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Diskriminierung Intoleranz

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Die Behörden des Bezirks Kolar im indischen Bundesstaat Karnataka haben den Abriss einer vor 18 Jahren in dem Dorf Gokunte errichteten Christusstatue angeordnet. Der Abrissbeschluss wurde am 15. Februar in Anwesenheit von Vertretern der Zivilbehörden, Polizeibeamten und der örtlichen Bevölkerung umgesetzt. Laut der Abrissverfügung war die Statue auf einem staatlichen Grundstück errichtet worden, das angeblich als Weideland bestimmt war. Der zuständige Beamte erklärte: „Wir haben die Statue auf der Grundlage des Beschlusses des Obersten Gerichtshofs abgerissen, der bestätigte, dass sie auf staatlichem Grund und Boden errichtet worden war“. Christliche Religionsvertreter berichten, dass das entsprechende Gerichtsverfahren noch nicht endgültig abgeschlossen war.

Pfarrer Theres Babu, ein Priester und Anwalt, sagte, dass „der Abrissbeschluss nie mitgeteilt oder vorgelegt wurde“. Nach Angaben des Priesters war für den 16. Februar eine neue Anhörung in diesem Fall angesetzt. Der einheimische Katholik Rayappa sagte gegenüber Fides: „Letzte Nacht waren bei der Sprengung mehr als 400 Polizisten im Einsatz. Seit 2004 beten wir vor der Statue. Sie haben uns nicht einmal zugehört und sie einfach mit Bulldozern zerstört. Wir hatten sie dank einer kleinen Spendenaktion unter den Dorfbewohnern gebaut“. Nach Angaben der Dorfbewohner hatte eine radikale Hindu-Organisation beim Obersten Gerichtshof eine Klage eingereicht, in der sie den Abriss der Statue forderte.
Die Priester der nahe gelegenen Kirche des heiligen Franz Xaver berichten, dass die gesamte Gemeinde nach dem Abriss unter Schock stehe. „Mehrere Jahrzehnte lang hatten wir die schriftliche Genehmigung der Behörde, das 300 Morgen große Grundstück, auf dem die Statue stand, zu nutzen und dort pastorale und soziale Aktivitäten durchzuführen, bis vor zwei Jahren ein Mitglied einer Hindu-Gruppe beim Obersten Gerichtshof Berufung einlegte und die Nutzung des Landes in Frage stellte“, beklagen sie.

Die Jesusstatue wurde auf einem Hügel über dem Dorf Gokunte mit rund 500-600 fast ausschließlich katholischen Einwohnern (über 100 Familien) errichtet. Die Gemeinde des heilgen Franz Xaver in Gokunte ist eine der ältesten katholischen Gemeinden im Bezirk Kolar. Im Jahr 1977 wurde die Pfarrei den Missionaren des heiligen Franz von Sales anvertraut. In Trägerschaft der Pfarrei befindet sich auch ein Heim für Kinder, ein Pilgerhaus und viele andere soziale Fördereinrichtungen, darunter eine Berufsschule für junge Frauen und Englischkurse für Schulkinder. (Quelle: Fidesdienst)

Bürger aus allen Gesellschaftsschichten Indiens fordern ein Ende des Anti-Konversionsgesetzes, das am 14. Februar im Parlament des Bundesstaates Karnataka zur Debatte vorliegt, und die Aufhebung aller Anti-Konversionsgesetze in anderen Bundesstaaten der Indischen Union. In einer gemeinsamen Petition bitten sie darum, den Gesetzentwurf nicht zu verabschieden. Auch mehrere indische Parteien wie die Congress Party, die Janata Dal, die Aam Aadmi Party, die Welfare Party, die Socialist Party und andere politische Organisationen haben sich gegen das Anti-Konversionsgesetz ausgesprochen und darauf hingewiesen, dass die indische Verfassung und die laizistische Tradition in Indien dringend geschützt werden müssen.

„Ein Antikonversionsgesetz ist nicht notwendig, da die indische Verfassung genügend Bestimmungen enthält“, so Ram Puniyani vom „National Solidarity Forum“ (NSF), eines Zusammenschlusses von über 70 Organisationen und Gruppen der Zivilgesellschaft mit unterschiedlichem Hintergrund und unterschiedlicher Inspiration, der nach der gezielten Gewalt gegen Christen aus der Gruppe der Dalit und Adivasi im Distrikt Kandhamal in Odisha im Jahr 2008 gegründet wurde.
„Diese Anti-Konversionsgesetze sind Versuche, die christliche Gemeinschaft einzuschüchtern; das geplante Gesetz in Karnataka geht in die gleiche Richtung“, bemerkt der Menschenrechtsaktivist Punyani.

