{"id":819,"date":"2015-08-03T12:57:50","date_gmt":"2015-08-03T10:57:50","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/protest-gegen-abriss-von-kreuzen-html\/"},"modified":"2023-02-23T12:00:46","modified_gmt":"2023-02-23T11:00:46","slug":"protest-gegen-abriss-von-kreuzen-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/protest-gegen-abriss-von-kreuzen-html\/","title":{"rendered":"Protest gegen Abriss von Kreuzen"},"content":{"rendered":"<p>Kommunisten wollen die Religion st\u00e4rker aus der \u00d6ffentlichkeit verbannen. In der Volksrepublik China protestieren Christen \u00f6ffentlich gegen den staatlich angeordneten Abriss von Kreuzen und Kirchen. Seit 2014 haben die kommunistischen Beh\u00f6rden in der Provinz Zhejiang (S\u00fcdostchina) mehr als 400 Kreuze von Kirchend\u00e4chern entfernen lassen \u2013 angeblich aus baurechtlichen Gr\u00fcnden. Christen sehen darin aber den Versuch, die Religion angesichts der stark wachsenden christlichen Gemeinden st\u00e4rker aus der \u00d6ffentlichkeit zu verbannen. Die staatlichen Aktionen richten sich sowohl gegen Untergrundgemeinden wie auch gegen anerkannte Kirchen. Zentrum ist die acht Millionen Einwohner z\u00e4hlende Stadt Wenzhou, wo rund eine Million Christen leben. Dort gibt es mehr als 2.000 Kirchengeb\u00e4ude. Katholiken und Protestanten haben jetzt eine friedliche Protestkampagne gestartet, mit der sie Kreuze \u201ean allen Orten\u201c sichtbar machen wollen. Sie bringen die christlichen Symbole an ihren H\u00e4usern an und ver\u00f6ffentlichen davon Fotos in Sozialen Medien im Internet. So wollen sie der Regierung zeigen, dass Christen vereint f\u00fcr das Kreuz einstehen. Der katholische Bischof von Wenzhou, Zhu Weifang, rief alle B\u00fcrger auf, ihre Stimme f\u00fcr Religionsfreiheit zu erheben. Der 89-j\u00e4hrige Bischof geh\u00f6rt zur staatlich nicht anerkannten romtreuen katholischen Kirche.<\/p>\n<p><strong>Festnahmen von Christen auch in anderen Provinzen<\/strong><\/p>\n<p>Wie die Internetzeitung \u201eChristian Post\u201c berichtet, beschr\u00e4nkt sich das Vorgehen der Beh\u00f6rden nicht auf die Provinz Zhejiang. So seien im vorigen September in der s\u00fcdchinesischen Provinz Guangdong etwa 100 Christen verhaftet worden, darunter auch Kinder. Sie hatten an einem Gottesdienst in einer Hauskirche teilgenommen. Immer wieder w\u00fcrden Pastoren festgenommen, weil sie angeblich die \u00f6ffentliche Ordnung st\u00f6rten. Unter der kommunistischen Herrschaft wurde das Christentum in China vor allem von 1949 bis Ende der siebziger Jahre \u2013 besonders w\u00e4hrend der Kulturrevolution \u2013 brutal unterdr\u00fcckt. Danach lebte es trotz Einschr\u00e4nkungen wieder auf. Es erlebt seit einigen Jahren eine Renaissance. So haben sich nach Angaben der staatlich anerkannten protestantischen Kirche im vorigen Jahr rund eine halbe Million Menschen taufen lassen. Die Gesamtzahl der Christen ist schwer zu ermitteln. Die Chinesische Akademie der Sozialwissenschaften spricht von 29 Millionen in staatlich anerkannten Gemeinden \u2013 23 Millionen Protestanten und sechs Millionen Katholiken. Nicht ber\u00fccksichtigt sind die romtreuen Katholiken und jene protestantischen Hausgemeinden, die sich nicht der Kontrolle des Staates unterwerfen wollen. Sch\u00e4tzungen der Gesamtzahl belaufen sich auf bis zu rund 130 Millionen; auf jeden Fall \u00fcbertreffen sie die der 83 Millionen kommunistischen Parteimitglieder. Insgesamt leben in China fast 1,4 Milliarden Menschen. (Quelle: idea)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kommunisten wollen die Religion st\u00e4rker aus der \u00d6ffentlichkeit verbannen. 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