{"id":973,"date":"2016-03-17T12:50:40","date_gmt":"2016-03-17T11:50:40","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/sie-verteilten-brot-und-wurden-erschossen-html\/"},"modified":"2023-02-27T16:09:58","modified_gmt":"2023-02-27T15:09:58","slug":"sie-verteilten-brot-und-wurden-erschossen-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/sie-verteilten-brot-und-wurden-erschossen-html\/","title":{"rendered":"Sie verteilten Brot und wurden erschossen."},"content":{"rendered":"<p>Bischof beklagt Gleichg\u00fcltigkeit der Welt\u00f6ffentlichkeit nach Mordanschlag auf Kirchenmitarbeiter.\u201eDer Kirche bei uns geht es so wie Jesus \u2013 alle haben ihn verlassen. Niemand hat sich gemeldet. Es interessiert offenbar keinen, wenn das Christentum angegriffen wird.\u201c Mit diesen Worten beklagte der Apostolische Vikar im N\u00f6rdlichen Arabien, Bischof Camillo Ballin, gegen\u00fcber dem weltweiten katholischen Hilfswerk \u201eKirche in Not\u201c die Gleichg\u00fcltigkeit der Welt\u00f6ffentlichkeit nach einem Mordanschlag auf Christen in der jemenitischen Stadt Aden.<\/p>\n<p>Anfang M\u00e4rz waren dort 16 Mitarbeiter einer katholischen Alten- und Behinderteneinrichtung erschossen worden, darunter vier Ordensfrauen. Sie geh\u00f6rten dem Orden der \u201eMissionarinnen der N\u00e4chstenliebe\u201c an, der von der bald heiliggesprochenen Mutter Teresa gegr\u00fcndet wurde. Bisher hat sich niemand zu dem Attentat bekannt. Sicherheitsbeh\u00f6rden vermuten jedoch einen islamistischen Hintergrund. Der S\u00fcden des Jemen ger\u00e4t derzeit mehr und mehr in die Hand der Terrormiliz \u201eIslamischer Staat\u201c; die Schwestern hatten bereits mehrfach Drohungen von Extremisten erhalten.<\/p>\n<p>Die Mehrheit der in dem Alten- und Behindertenheim untergebrachten Menschen seien Muslime, sagte Ballin. \u201eDie Schwestern gaben diesen Muslimen Brot. Im Gegenzug wurden sie erschossen.\u201c Kein normaler Moslem k\u00f6nne diese Bluttat guthei\u00dfen.<\/p>\n<p>Ballin betonte, dass die vier Ordensfrauen aus Hass auf den christlichen Glauben ermordet worden seien. \u201eMan kann sie daher ganz klar M\u00e4rtyrerinnen nennen\u201c, sagte der Bischof. Er sehe die Opferbereitschaft der Schwestern als Ausdruck der Lebendigkeit der Gemeinschaft Mutter Teresas \u2013 und als Auftrag an die christliche Minderheit im Jemen: \u201eDie Christen in unserer Region sind berufen, Jesus zu bezeugen, indem sie Gewalt leiden\u201c, sagte Ballin. Der Tod der Missionarinnen der N\u00e4chstenliebe und ihrer Mitarbeiter sei aber nicht das Ende. \u201eNach dem Kreuz folgt die Auferstehung. Sie haben ihr Opfer nicht nur f\u00fcr ihre pers\u00f6nliche Auferstehung gebracht, sondern auch f\u00fcr die, denen sie gedient haben \u2013 f\u00fcr den Jemen und ihre M\u00f6rder.\u201c<\/p>\n<p>Der Jemen wird seit Jahren von einem blutigen Konflikt heimgesucht, bei dem Stammes- und Religionsrivalit\u00e4ten eine gro\u00dfe Rolle spielen. Seit dem vergangenen Jahr k\u00e4mpft das Nachbarland Saudi-Arabien auf Seiten der Regierung gegen Rebellengruppen. Islamistische Truppen haben Teile des S\u00fcdjemen unter ihre Kontrolle gebracht. Angaben der Vereinten Nationen zufolge sind \u00fcber 2,4 Millionen Menschen innerhalb des Landes auf der Flucht.<\/p>\n<p>Katholische Christen bilden im Jemen eine kleine Minderheit von wenigen tausend Gl\u00e4ubigen. Staatsreligion ist der Islam. Um den Christen auf der Arabischen Halbinsel weiterhin helfen zu k\u00f6nnen, bittet \u201eKirche in Not\u201c um Spenden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bischof beklagt Gleichg\u00fcltigkeit der Welt\u00f6ffentlichkeit nach Mordanschlag auf Kirchenmitarbeiter.\u201eDer Kirche bei uns geht es so wie Jesus \u2013 alle haben ihn verlassen. Niemand hat sich gemeldet. 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