„Überall dort, wo das Antikonversionsgesetz, das ironischerweise ‚Gesetz über die Religionsfreiheit‘ genannt wird, verabschiedet wurde, ist es zu einer Rechtfertigung für die Verfolgung religiöser Minderheiten und anderer Randgruppen geworden. Angriffe auf Minderheiten haben in den letzten Jahren erheblich zugenommen, seit dieses Gesetz als Waffe gegen Christen und Muslime, insbesondere Adivasi, Dalits und Frauen, eingesetzt wurde“, so der Direktor der NSF in einer Mitteilung. Die Organisation ruft dazu auf, die in der Verfassung verankerten Werte zu verteidigen und die Menschenrechte von religiösen Minderheiten und anderen Randgruppen in Indien zu schützen.

Laut Pfarrer Ajay Kumar Singh, dem stellvertretenden Vorsitzenden des NSF, „verliert ein Dalit, der zum Christentum oder Islam konvertiert, den Schutz des Staates, nicht aber, wenn er zum Sikhismus, Jainismus oder Buddhismus konvertiert. Dies ist eine diskriminierende Realität“. Dalits oder Adivasi (Stammesangehörige), die zum Christentum oder zum Islam konvertieren, werden streng bestraft. „Das Gesetz ist ein Anreiz, im Hinduismus zu bleiben und verletzt das Recht des Einzelnen, seine Religion frei zu wählen“, erklärt der katholische Geistliche.

„Das Gesetz respektiert die Frauen nicht und schränkt ihre Partnerwahl ein. Es wurde mit dem Gedanken entwickelt, dass Frauen in Indien nicht in der Lage sind, selbständig zu denken und zu handeln. Dieses Gesetz ist sehr patriarchalisch. Das ist nicht akzeptabel“, sagt Vidya Dinkar, Menschenrechtsaktivistin und Mitglied des NSF-Zentralausschusses.

John Dayal, ein katholischer Journalist und Gründungsmitglied der NSF, sagte: „Die Anti-Konversionsgesetze betreffen nicht nur Christen, sondern fördern auch die Verfolgung von Muslimen, Dalits, Adivasi und sogar Frauen in Indien. Sie verstoßen gegen die Grundprinzipien der indischen Verfassung“.
Laut Brinnelle D’Souza vom „Center for Health and Mental Health“ an der „School of Social Work“ wird das Gesetz dazu führen, „dass religiöse Konflikte und religiöser Nationalismus in Indien geschürt werden. Es gibt dem Staat auch die Macht über zutiefst persönliche Angelegenheiten, die mit dem Gewissen des Einzelnen zusammenhängen, und verletzt damit die Gewissensfreiheit“.

Auch Margaret Alva, ehemalige Gouverneurin von Goa, Gujarat und Uttarakhand, bittet um Unterstütung für die Petition: „Die NSF sammelt Unterschriften von Menschen aller Religionen, um die Regierung von der Verabschiedung dieses Gesetzes abzuhalten. Ich bitte Sie, diesen Appell zu unterzeichnen, damit das Gesetz in Karnataka und ähnliche Gesetze in anderen Staaten des Landes zurückgezogen werden“.

In den Bundesstaaten Odisha (früher Orissa), Arunachal Pradesh, Himachal Pradesh, Uttarakhand, Uttar Pradesh, Madhya Pradesh, Jharkhand, Chhattisgarh, Gujarat und Rajasthan wurden bereits ähnliche Gesetze erlassen, religiöse Konversionen verbieten, die mit Gewalt oder betrügerischen Mitteln erzwungen werden, einschließlich finanzieller Anreize, medizinischer Hilfe und kostenloser Bildung. In vielen Fällen sehen die Gesetze vor, dass eine religiöse Konversion nur nach Genehmigung durch einen Richter erfolgen kann. Die Gesetze werden oft als Vorwand benutzt, um Missionare oder christliche und muslimische Gläubige ins Visier zu nehmen und zu beschuldigen.

