{"id":783,"date":"2015-06-22T07:13:49","date_gmt":"2015-06-22T05:13:49","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/was-kommt-als-naechstes-html\/"},"modified":"2023-02-23T12:23:45","modified_gmt":"2023-02-23T11:23:45","slug":"was-kommt-als-naechstes-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/was-kommt-als-naechstes-html\/","title":{"rendered":"&#8222;Was kommt als n\u00e4chstes?&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Nach dem Brandanschlag auf das katholische Brotvermehrungskloster in Israel ist die Sorge der Christen vor wachsender Intoleranz gro\u00df. Nach einem vermutlich von j\u00fcdischen Extremisten ver\u00fcbten Brandanschlag auf das katholische Brotvermehrungskloster in Tabgha in Israel ist die Sorge unter den Christen des Heiligen Landes gro\u00df. Weihbischof William Shomali vom Lateinischen Patriarchat in Jerusalem \u00e4u\u00dferte sich am Donnerstag gegen\u00fcber dem katholischen Hilfswerk &#8222;Kirche in Not&#8220; best\u00fcrzt. Vor dem Hintergrund einer Reihe \u00e4hnlicher Vorf\u00e4lle in den letzten Jahren sagte Weihbischof Shomali: &#8222;Das ist eine echte Eskalation in Sachen anti-christlicher Gewalt. Von einem kleinen Feuer, das wenig Schaden hinterl\u00e4sst, zu einem gr\u00f6\u00dferen Feuer und schlie\u00dflich zu einer Brandstiftung, die darauf abzielt, gro\u00dfen Schaden und sogar T\u00f6tung zu verursachen. Wir d\u00fcrfen fragen: Was kommt als N\u00e4chstes?&#8220;<\/p>\n<p>(Original: There Is a real escalade in the antichristian violence: from a small fire which leaves little damage to a bigger fire and finally to an arson which intends to produce great damages and even killing. We are allowed to ask: what will come next?)<\/p>\n<p>Unbekannte hatten am fr\u00fchen Donnerstagmorgen Feuer in der von deutschsprachigen Benediktinern bewohnten Klosteranlage gelegt. Dabei war gro\u00dfer Sachschaden im Eingangsbereich zur Kirche und am Kloster selbst entstanden. Teile der Anlage brannten vollst\u00e4ndig aus. Ein M\u00f6nch und eine Mitarbeiterin mussten wegen vermuteter Rauchvergiftung im Krankenhaus behandelt werden. Sie sind allerdings auf dem Weg der Besserung. Das Kloster mit der Brotvermehrungskirche, wo der wunderbaren Brotvermehrung durch Jesus Christus gedacht wird, ist eine der meistbesuchten christlichen Pilgerst\u00e4tten im Heiligen Land und liegt direkt am See Genesareth. Bereits im April vergangenen Jahres war die Anlage zum Ziel vandalistischer Akte geworden. J\u00fcdische Extremisten besch\u00e4digten und verunehrten Kreuze und Alt\u00e4re in den Au\u00dfenanlagen des Klosters. Die T\u00e4ter des j\u00fcngsten Brandanschlags haben jetzt ein Graffito in hebr\u00e4ischer Sprache hinterlassen. Auf einer Wand des Klosters war der Satz &#8222;Alle G\u00f6tzen werden vernichtet werden&#8220; (all Idols will be smashed) aufgespr\u00fcht worden. Es handelt sich dabei um ein Zitat aus einem j\u00fcdischen Gebet. Damit geht die Polizei von j\u00fcdischen Extremisten als T\u00e4tern aus und ermittelt in diese Richtung.<\/p>\n<p>Die Tat hatte Verurteilung seitens der Spitzen der israelischen Politik hervorgerufen. Staatspr\u00e4sident Reuven Rivlin hatte in einer am Donnerstag verbreiteten Stellungnahme gesagt, dass eine derart schreckliche Sch\u00e4ndung einer alten und heiligen St\u00e4tte des Gebets ein Angriff auf das Leben in Israel sei. &#8222;Israel als Staat und als Gesellschaft ist verpflichtet, die heiligen St\u00e4tten aller Glaubensrichtungen zu sch\u00fctzen&#8220;, so Rivlin.