{"id":779,"date":"2015-06-17T08:20:21","date_gmt":"2015-06-17T06:20:21","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/ein-daemonischer-konflikt-html\/"},"modified":"2023-02-27T16:16:18","modified_gmt":"2023-02-27T15:16:18","slug":"ein-daemonischer-konflikt-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/ein-daemonischer-konflikt-html\/","title":{"rendered":"&#8222;Ein d\u00e4monischer Konflikt&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><span>Nach seinem Syrienbesuch berichtet der Nahost-Referent von &#8222;Kirche in Not&#8220; von der Angst, aber auch der Hoffnung der Christen.&nbsp;<\/span><span>Angst, aber auch Hoffnung pr\u00e4gen derzeit die christliche Gemeinschaft in Syrien: Das betont Andrzej Halemba, Nahostreferent des katholischen Hilfswerks &#8222;Kirche in Not&#8220;, jetzt nach seiner R\u00fcckkehr aus Syrien. &#8222;Ich war im Januar bereits bei unseren Projektpartnern vor Ort. Bei meinem j\u00fcngsten Besuch habe ich aber eine deutliche Ver\u00e4nderung der Stimmung bemerkt. Die schlechten Nachrichten h\u00e4uften sich seither. Die j\u00fcngsten Eroberungen der Rebellen in Idlib und andernorts bedr\u00fccken die Christen vor allem in Aleppo. Sie haben Angst und glauben, dass ihrer Stadt noch mehr Gewalt bevorsteht. Aleppos christliche Viertel wurden ja schon im April von den Rebellen heftig attackiert. Die Moral der Menschen ist v\u00f6llig ersch\u00fcttert&#8220;, so Halemba, der sich Ende Mai zu einem mehrt\u00e4gigen Projektbesuch in verschiedenen Orten Syriens aufhielt. &#8222;Hinzukommt, dass der Libanon Anfang des Jahres seine Grenzen f\u00fcr syrische Fl\u00fcchtlinge quasi dicht gemacht hat. Das betrifft besonders die Christen, die es in anderen L\u00e4ndern der Region schwer haben. Sie sind bevorzugt in den Libanon gefl\u00fcchtet. Sie haben jetzt das Gef\u00fchl, dass sie in der Falle sitzen.&#8220;&nbsp;<br \/><\/span><br \/><span>In anderen Gebieten aber, so Halemba, sei er auch hoffnungsvoll gestimmten Christen begegnet. &#8222;In Maaloula, aber auch Yabroud oder Homs gibt es einen echten Aufbauwillen. Die Menschen kehren in ihre von der syrischen Regierung befreiten Orte zur\u00fcck und bauen ihre zerst\u00f6rten H\u00e4user und Kirchen wieder auf. Schulen werden wieder er\u00f6ffnet wie zum Beisiel die melkitische Schule in Yabroud. Es gibt trotz der Jahre des Krieges noch soviel Energie und Potenzial. Das hat mich selbst in meiner Arbeit best\u00e4rkt und ermutigt. Wir von &#8222;Kirche in Not&#8220; m\u00fcssen die Christen gerade in der Restaurierung ihrer Kirchen unterst\u00fctzen. Die renovierten Gottesh\u00e4user sind wie ein Leuchtturm. Das gibt den Menschen Hoffnung und vermittelt das Gef\u00fchl von Normalit\u00e4t.&#8220; &#8222;Kirche in Not&#8220; unterst\u00fctze auch pastorale Projekte wie etwa Katechismusunterricht f\u00fcr Kinder und Jugendliche, so Halemba weiter. &#8222;Wir Katholiken m\u00fcssen unseren Glauben kennen. Dadurch gewinnen wir St\u00e4rke auch in schweren Zeiten.&#8220;<br \/>&nbsp;<\/span><br \/><span>Halemba betonte, dass der Gro\u00dfteil der von &#8222;Kirche in Not&#8220; bereitgestellten Hilfen indes f\u00fcr Nothilfe verwendet werde. &#8222;Seit Beginn des Jahres haben wir etwa zwei Millionen Euro Hilfen gew\u00e4hrt. Entscheidend f\u00fcr uns ist, den Christen zu helfen, dass sie in Syrien bleiben k\u00f6nnen. Die Wohlhabenden sind n\u00e4mlich bereits gegangen. Geblieben sind die Armen. Sie haben keine oder kleine Geh\u00e4lter. Die Preise aber sind hoch. Die Menschen sind deswegen auf die Unterst\u00fctzung durch die Kirche angewiesen&#8220;, so Halemba. &#8222;Kirche in Not&#8220;, so Halemba, helfe den Betroffenen durch die kirchlichen Partner vor Ort mit Miethilfen, Nahrung und Hygieneartikeln. &#8222;Die Priester gehen zu den Leuten und nicht umgekehrt. Das konnte ich gut in Marmarita beobachten. In der christlichen Stadt haben viele Christen aus Aleppo Zuflucht gefunden. Sie ist zum Bersten voll. Die Mieten sind in die H\u00f6he geschossen. Die Not der Fl\u00fcchtlinge wird leider oft ausgenutzt. Es ist ermutigend zu sehen, wie dankbar die Menschen daf\u00fcr sind. &#8222;<br \/><\/span><br \/><span>Die Probleme in Syrien seien insgesamt riesig, betont Halemba. &#8222;Bereits vier Millionen Menschen haben Syrien verlassen. Allein 15000 \u00c4rzte gingen. Die H\u00e4lfte der Schulen ist geschlossen. Besonders Schwerkranke sind schlimm dran. Es gibt Berechnungen, dass durch fehlende Gesundheitsversorgung mehr Menschen in diesem Krieg gestorben sind als durch die K\u00e4mpfe. Manche Kirchenleute sprechen von \u00fcber 350000 Toten infolge. Dem stehen \u00fcber 220000 Kriegsopfer gegen\u00fcber. Am Schlimmsten aber war f\u00fcr mich zu h\u00f6ren, dass in dem Konflikt mehr Kinder als Frauen get\u00f6tet wurden. Den Eltern sollte so h\u00e4ufig ganz bewusst jede Hoffnung genommen werden. Das zeigt, wie d\u00e4monisch dieser Konflikt ist.&#8220;&nbsp;<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach seinem Syrienbesuch berichtet der Nahost-Referent von &#8222;Kirche in Not&#8220; von der Angst, aber auch der Hoffnung der Christen.&nbsp;Angst, aber auch Hoffnung pr\u00e4gen derzeit die christliche Gemeinschaft in Syrien: Das betont Andrzej Halemba, Nahostreferent des katholischen Hilfswerks &#8222;Kirche in Not&#8220;, jetzt nach seiner R\u00fcckkehr aus Syrien. &#8222;Ich war im Januar bereits bei unseren Projektpartnern vor [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":778,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[200],"tags":[22,93,39,16],"class_list":["post-779","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-syrien","tag-burgerkrieg","tag-is","tag-naher-osten","tag-syrien"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/779","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=779"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/779\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3537,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/779\/revisions\/3537"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/media\/778"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=779"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=779"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=779"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}