In den letzten Monaten haben die christlichen Gläubigen des Staates Karnataka eine Sensibilisierungskampagne und verschiedene öffentliche Demonstrationen durchgeführt. (Quelle: Fidesdienst, Bild: TUBS/wikipedia)

Neuer Bericht beklagt die Zunahme der Gewalt gegen Christen in Indien. „In den ersten neun Monaten dieses Jahres wurden 305 Gewalttaten gegen Christen verübt“, heißt es in einem am 21. Oktober in Neu-Delhi veröffentlichten Untersuchungsbericht.

Der Bericht, der von den Bürgerrechtsgruppen  „United Against Hate“, „Association for Protection of Civil Rights“ und „United Christian Forum“ erstellt wurde, besagt, dass Christen in 21 der 28 Bundesstaaten des Landes verfolgt werden.

„Das weist darauf hin, dass sich die organisierte Gewalt gegen Christen im ganzen Land ausbreitet“, sagte A. C. Michael, nationaler Koordinator des “United Christian Forum“, das Teil der Untersuchungskommission ist, gegenüber dem Hilfswerk KIRCHE IN NOT (ACN).

„In den neun Monaten seit Januar“, so der Bericht, „wurden Christen im ganzen Land 305 Mal gewaltsam angegriffen“; viele der Angriffe gingen vom Mob aus.

Dem Bericht zufolge war der September mit 69 gewalttätigen Übergriffen der schlimmste Monat für Christen in Indien, gefolgt vom August mit 50, Januar mit 37, Juli mit 33, März, April und Juni mit 27, Februar mit 20 und Mai mit 15 Angriffen.

Indiens Hindi sprechende Bundesstaaten wie Uttar Pradesh, Chhattisgarh, Jharkhand und Madhya Pradesh verzeichneten im Berichtszeitraum 169 Vorfälle von Gewalt gegen Christen.

Auch der relativ friedliche südliche Bundesstaat Karnataka ist inzwischen feindselig gegenüber Christen eingestellt. Nach der Machtübernahme der pro-hinduistischen Bharatiya Janata Party (BJP) wurden bis September 32 gewalttätige Vorfälle gemeldet.

Die Hindu-Extremisten, die hinter diesen Angriffen stecken, verschonten dem Bericht zufolge nicht einmal Frauen. Mehr als 1331 Frauen wurden bei den Angriffen gegen Christen verletzt, darunter 588 aus indigenen Gemeinschaften und 513 Dalits, früher als Unberührbare bekannt.

Der Bericht dokumentiert auch 28 Fälle von Beschädigungen christlicher Gebetsstätten, einschließlich Kirchen.

Ein weiteres großes Problem für Christen ist die ablehnende Haltung der Polizei und anderer ziviler Behörden. 85 Mal wurde Christen unter dem einen oder anderen Vorwand verboten, sich zu religiösen Aktivitäten zu versammeln, heißt es in dem Bericht.

Der Bericht verzeichnete 10 bekannte Fälle, in denen Christen aufgrund der Antikonvertierungsgesetze illegaler Bekehrungsaktivitäten beschuldigt wurden, die angeblich durch Betrug, Nötigung oder Verführung zustande gekommen waren.

„Minderheiten dürfen ihren Glauben nicht ausüben“, sagte Michael und fügte hinzu, dass „ein solches Phänomen auf dem Vormarsch ist, und das auch noch mit stillschweigender Unterstützung der Polizei und anderer Regierungsbeamter, die uns eigentlich schützen sollten“.

Am 3. Oktober brach ein Mob von 300 Menschen in eine Kirche in Roorkee im Bundesstaat Uttarakhand ein, griff Gläubige an und verwüstete die Kirche. Die Angreifer „zerstörten die Überwachungskameras, misshandelten Männer und belästigten Frauen“, so Michael gegenüber KIRCHE IN NOT (ACN).

Selbst nach mehreren Wochen „wurde niemand verhaftet und die Schikanen gegen Christen gingen weiter“, sagte Michael, der ein ehemaliges Mitglied der Minderheitenkommission des Bundesstaates Delhi ist, die die Interessen von Minderheiten schützen soll. Er fügte hinzu: „Wir leben in einer sehr bedrohlichen Situation.“

„Trotz der zunehmenden Schikanen gegen Rechtsanwälte, Aktivisten, Journalisten, Studenten, Akademiker und andere, die der Regierung und ihrer Politik kritisch gegenüberstehen, bin ich optimistisch, dass unser Land die Bewährungsprobe für seine Demokratie und seine säkuläre Ausrichtung übersteht, da die Verfassungsorgane wie die Justiz weiterhin eine Position vertreten, die auch vertreten werden sollte.“

„“Dies ist eine vorübergehende Phase, die bald vorbei sein wird, sobald die Mehrheit dies versteht und ihre politische Macht nutzt“, schloss Michael.