<\/p>\n<p>(Original \u201cSuch terrible desecration of an ancient and holy place of prayer, is an attack on the very fabric of life in our country &#8211; Israel, as a state and a society, is obligated to protect and preserve the holy sites, for all faiths.\u201d)<\/p>\n<p>Premierminister Benjamin Netanjahu sagte, dass der Brandanschlag ein Angriff auf &#8222;uns alle&#8220; gewesen sei. &#8222;In Israel ist die Religionsfreiheit eines unserer Grundprinzipien und gesetzlich garantiert. Die Verantwortlichen m\u00fcssen mit der ganzen H\u00e4rte des Gesetzes rechnen. Hass und Intoleranz haben keinen Platz in unserer Gesellschaft&#8220;, so Netanjahu.<\/p>\n<p>(Original: \u201cThis morning\u2019s outrageous arson attack on a church is an attack on us all. In Israel freedom of worship is one of our core values and is guaranteed under the law. Those responsible for this despicable crime will face the full force of the law. Hate and intolerance have no place in our society.\u201d)<\/p>\n<p>Zahlreiche Minister und Knesset-Abgeordnete \u00e4u\u00dferten sich \u00e4hnlich. Die katholische Ordinarienkonferenz des Heiligen Landes sprach in einer Mitteilung vom Donnerstag von einem Verbrechen, das das Zusammenleben der Religionen im Heiligen Land belaste. &#8222;Angesichts der Schwere der Tat fordern wir, dass die Ermittlungen schnell vonstatten gehen und die T\u00e4ter dieses Vandalismus zur Rechenschaft gezogen werden.&#8220;<\/p>\n<p>(siehe http:\/\/fr.lpj.org\/2015\/06\/18\/incendie-criminel-a-tabgah-communique-de-la&#8230;)<\/p>\n<p>Weihbischof Shomali sagte &#8222;Kirche in Not&#8220;, dass viele Juden die Tat sofort verurteilt h\u00e4tten: &#8222;Ich neige nach wie vor dazu zu denken, dass die Tat nur von einer sehr kleinen und aggressiven Gruppe ver\u00fcbt wurde. Ich kann nicht alle Israelis in denselben Topf werfen. Denn es gibt liberale und tolerante Juden, solche, die es weniger sind und schlie\u00dflich diejenigen, die Nicht-Juden hassen. Mein Sorge ist, dass die Radikalen zahlenm\u00e4\u00dfig mehr werden und der Grad ihrer Intoleranz zunimmt.&#8220;<\/p>\n<p>(Original: I am still inclined to think that the act is perpetrated by a very small and aggressive group. I cannot put all Israelis in the same basket, since there are the liberal and tolerant Jews, those who are less and finally those who hate the non Jews. My fear is that these radicals are increasing in number and in the degree of intolerance.<\/p>\n<p>I must say that a great number of Jews condemned the act from the first moment and still expect a condemnation from the highest political and religious authorities in Israel.)<\/p>\n<p>&#8222;Kirche in Not&#8220; beteiligte sich am 2012 eingeweihten Neubau des Klosters. Der Neubau in dem erdbebengef\u00e4hrdeten Gebiet war n\u00f6tig geworden, weil das alte Geb\u00e4ude aus den 1950er-Jahren ohne Fundamente gebaut worden und vom Einsturz bedroht war. Mit Unterst\u00fctzung von &#8222;Kirche in Not&#8220; konnte ein klimatisiertes Oratoriums innerhalb der Klausur finanziert werden. Da es im Sommer am See Genesareth bis zu 50 Grad hei\u00df werden kann und es in der Klosterkirche selbst wegen der vielen Besucher oft sehr laut wird, erm\u00f6glicht das Oratorium den M\u00f6nchen, sich in Stille zum Gebet zur\u00fcckzuziehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach dem Brandanschlag auf das katholische Brotvermehrungskloster in Israel ist die Sorge der Christen vor wachsender Intoleranz gro\u00df. Nach einem vermutlich von j\u00fcdischen Extremisten ver\u00fcbten Brandanschlag auf das katholische Brotvermehrungskloster in Tabgha in Israel ist die Sorge unter den Christen des Heiligen Landes gro\u00df. 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