{"id":961,"date":"2016-03-02T10:15:02","date_gmt":"2016-03-02T09:15:02","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/warum-wurden-wir-angegriffen-html\/"},"modified":"2023-02-27T16:11:24","modified_gmt":"2023-02-27T15:11:24","slug":"warum-wurden-wir-angegriffen-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/warum-wurden-wir-angegriffen-html\/","title":{"rendered":"Warum wurden wir angegriffen?"},"content":{"rendered":"<p>Opfer der Angriffe mussten fliehen, w\u00e4hrend Dorfbewohner Kirchengeb\u00e4ude pl\u00fcnderten. Ein Bischof in \u00c4thiopien brachte sein Entsetzen zum Ausdruck, nachdem ein Gemeindezentrum von genau den Menschen, denen Geistliche und Ordensschwestern helfen, angez\u00fcndet und gepl\u00fcndert wurde. In einem Bericht an das katholische Hilfswerk \u201eKirche in Not\u201c schilderte Bischof Abraham Desta, wie die Pfarrei Gighessa \u2013 \u201eeines der \u00e4ltesten und gr\u00f6\u00dften Gemeindezentren des Vikariats Meki\u201c \u2013 von \u201eden Menschen, f\u00fcr die wir arbeiten und mit denen wir eng zusammenarbeiten\u201c angegriffen wurde.<\/p>\n<p>Bischof Desta, der Apostolische Vikar von Meki, beschrieb, wie Dorfbewohner \u201eeinschlie\u00dflich Junge und Alte, Frauen und Kinder\u2026 anfingen, Steine zu werfen und Kirchenbesitz zu zerst\u00f6ren\u201c darunter auch das Pfarrhaus, das Pastoralzentrum der Di\u00f6zese, ein kleines Ursulinen-Kloster und eine auf die Versorgung von Menschen mit Behinderung spezialisierte Klinik. Mehr als 55 Teilnehmer einer Konferenz zum Thema Vorschulerziehung im Pastoralzentrum brachten sich fluchtartig vor den Angreifern in Sicherheit, w\u00e4hrend die Nonnen ausharrten, weil sie ihre Patienten in der Klinik nicht zur\u00fccklassen wollten. Schlie\u00dflich mussten auch sie fliehen. Die Angreifer steckten das Pfarrhaus in Brand und erbeuteten die Lebensmittelvorr\u00e4te f\u00fcr ein ganzes Jahr sowie Vieh, unter anderem K\u00fche.<\/p>\n<p>Bischof Desta fuhr fort: \u201eDie Ursulinenschwestern, die die Klinik betreiben, wurden mit ihren Patienten zur\u00fcckgelassen, weil sie die Patienten nicht allein lassen wollten. Aber man hat sie nicht verschont.\u201c Nachdem der Mob die Herausgabe aller Besitzg\u00fcter der Klinik gefordert hatte, begann er \u201evor den Augen der Nonnen alles zu zerst\u00f6ren und wegzuschleppen, einschlie\u00dflich der pers\u00f6nlichen Kleidung.\u201c \u201eBedauerlicherweise kam niemand den Nonnen zu Hilfe. Aber dank der Gnade Gottes erreichten sie zusammen mit ihren Patienten die n\u00e4chstgelegene Gemeinde, Shashamane, wo sie die Nacht verbrachten.\u201c Zurzeit werden die Patienten in Shashamane versorgt. \u201eSie haben alles verloren bis auf das kostbare Geschenk des Lebens, das Gott der Allm\u00e4chtige uns gibt.\u201c \u201eUnd leider war all dies das Werk der Menschen im Ort, denen die Schwestern dienen, die sie sehr gut kennen \u2013 wenn nicht alle, dann doch zumindest eine ganze Menge von ihnen.\u201c<\/p>\n<p>Im R\u00fcckblick auf den Vorfall, zu dem es am 18. Februar kam, best\u00e4tigte Bischof Desta, dass von den Tagungsteilnehmern niemand verletzt wurde. \u201eDer Herr war so f\u00fcrsorglich und sorgte daf\u00fcr, dass alle Teilnehmer innerhalb k\u00fcrzester Zeit den Ort des Geschehens sicher und unverletzt verlassen konnten.\u201c \u201eAber\u2026 kurz nachdem die Gruppe fort war, kamen die Schurken zur\u00fcck und z\u00fcndeten das Pfarrhaus an\u2026 und den Toyota Pickup und zerst\u00f6rten alle anderen Geb\u00e4ude\u2026\u201c \u201eAu\u00dferdem schleppten sie alles weg, was dem Zentrum geh\u00f6rte \u2013 die M\u00f6bel, unter anderem \u00fcber 250 Betten, Matratzen, mehr als 700 Decken, Bettlaken, Bettbez\u00fcge, vier oder f\u00fcnf K\u00fchlschr\u00e4nke und K\u00fchltruhen, Waschmaschinen, Fernsehger\u00e4te, Generatoren, Kopierger\u00e4te, Computer, sogar die T\u00fcren und Fenster des Hauses.\u201c Sie lie\u00dfen \u201eden Ort v\u00f6llig verw\u00fcstet und kahl zur\u00fcck. Nicht einmal in der K\u00fcche haben sie etwas zur\u00fcckgelassen.\u201c<\/p>\n<p>Die Angreifer erbeuteten mehr als 12.000 kg Lebensmittel, unter anderem Weizen, Reis und Nudeln \u2013 den Lebensmittelvorrat des Zentrums f\u00fcr ein ganzes Jahr. Gestohlen wurden auch K\u00fche und H\u00fchner, die in einem kleinen Geh\u00f6ft in der N\u00e4he des Gemeindezentrums gehalten wurden. Das einzige Geb\u00e4ude des Gemeindezentrums, das dem Angriff nicht zum Opfer fiel, war die Schule. Bischof Desta f\u00fcgte hinzu: \u201eUnd heute bewegt eine Frage unsere Herzen und Gedanken: Warum, Herr? Warum so? Ich hoffe, dass der Herr uns zu gegebener Zeit eine Antwort geben wird.\u201c Doch w\u00e4hrend er fortfuhr, schilderte der Bischof, auf welche Weise Gott zeigte, dass er w\u00e4hrend des Angriffs bei ihnen war. \u201eDas Heilige Sakrament blieb zur\u00fcck, da die Geistlichen und Nonnen nicht in die Kirche gelangen konnten\u2026\u201c \u201eDoch zu unserer \u00dcberraschung gaben zwei junge katholische M\u00e4dchen aus Gighessa vor, zu den Angreifern zu geh\u00f6ren, gingen am n\u00e4chsten Tag hin, nahmen das Heilige Sakrament und brachten es in die Gemeinde Shashamane.\u201c \u201eDurch all diese Ereignisse erinnert uns der Herr daran, dass er bis zum Ende bei uns ist.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Opfer der Angriffe mussten fliehen, w\u00e4hrend Dorfbewohner Kirchengeb\u00e4ude pl\u00fcnderten. 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