Der emeritierte Erzbischof von Bhopal, der Hauptstadt des zentralindischen Bundesstaates Madhya Pradesh, Leo Cornelio, hat ebenfalls seine Besorgnis über die zunehmenden Angriffe auf Christen zum Ausdruck gebracht.

Er wandte sich in einem Schreiben an Premierminister Narendra Modi mit dem Appell, wirksame Maßnahmen zur Eindämmung der Gewalt gegen Christen einzuleiten.

In seinem Schreiben vom 26. Oktober erklärte der Prälat, dass „bestimmte Einzelpersonen und Gruppen eine Hasskampagne gegen Minderheitengruppen, insbesondere Christen, gestartet haben“, die zu Gewalt gegen sie führe. „Der zunehmende religiöse Fundamentalismus und Hass“, so der Prälat, seien „eine Bedrohung für das Wachstum der Nation“.

Christen machen 2,3 Prozent der 1,3 Milliarden Einwohner Indiens aus. Die Kirchen engagieren sich vor allem in den Bereichen Bildung, Gesundheitsfürsorge und anderen wohltätigen Zwecken.

Angesichts der Tatsache, dass 17 ägyptische koptische Christen in Libyen immer noch vermisst werden, ist die Angst um das Leben und die Freiheit der libyschen Christen weiterhin groß. Zehn Jahre nach dem Tod von Diktator Muammar Gaddafi und mehr als sechs Jahre nach der Ermordung von 21 Christen an einem Strand von Tripolis durch ISIS herrscht in Libyen immer noch Ungewissheit.

In dem nordafrikanischen Land stehen im Dezember Wahlen an, doch internationale Einflüsse, die um die Kontrolle wetteifern, stehen im Hintergrund und schaden dem libyschen Volk. „Auf nationaler Ebene gibt es viele Akteure, darunter bewaffnete Gruppen und verschiedene Fraktionen innerhalb der früheren Regierungen, deren Hauptanliegen es zu sein scheint, ihre eigenen Interessen zu sichern. Aber noch wichtiger ist der Einfluss internationaler Mächte, einschließlich der Türkei und Russlands“, so ein Analyst von Open Doors gegenüber Christian Today.

Die für den 24. Dezember angesetzten Präsidentschaftswahlen geben jedoch keinen Anlass zur Hoffnung. „Selbst wenn es den Libyern gelingt, eine Zentralregierung zu bilden, ist es unwahrscheinlich, dass die Religions- und Glaubensfreiheit geschützt wird. Das zeigt der Verfassungsentwurf von 2017, über den zeitgleich mit den Wahlen im Dezember in einem Referendum abgestimmt werden soll“, so der Leiter von Open Doors Großbritannien Rechtsabteilung. Der Verfassungsentwurf geht davon aus, dass alle Libyer Muslime sind, ohne die Möglichkeit, die Religion zu wechseln, und verwendet die Scharia als Grundlage für die Gesetzgebung.

Libyen steht auf der Weltbeobachtungsliste von Open Doors auf Platz 4, wobei Christen nur 0,5 Prozent der Bevölkerung ausmachen. Gläubige mit muslimischem Hintergrund sind der Verfolgung durch Familien und Dorfgemeinschaften ausgesetzt, während Christen aus anderen Ländern der Verfolgung durch radikale islamische Gruppen ausgesetzt sind, wie etwa die koptischen Märtyrer von 2015. Das Schicksal der 17 derzeit vermissten Ägypter ist unbekannt, da unklar ist, ob sie von einer radikalen Gruppe oder den örtlichen Behörden entführt wurden. Unabhängig von den Tätern sind im Ausland lebende Christen in dem Land oft nicht willkommen. Die Ägypter, getrieben von Verzweiflung und mangelnder Sicherheit und Chancen in ihrer Heimat suchen oft nach Arbeitsmöglichkeiten in Libyen, obwohl die Christen ihr potenzielles Schicksal im Nachbarland kennen. (Quelle: International Christian Concern, Bild: TUBS/wikipedia)

