{"id":995,"date":"2016-04-15T10:43:49","date_gmt":"2016-04-15T08:43:49","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/tausende-christen-seit-2002-verhaftet-html\/"},"modified":"2023-02-24T10:02:11","modified_gmt":"2023-02-24T09:02:11","slug":"tausende-christen-seit-2002-verhaftet-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/tausende-christen-seit-2002-verhaftet-html\/","title":{"rendered":"Tausende Christen seit 2002 verhaftet"},"content":{"rendered":"<p>\u201eEs ist schwer, aber wir halten an Jesus fest\u201c, sagt Awet*, die Frau von Pastor Haile Naigzhi, der in den fr\u00fchen Morgenstunden des 23. Mai 2004 verhaftet wurde. Seit 12 Jahren sitzt er im Wongel Mermera Gef\u00e4ngnis in Asmara ein, das eher als Verlies bezeichnet werden muss. Die Regierung unter Pr\u00e4sident Afewerki kennt keine Gnade f\u00fcr Christen aus Freikirchen. Sie sind in seinen Augen Staatsfeinde, die ausgetilgt werden m\u00fcssen. Als Religionsgemeinschaften offiziell anerkannt sind seit 2002 nur der Islam, sowie die Orthodoxe, Evangelische und Katholische Kirche. Seitdem hat die Regierung tausende Christen verhaften lassen. Wie viele in der Haft an Folter, Krankheiten und Mangelern\u00e4hrung gestorben sind, ist nicht zu ermitteln.<\/p>\n<p><strong>Von der Regierung verfolgt bleibt der Familie nur die Flucht ins Ausland<\/strong><\/p>\n<p>Insbesondere Christen freikirchlicher Gemeinden werden vom Staat \u00fcberwacht. F\u00fcr Awet und ihre drei Kinder bedeutete dies nach dem Verlust des Vaters und Ern\u00e4hrers viele Entbehrungen sowie H\u00e4rten in einem von Unterdr\u00fcckung und Krisen gezeichneten Land. Schlie\u00dflich erhielt sie 2013 einen ernstzunehmenden Hinweis, dass sie verhaftet werden sollte \u2013 ein weiterer Versuch der Regierung, Druck auf Haile auszu\u00fcben, um seinen Willen zu brechen. Mit Unterst\u00fctzung von Open Doors floh Awet deshalb mit ihren Kindern Woldu* (17), Armani* (19) und Tesfay* (13) in ein sicheres Land. Armani fasst zusammen, wie es ihnen seitdem erging: \u201eAls wir unser Land verlie\u00dfen, hat sich alles dramatisch ver\u00e4ndert, mehr als wir ahnen konnten. Ich wusste, dass es ein langer, steiniger Weg sein w\u00fcrde.\u201c Woldu erg\u00e4nzt: \u201eIch vermisse meine Freunde und mein Zuhause.\u201c Awet weint oft, wenn sie an Haile denkt. Doch sie alle zeichnet ein tiefer und praktischer Glaube aus. Armani: \u201eIch freue mich in allen Dingen, doch besonders dar\u00fcber, dass ich eine Tochter des Allerh\u00f6chsten bin. Und auch, dass ich die Tochter eines Vaters bin, der f\u00fcr seinen Glauben im Gef\u00e4ngnis ist. Er ist der beste aller V\u00e4ter. Gott wird alles gut machen. Ich vertraue ihm von ganzem Herzen.\u201c<\/p>\n<p><em>Alle Namen ge\u00e4ndert. (Quelle: Open Doors, Bild: TUBS)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eEs ist schwer, aber wir halten an Jesus fest\u201c, sagt Awet*, die Frau von Pastor Haile Naigzhi, der in den fr\u00fchen Morgenstunden des 23. Mai 2004 verhaftet wurde. Seit 12 Jahren sitzt er im Wongel Mermera Gef\u00e4ngnis in Asmara ein, das eher als Verlies bezeichnet werden muss. 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