{"id":81,"date":"2013-03-13T12:21:04","date_gmt":"2013-03-13T12:21:04","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/bischof-beschuldigt-behoerden-html\/"},"modified":"2023-02-17T13:02:07","modified_gmt":"2023-02-17T12:02:07","slug":"bischof-beschuldigt-behoerden-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/bischof-beschuldigt-behoerden-html\/","title":{"rendered":"Bischof beschuldigt Beh\u00f6rden"},"content":{"rendered":"<p>Bischof beschuldigt pakistanische Beh\u00f6rden nach Angriff auf ein christliches Viertel der Unt\u00e4tigkeit. H\u00e4tte die Regierung die Gewaltt\u00e4tigkeiten verhindern k\u00f6nnen? Den staatlichen Beh\u00f6rden in Pakistan wird vorgeworfen, ein wehrloses christliches Viertel nicht besch\u00fctzt zu haben. Die Menschen seien geflohen und h\u00e4tten ohnm\u00e4chtig mit ansehen m\u00fcssen, wie ihre H\u00e4user in Brand gesetzt wurden. Bischof Sebastian Shaw aus Lahore beschuldigt die Provinzregierung von Punjab der Unt\u00e4tigkeit, nachdem ein Streit zwischen zwei M\u00e4nnern eskaliert war und dazu f\u00fchrte, dass ein aus 3.000 Personen bestehender Mob das christliche Stadtviertel Joseph Colony in Lahore angriff und 180 H\u00e4user sowie zwei Kirchen in Brand setzte. Es gab keine Toten.<\/p>\n<p>Bischof Shaw, apostolischer Administrator der Erzdi\u00f6zese Lahore, betonte bei einem Besuch des verw\u00fcsteten Viertels, dass der \u201egut organisierte\u201c Angriff von Samstag (9. M\u00e4rz) durch ausreichenden Schutz und Pr\u00e4senz der Polizei h\u00e4tte verhindert werden k\u00f6nnen. In einem Interview mit dem internationalen katholischen Hilfswerk \u201eKirche in Not\u201c erkl\u00e4rte Bischof Shaw: \u201eDie Regierung ist schuld und tr\u00e4gt die Verantwortung. Sie wusste zwei Tage vor den Geschehnissen, dass so etwas passieren konnte.\u201c Bischof Shaw gab an, dass der Mob \u201eChemikalien einsetzte, \u00fcber die nur die Armee und sonstige Stellen verf\u00fcgen\u201c und fuhr fort: \u201eDie Menschen sind sehr, sehr w\u00fctend und traurig. Sie sind traurig, weil sie mit der \u00fcbrigen Gemeinschaft sehr lange zusammengelebt haben. Und nun fragen sie sich: Warum ist uns dies zugesto\u00dfen?\u201c<\/p>\n<p>Bischof Shaw: \u201eDie Lage ist \u00e4u\u00dferst schlimm. Es f\u00e4llt schwer, den Menschen in solch einer Situation in die Augen zu schauen.\u201c Dann wandte sich der Bischof eindringlich an die internationale Gemeinschaft und forderte sie auf, sich weiter f\u00fcr die \u00c4nderung der umstrittenen Blasphemie-Gesetze Pakistans einzusetzen. Zuvor war bekannt geworden, dass die Gewaltt\u00e4tigkeiten im Stadtviertel Joseph Colony durch einen Streit zwischen Shafiq Ahmed, einem Moslem, hervorgerufen worden waren, der den M\u00fcllarbeiter Sawan Masih, einen jungen Christen, beschuldigt hatte, sich abf\u00e4llig \u00fcber den Propheten Mohammed ge\u00e4u\u00dfert zu haben: Auf dieses Verbrechen steht gem\u00e4\u00df Art. 295C des pakistanischen Strafgesetzbuchs die Todesstrafe.<\/p>\n<p>Trotz erster Ermittlungen, die die Beschuldigungen widerlegten, begann eine wachsende Menschenmenge extremistischer Moslems, die H\u00e4user von mehr als 150 christlichen Familien anzugreifen und mit Chemikalien zu bespr\u00fchen. Als die Spannungen eskalierten, verhaftete die Polizei Sawan Masih und beschuldigte ihn der Blasphemie. Zuvor hatte der Mob auf der vergeblichen Suche nach Sawan Masih dessen 65-j\u00e4hrigen Vater Charman Masih aufgegriffen und schwer verletzt. Bischof Shaw sagte, dass Dr. Paul Bhatti, Minister f\u00fcr Nationale Harmonie und Minderheiten, der Polizei und zivilen Stellen mindestens zweimal Hinweise auf einen drohenden Angriff auf Christen im Stadtviertel Joseph Colony gegeben habe.<\/p>\n<p>Im Gespr\u00e4ch mit Kirche in Not erkl\u00e4rte Dr. Bhatti: \u201eEs ist sehr traurig, was passiert ist. Wir versuchen nun, diese schrecklichen Vorkommnisse zu bew\u00e4ltigen. Wir sind im Gespr\u00e4ch mit der Regierung von Punjab, um die Ereignisse aufzuarbeiten und alles zu unternehmen, damit sich so etwas nie mehr wiederholt.\u201c Der pakistanische Pr\u00e4sident Asif Ali Zardari k\u00fcndigte als Reaktion auf die \u00dcbergriffe Entsch\u00e4digungen f\u00fcr die Opfer in H\u00f6he von knapp 4.000 \u20ac sowie den Wiederaufbau ihrer zerst\u00f6rten H\u00e4user an. Bischof Shaw sagte hierzu: \u201eAuch dieses Geld wird die Wunden der Menschen nicht heilen und sie nicht von ihren \u00c4ngsten befreien.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bischof beschuldigt pakistanische Beh\u00f6rden nach Angriff auf ein christliches Viertel der Unt\u00e4tigkeit. H\u00e4tte die Regierung die Gewaltt\u00e4tigkeiten verhindern k\u00f6nnen? Den staatlichen Beh\u00f6rden in Pakistan wird vorgeworfen, ein wehrloses christliches Viertel nicht besch\u00fctzt zu haben. Die Menschen seien geflohen und h\u00e4tten ohnm\u00e4chtig mit ansehen m\u00fcssen, wie ihre H\u00e4user in Brand gesetzt wurden. 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