Anti-Konversionsgesetze schüren Gewalt gegen religiöse Minderheiten. In Zentralindien nehmen Diskriminierung und Gewalt gegen Christen weiter zu, nachdem nationalistische Hindus ihre Kampagnen zur „Rückbekehrung“ der einheimischen Bevölkerung intensiviert haben. „Die Menschen sind verängstigt, weil radikale Hindu-Gruppen Druck auf die einheimischen Christen ausüben, damit sie ihren Glauben aufgeben“, erklärt der Priester Rocky Shah gegenüber dem weltweiten päpstlichen Hilfswerk „Kirche in Not“ (ACN). Shah ist Öffentlichkeitsbeauftragter der Diözese Jhabua im indischen Bundesstaat Madhya Pradesh. Dort machen die Christen weniger als ein Prozent der rund 71 Millionen Einwohner aus.

Von Seiten fanatischer Hindus seien Kampagnen gegen Seelsorger der verschiedenen christlichen Konfessionen gestartet worden, berichtet Shah. „Sie drohen auch mit dem Abriss unserer Kirchen unter dem falschen Vorwand, diese seien illegal auf dem Land der Ureinwohner errichtet worden.“ Nachdem es sogar zu konkreten Abrissplänen gekommen war, habe sich jedoch die Bezirksverwaltung schützend vor die christliche Minderheit gestellt: „Sie haben über 300 Polizisten geschickt, um unsere Kathedrale in Jhabua und andere kirchliche Einrichtungen zu schützen.“

Bis zu zehn Jahre Haft für Religionswechsel

Doch nicht immer können die Christen auf Beistand des Staates hoffen. Im Bundesstaat Madhya Pradesh ist im Januar 2021 ein sogenanntes Anti-Konversionsgesetz in Kraft getreten. Es sieht bis zu zehn Jahre Gefängnis für Personen vor, die zum Christentum oder zum Islam konvertieren. Ein Übertritt von anderen Religionen zum Hinduismus ist jedoch jederzeit möglich.

Madhya Pradesh ist einer von derzeit acht der 28 indischen Bundesstaaten, die Anti-Konversionsgesetze verabschiedet haben. Anderorts sind ähnliche Vorschriften geplant. In diesen Regionen ist die Bharatiya Janata Party (BJP) in der Mehrheit, die mit Narendra Modi auch den Chef der Zentralregierung in Neu-Delhi stellt. Die BJP fährt seit Jahrzehnten einen strikt nationalistischen Kurs. Der Hinduismus gilt ihr als integraler Bestandteil der indischen Nation; andere Religionen als schädliche ausländische Einflüsse. Ausnahmen billigen die Anhänger der BJP lediglich den Anhängern der animistischen Stammesreligionen zu.

Als Ministerpräsident Modi Ende Oktober Papst Franziskus im Vatikan besuchte, stellte ein Bündnis aus Nichtregierungsorganisationen den Bericht „Christians under attack in India“ (Angriffe gegen Christen in Indien) vor. Der Bericht verzeichnet allein für das laufende Jahr bislang über 300 Vorfälle antichristlicher Gewalt in Indien.

„Rückbekehrungszeremonien“ und Anklagen wegen missionarischer Tätigkeit

Auch im Bundesstaat Madhya Pradesh bekamen die Christen die Folgen zu spüren, nachdem das Anti-Konversionsgesetz verabschiedet war. Rocky Shah berichtet: „Mehr als ein Dutzend Christen wurde inhaftiert. Selbst ein Akt der christlichen Nächstenliebe kann als Bekehrungsversuch gewertet werden.“

Auch würden vermehrt einheimische Christen vor die Behörden geladen, um nachzuweisen, dass sie unter Zwang missioniert worden seien. In der Region seien aktuell 56 christliche Priester, Pastoren und Gemeindeleiter wegen mutmaßlicher illegaler Bekehrungsversuche angeklagt. „Wir werden mit den Behörden zusammenarbeiten. Wir haben nichts zu verbergen. Die Wahrheit wird nach der Untersuchung ans Licht kommen“, zeigt sich der Priester Rocky Shah „Kirche in Not“ gegenüber zuversichtlich.

