verletzt wurden, die vor Ort eingreifen wollten, um die Lage zu beruhigen. Wie aus ersten Informationen hervorgeht sollen dabei zwischen 120 und 140 Christen Brandverletzungen erlitten haben (darunter M\u00e4nner, Frauen und Kinder). Einige davon werden in Krankenh\u00e4usern behandelt. Unter den Verletzten befindet sich auch der Bischof Akram Gill, von der evangelisch-christlichen Kirche in Pakistan, der ebenfalls vor Ort die Lage beruhigen wollte.<\/p>\n<p>Bereits, gestern Abend nach dem islamischen Freitagsgebet wurde mit der \u201eJagd auf den der Blasphemie beschuldigten\u201c begonnen, was dazu gef\u00fchrt hatte, dass rund 150 Familien des Stadtviertels, darunter Kinder und Frauen auf der Flucht vor Lynchjustiz aus dem Viertel flohen.&nbsp;Der angeblichen Blasphemie wird der Christ Savan Masih (auch \u201eBubby\u201c genannt) beschuldigt, den die Polizei vor zwei Tagen festnahm, nachdem auf der Grundlage des Artikels Nr. 295c des pakistanischen Strafgesetzbuchs (der so genannte Blasphemieparagraph), der die Beleidigung des Propheten Mohammed bestraft, angezeigt worden war.<\/p>\n<p>Wie Beobachter berichten, ist die Anklage wegen Blasphemie falsch. Chandar Mashi, der Vater des Beschuldigten, dementiert, dass sein Sohn den Propheten beleidigt hat. Er habe den Propheten immer zutiefst verehrt.<br \/>\nDer Apostolische Administrator von Lahore, Bischof Sebastian Shaw, erkl\u00e4rte: \u201eWir verurteilen solche Gesten der Gewalt und bitten die Regierung um Garantien f\u00fcr die Sicherheit der B\u00fcrger, insbesondere der religi\u00f6sen Minderheiten. Es gibt Personen, die Selbstjustiz ver\u00fcben wollen und glauben, dass die Gesetze f\u00fcr sie nicht gelten. Diese Episode, von der unsere Stadt betroffen ist, ist sehr traurig. Die Menschen sind in ihren eigenen Wohnungen nicht sicher. Wir sprechen den betroffenen Familien unsere Solidarit\u00e4t und Verbundenheit aus. In diesem Land muss noch viel getan werden, damit es Frieden und Harmonie geben kann\u201c.<br \/>\nDer Justizminister der Provinz Punjab. Rana Sanaullah, betont unterdessen: \u201eEs gibt \u00fcberhaupt keinen Grund f\u00fcr diese Gewalt, insbesondere wenn man bedenkt, dass der Beschuldigte bereits festgenommen wurde.\u201c \u201eWir werden Ermittlungen im Zusammenhang vandalischen Handlungen auf den Weg bringen\u201c, so der Minister weiter, \u201eund alle, die betroffen sind, werden innerhalb von f\u00fcnf Tagen Schadenersatzzahlungen f\u00fcr die an ihrem Besitz verursachten Sch\u00e4den erhalten\u201c. (Quelle: Fides, Foto: Anjum Naveed)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rund 3.000 aufgebrachte Muslime \u00fcberfielen am 9. M\u00e4rz Wohnungen von rund 178 christlichen Familien im Stadtviertel Badami Bah in Lahore in Brand gesteckt. Ausl\u00f6ser f\u00fcr den \u00dcberfall war ein Fall angeblicher Blasphemie. 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