{"id":795,"date":"2015-07-07T06:37:19","date_gmt":"2015-07-07T04:37:19","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/muessen-drohungen-ernst-nehmen-html\/"},"modified":"2023-02-23T12:22:56","modified_gmt":"2023-02-23T11:22:56","slug":"muessen-drohungen-ernst-nehmen-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/muessen-drohungen-ernst-nehmen-html\/","title":{"rendered":"&#8222;M\u00fcssen Drohungen ernst nehmen&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><span>In Jerusalem fordert eine Gruppe &#8222;Islamischer Staat in Pal\u00e4stina&#8220; die Christen zum Gehen auf. Nach der Verteilung anti-christlicher Flugbl\u00e4tter in Jerusalem ruft Weihbischof William Shomali vom Lateinischen Patriarchat zur Wachsamkeit auf. &#8222;Wir m\u00fcssen die Drohungen auf gewisse Weise Ernst nehmen. Es gen\u00fcgt, dass drei junge Fundamentalisten mit Messern bewaffnet ein christliches Haus angreifen. Das w\u00fcrde Panik in der christlichen Gemeinschaft verursachen&#8220;, so Weihbischof Shomali am Freitag gegen\u00fcber dem katholischen Hilfswerk &#8222;Kirche in Not&#8220;.<\/span><\/p>\n<p>In den vergangene Woche in Jerusalem verteilten Flugbl\u00e4ttern fordert eine sich &#8222;Islamischer Staat in Pal\u00e4stina&#8220; nennende Gruppe die Christen Jerusalems auf, die Stadt bis zum Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan am 18. Juli zu verlassen. Bei Nichtbefolgung wird ihnen mit dem Tod gedroht. Die arabisch-sprachigen Flugbl\u00e4tter trugen die schwarze Flagge der Terrorgruppe &#8222;Islamischer Staat&#8220;. Die Drohungen erinnern an ein im Juli 2014 vom &#8222;Islamischen Staat&#8220; gegen die Christen der nordirakischen Stadt Mossul verh\u00e4ngtes Ultimatum. Seit dem Aufstieg des &#8222;Islamischen Staats&#8220; gibt es auch in Israel und den von den Israelis besetzten pal\u00e4stinensischen Gebieten immer wieder Sympathiebekundungen f\u00fcr die Gruppe. In diesem und im vergangenen Jahr haben zudem immer wieder arabische Israelis muslimischen Glaubens versucht, sich der Terrormiliz als K\u00e4mpfer anzuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Weihbischof Shomali erkl\u00e4rte, dass das Patriarchat die israelischen Beh\u00f6rden angesichts der Flugbl\u00e4tter zwar nicht selbst kontaktiert habe. &#8222;Aber die Israelis sind dar\u00fcber gut informiert&#8220;. &#8222;Es gibt unter den Christen im Heiligen Land wegen der Flugbl\u00e4tter schon Angst, wenn auch nur eine moderate&#8220;, so der im Patriarchat f\u00fcr Jerusalem und die pal\u00e4stinensischen Gebiete zust\u00e4ndige Weihbischof. &#8222;Es gibt Drohungen. Aber wenn wir unsere Lage mit der in unseren Nachbarl\u00e4ndern vergleichen, so f\u00fchlen wir uns doch viel sicherer. Wir sind nicht in Panik. Alt-Patriarch Sabbah hat mit Blick auf die IS-Flugbl\u00e4tter gesagt, dass wir keine Angst h\u00e4tten und im Land bleiben werden. Seine Worte haben vielen Leuten Frieden gegeben.&#8220;<\/p>\n<p>Der Flugblatt-Vorfall findet kurze Zeit nach einem vermutlich von j\u00fcdischen Extremisten ver\u00fcbten Brandanschlag auf das katholische Brotvermehrungskloster in Tabgha (Israel) statt. Dabei wurden Kirche und Kloster Mitte Juni teilweise schwer besch\u00e4digt. Tausende arabischer Christen Israels zeigten sich danach emp\u00f6rt und demonstrierten in Tabgha f\u00fcr einen besseren Schutz christlicher Einrichtungen durch die israelischen Beh\u00f6rden und mehr Gleichberechtigung.<\/p>\n<p>In Israel einschlie\u00dflich des 1967 besetzten Ost-Jerusalem leben derzeit etwa 160000 Christen. Der Gro\u00dfteil sind arabische Staatsb\u00fcrger Israels. Der Anteil der Christen an der Gesamtbev\u00f6lkerung Israels betr\u00e4gt ungef\u00e4hr zwei Prozent.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Jerusalem fordert eine Gruppe &#8222;Islamischer Staat in Pal\u00e4stina&#8220; die Christen zum Gehen auf. 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