Adventslieder reichten für Inhaftierung und Anklage

Welche Wirkung der Vorwurf der Zwangs-Missionierung haben kann, zeigt der Fall des Priesters George Mangalapilly, ebenfalls aus dem Bundesstaat Madhya Pradesh. Er war Ende September nach vier Jahren juristischer Auseinandersetzung vom indischen Supreme Court in letzter Instanz freigesprochen worden. Der Vorwurf an ihn lautete: Religiöse Zwangskonversion durch das Abhalten einer Adventsfeier. Der Vorfall hatte sich bereits am 14. Dezember 2017 ereignet.

Gegenüber „Kirche in Not“ schildert Mangalapilly, was damals passiert war: „Ich fuhr mit einem anderen Priester und 32 Priesterseminaristen in das Dorf Bhumakahar. Wie schon in den Vorjahren hatten wir mithilfe der Dorfbewohner ein Adventsprogramm organisiert. Die Veranstaltung war fast vorbei, als eine Gruppe von Leuten auftauchte, die Zusammenkunft unterbrach, uns beschimpfte und versuchte, einige Seminaristen zu schlagen.“

Bei den Personen habe es um radikale Hindus gehandelt. „Sie warfen uns vor, die Bevölkerung zum Christentum zu bekehren. Außerdem sei die Feier von den Behörden nicht genehmigt.“ Die alarmierte Polizei führte die Gruppe aus Priestern und Seminaristen – insgesamt über 40 Personen – ab und sperrte sie über Nacht in einen kleinen Raum in der Polizeistation. Erst gegen Kaution wurde die Gruppe freigelassen.

Angst vor Auflösung der traditionellen Gesellschaftsordnung

Schließlich wurde Anklage gegen George Mangalapilly erhoben. Grundlage war das Religionsfreiheitsgesetz (Freedom of Religion Act) des Bundesstaates Madhya Pradesh, das bereits vor dem neuen Anti-Konversionsgesetz in Kraft war. Demnach ist missionarische Tätigkeit mithilfe von Zwang verboten. Offen bleibt, was unter Zwang fällt und was nicht. Der Priester durchlebte eine schwere Zeit, berichtet er gegenüber „Kirche in Not“: „Ich musste viele Gerichtsverhandlungen durchstehen.“ Letztlich sei die Anklage aber haltlos gewesen.

Sein Fall wegen einer Adventsfeier sei außergewöhnlich, aber kein Einzelfall. „Solche Christenverfolgungen sind nichts Neues“, erklärte Mangalapilly. Ursache für Attacken und Anschuldigungen gegen Christen sei schlicht die Angst vor einer Auflösung der traditionellen Gesellschaftsordnung, die radikalen Hindus sakrosankt ist. Die Kirche aber stehe auf Seiten der unterdrückten Menschen: „Wir bringen Menschen das Lesen und Schreiben bei. Und natürlich haben einige Menschen Angst, dass die Unterdrückten auf ihre Rechte pochen, wenn sie Bildung erhalten.“

Auch mehr als ein Vierteljahrhundert nach dem Friedensschluss von Dayton ist das Zusammenleben in Bosnien und Herzegowina von Konflikten geprägt. Die katholische Minderheit des Landes werde nach wie vor diskriminiert, beklagt der Bischof von Banja Luka, Franjo Komarica. Gegenüber dem weltweiten katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“ (ACN) monierte er die Tatenlosigkeit der internationalen Staatengemeinschaft. Ein neues Projekt für Frieden und Zusammenarbeit ist für Bischof Komarica ein kleines Hoffnungszeichen in einer verfahrenen Situation. 

KIRCHE IN NOT: Bischof Komarica, Sie haben kürzlich in einem Interview Bosnien und Herzegowina als „Absurdistan“ bezeichnet, als einen unmöglichen Staat. Warum?

Bischof Franjo Komarica: Daran sind nicht die Einheimischen schuld, die hier nicht erst seit gestern zusammenleben. Die internationale Staatengemeinschaft, insbesondere die Europäer, haben es zugelassen, dass hier von 1992 bis 1995 ein Stellvertreterkrieg geführt wurde. Bosnien und Herzegowina ist seit dem Ende des Krieges noch immer ein Provisorium, es herrscht Stillstand.

Warum ist das so?

