{"id":933,"date":"2016-01-20T10:32:52","date_gmt":"2016-01-20T09:32:52","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/wir-beten-fuer-die-die-uns-hassen-html\/"},"modified":"2023-02-23T12:22:05","modified_gmt":"2023-02-23T11:22:05","slug":"wir-beten-fuer-die-die-uns-hassen-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wir-beten-fuer-die-die-uns-hassen-html\/","title":{"rendered":"\u201eWir beten f\u00fcr die, die uns hassen\u201c"},"content":{"rendered":"<p><span>Erneut wurde die Jerusalemer Dormitio-Abtei zum Ziel von \u00dcbergriffen \u2013 Wahrscheinlich stecken j\u00fcdische Extremisten dahinter.&nbsp;<\/span><span>Unbekannte hatten in der Nacht von Samstag auf Sonntag Schm\u00e4hungen an Mauern und T\u00fcren des deutschsprachigen Benediktinerklosters am Rande der Jerusalemer Altstadt hinterlassen. Auch nahegelegene Einrichtungen der griechisch-orthodoxen und der armenisch-apostolischen Kirche waren betroffen. Die in hebr\u00e4ischer Sprache und mehreren verschiedenen Handschriften angebrachten Graffitis lauten etwa \u201eChristen zur H\u00f6lle\u201c, \u201eTod den heidnischen Christen, den h\u00e4retischen Feinden Israels\u201c, \u201eRache f\u00fcr die Israeliten\u201c oder \u201eausgel\u00f6scht sei sein Name\u201c. Auch ein bluttriefendes Schwert neben einem Davidstern wurde aufgemalt.&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span>Die M\u00f6nchsgemeinschaft zeigte sich angesichts der Vorf\u00e4lle betroffen. \u201eWir beten f\u00fcr die, die uns hassen\u201c, sagte Pater Nikodemus Schnabel, Subprior des Klosters, gegen\u00fcber \u201eKirche in Not\u201c. \u201eWenn wir angegriffen werden, weil wir Christen sind, wollen wir als Christen darauf reagieren.\u201c Pater Nikodemus konnte sich auf Nachfrage nicht erkl\u00e4ren, warum die Extremisten zum wiederholten Male die Dormitio-Abtei attackierten. Er betonte aber die Anteilnahme auch von j\u00fcdischer Seite. \u201eWir sind dankbar f\u00fcr alle unsere Freunde in Israel, die uns solidarisch beistehen. Wir als M\u00f6nche der Dormitio werden nicht aufh\u00f6ren f\u00fcr Vers\u00f6hnung, Gerechtigkeit und Frieden zu beten &#8211; und auch f\u00fcr die T\u00e4ter von heute Nacht, dass der Hass aus ihren Herzen verschwinden m\u00f6ge\u201c, so Pater Nikodemus. Er forderte die israelischen Beh\u00f6rden indes zum Handeln auf. \u201eWir fordern die Sicherheitsbeh\u00f6rden auf, diese Straftat ernst zu nehmen und endlich f\u00fcr eine Verbesserung der Sicherheitssituation auf dem Zion zu sorgen, die seit Sommer 2013 in Aussicht gestellt wurde\u201c, betonte Pater Nikodemus. Bereits im Sommer 2013 habe die Polizei eine Installierung von Kameras zugesagt, nachdem parkende Autos des Klosters schwer besch\u00e4digt und mehrere Hass-Graffitis entdeckt worden waren. Bislang sei aber nichts geschehen, so Pater Nikodemus. In den letzten Jahren ist die Benediktinergemeinschaft wiederholt zum Ziel von Angriffen mutma\u00dflicher j\u00fcdischer Extremisten geworden. Kurz nach dem Besuch von Papst Franziskus im Mai 2014 war versucht worden, in der Jerusalemer Abteikirche ein Feuer zu legen. H\u00f6hepunkt der \u00dcbergriffe war indes der von mittlerweile festgenommenen j\u00fcdischen Extremisten ver\u00fcbte Brandanschlag auf das zur M\u00f6nchsgemeinschaft geh\u00f6rende Priorat von Tabgha am See Genesareth im Juni 2015. Dabei war ein Schaden von \u00fcber 1,6 Millionen Euro entstanden. Zwei Personen erlitten eine Rauchvergiftung. Bislang ist noch unklar, in welcher H\u00f6he der Staat Israel sich an den Kosten f\u00fcr den Wiederaufbau der zerst\u00f6rten Teile des Brotvermehrungsklosters beteiligen will.&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span>Seit Jahren werden christliche und muslimische Gottesh\u00e4user und Einrichtungen zum Ziel mutma\u00dflich j\u00fcdischer Extremisten. Vor allem der Siedlerbewegung nahestehende extremistische Juden werden als T\u00e4ter vermutet. Festnahmen und Verurteilungen sind dabei indes kaum erfolgt. Zuletzt war im Dezember der Friedhof des Salesianerkonvents von Beit Gemal in Israel gesch\u00e4ndet worden. Unbekannte hatten Kreuze umgeworfen und besch\u00e4digt. (Foto:&nbsp;<span>Patriarcat latin de J\u00e9rusalem)<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erneut wurde die Jerusalemer Dormitio-Abtei zum Ziel von \u00dcbergriffen \u2013 Wahrscheinlich stecken j\u00fcdische Extremisten dahinter.&nbsp;Unbekannte hatten in der Nacht von Samstag auf Sonntag Schm\u00e4hungen an Mauern und T\u00fcren des deutschsprachigen Benediktinerklosters am Rande der Jerusalemer Altstadt hinterlassen. Auch nahegelegene Einrichtungen der griechisch-orthodoxen und der armenisch-apostolischen Kirche waren betroffen. 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