Bosnien und Herzegowina wird de facto geführt von einem internationalen Vertreter, dem Hohen Repräsentanten. Obwohl seit 1995 schon der achte Amtsinhaber hier ist, hat diese Präsenz das Land nicht zu einem Rechtsstaat gemacht. Und die einheimischen Politiker haben nicht die notwendigen Voraussetzungen und die Macht, um aus Bosnien und Herzegowina einen funktionierenden Rechtsstaat zu machen.

Bosnien und Herzegowina ist ein Staat mit drei konstitutiven Völkern (Serben, Bosniaken und Kroaten; Anm. d. Red.) und zwei Entitäten (Föderation Bosnien und Herzegowina und Republik Srpska; Anm. d. Red.). Die Republik Srpska steht unter dem Einfluss Russlands, die Föderation unter dem Einfluss der Türkei bzw. der islamischen Welt. Und das dritte Volk, die Kroaten (die mehrheitlich den katholischen Bevölkerungsanteil ausmachen; Anm. d. Red.), geht zugrunde. Wir kommen unter die Räder, wir sind einfach nirgendwo mehr zu Hause.

Inwieweit werden die Katholiken benachteiligt?

In jeder Hinsicht: Politisch, gesellschaftlich und auch wirtschaftlich. Oft haben Katholiken Probleme, wenn sie einen kroatischen Namen tragen. Es ist auch schwierig für sie, Arbeit zu finden. Es gibt noch einen Landesteil, West-Herzegowina, wo sie mehr oder weniger leben können. Aber auch dort wandern die Katholiken aus.

Welche Folgen hat die Auswanderung der Katholiken für das Land?

Die katholischen Kroaten wirken wie „Klebstoff“ zwischen Serben und Bosniaken. Wenn dieser Klebstoff wegfällt, dann werden diese beiden Welten – die islamische und die die orthodoxe – noch weiter auseinanderklaffen. Dann würde es noch mehr Unruhe geben.

Es sind ja auch während des Krieges Katholiken geflüchtet. Verhindert die aktuelle Situation deren Rückkehr?

Der Annex 7 des Abkommens von Dayton, der die Rückkehr aller Flüchtlinge und Vertriebenen regeln sollte, wurde nicht umgesetzt. Der Vertrag legte auch fest, dass Bosnien und Herzegowina und die internationale Staatengemeinschaft den Rückkehren politisch, rechtlich und materiell helfen müssen. Das ist im Falle der Kroaten nicht passiert. Ich habe die Papiere in Händen gehalten, auf denen stand: „So und so viel Millionen für die vertriebenen Serben, so und so viel für Rückkehr der Bosniaken.“ Und dann nur ein Satz: „Die Rückkehr der bosnischen Kroaten existiert nicht“. Also erhalten wir von dieser Seite nichts.

Wie wichtig war und ist Ihnen die Hilfe von „Kirche in Not“?

Wenn es in Europa eine Kirche in Not gibt, dann ist es unsere Kirche. In meinem Bistum Banja Luka wurden 95 Prozent der kirchlichen Gebäude im Krieg zerstört oder schwer beschädigt. Hier hat „Kirche in Not“ besonders beim Wiederaufbau geholfen. Das gilt auch für viele andere Projekte. Wichtig ist aber auch, dass „Kirche in Not“ unsere Probleme versteht, uns zuhört und wir auch in Zukunft mit Verständnis rechnen dürfen. Vergelt‘s Gott an alle Wohltäter, die hier in eine Sache Gottes investieren! „Kirche in Not“ ist nicht die Sache von Bischöfen und Priestern, nicht die Sache einer Gemeinschaft, es ist die Sache Gottes.

Sie haben ein Europa-Zentrum für Frieden und Verständigung gegründet. Was ist der Gedanke dahinter?

Wir wollen das Zentrum im ehemaligen Trappistenkloster „Maria Stern“ (Marija Zvijezda) beheimaten. Es wurde 1869 noch in osmanischer Zeit von Pater Franz Pfranner aus Vorarlberg in Österreich gegründet. Als es Probleme mit Baugenehmigungen gab, reiste Pfranner persönlich nach Konstantinopel, um mit dem Großwesir des Sultans zu verhandeln – mit Erfolg. Dialog ist möglich. In diesem Geist soll das Zentrum ein Ort der Begegnung, Bildung, Versöhnung und der internationalen wie interreligiösen Zusammenarbeit sein. Ich habe für diese Projekte schon wertvolle Mitstreiter gewinnen können. So steht zum Beispiel der ehemalige deutsche Bundespräsident Christian Wulff an der Spitze des Gründungskuratoriums. Wir wollen die Europäisierung Bosniens. Das ist eine großartige Chance.

Unterstützen Sie die Arbeit und das Überleben der katholischen Kirche in Bosnien und Herzegowina! Spenden Sie online unter: https://www.kircheinnot.at/helfen/spenden/

Die christlichen Kirchen üben Kritik dem Vorhaben der Regierung des indischen Bundesstaates Karnataka, künftig besondere Untersuchung und Erhebung von Daten zur Tätigkeit von Missionaren und Mitarbeitern christlicher Kirchen durchzuführen. Dies bekräftigt auch Erzbischof Peter Machado von Bangalore, der Hauptstadt des riesigen südindischen Staates, gegenüber Fides. Am 13. Oktober ordnete die Regierungsbehörde „Backward Classes and Minorities Welfare“, die sich mit der Förderung und Entwicklung von benachteiligten Bevölkerungsgruppen befasst, eine Umfrage über das Personal der in Karnataka tätigen christlichen Kirchen an. Christen betonen, dafür gebe es keinen Grund und befürchten Hintergedanken.

„Warum ist die Regierung nur im Falle von christlichen Gemeinden an einer Erhebung über das religiöse Personal und die Gotteshäuser interessiert“, fragt sich Erzbischof Machado. „Wir halten dieses Vorgehen für sinnlos, unnötig und gefährlich“, sagte er. „Es wird nichts Gutes dabei herauskommen. Vor dem Hintergrund des Schreckgespenstes der angeblichen Zwangskonvertierung und der zunehmenden antireligiösen Stimmung ist es in der Tat gefährlich, solche Umfragen durchzuführen. Zu den Aktivitäten in den Gotteshäusern unserer Gemeinde sowie die Tätigkeit von Pfarrer, Seelsorger und Ordensfrauen wird ermittelt und sie könnten damit leicht zur Zielscheibe werden. Wir haben bereits von sporadischen Zwischenfällen im Norden und in Karnataka gehört“, so der Erzbischof.

„Die Missionare arbeiten für das Wohl aller Menschen in diesem Land“, so der Prälat weiter. „Die Regierung und alle anderen sind sich dessen wohl bewusst. Keiner lebt oder arbeitet im Verborgenen. Die Arbeiten sind zu sehen. Wir verstehen den Zweck einer solchen religiösen Profilierung allein von Christen und ihren Einrichtungen nicht“. „Die Regierung sollte die von christlichen Missionaren betriebenen Bildungseinrichtungen und Gesundheitszentren zählen. Dies würde eine faire Vorstellung von dem Dienst geben, den die christliche Gemeinschaft für die Gesellschaft leistet“, fügt er hinzu.

Die Erhebung über die Missionare wird als Teil eines Plans gesehen, der von der regierenden pro-hinduistischen Bharatiya Janata Party (BJP) gefördert wird, um eine pro-hinduistische politische Agenda umzusetzen, die Christen und Muslime, religiöse Minderheiten in Indien, ins Visier nimmt und ausgrenzt.

Christliche Kirchenvertreter erinnern daran, dass die Gläubigen in Karnataka gezielter Gewalt und Verfolgung ausgesetzt sind. In einigen Fällen wird von gewaltsamen Unterbrechungen von Gebetsgottesdiensten und der Zerstörung von christlichen Gebäuden berichtet. Solche Angriffe werden oft von radikalen Hindu-Gruppen verübt, die mit Unterstützung der Regierung und der Polizeikräfte meist straffrei bleiben.

Zuvor hatte die Regierung des Bundesstaates bekannt gegeben, dass sie die Verabschiedung eines Gesetzentwurfs im Parlament des Bundesstaates erwägt, der religiöse Konversion verbieten soll. Die katholischen Bischöfe von Karnataka trafen sich daraufhin zu Gesprächen mit Premierminister Basavaraj Bommai und brachten ihre Bedenken in dieser Angelegenheit zum Ausdruck und forderten die Exekutive auf, „dem Druck fundamentalistischer Gruppen, die den Frieden, die Harmonie und das friedliche Zusammenleben in der Gesellschaft stören wollen, nicht nachzugeben“.

Acht indische Bundesstaaten haben bereits solche Gesetze zum Verbot religiöser Konversionen erlassen. Diese Gesetze, so stellen die Kirchen fest, widersprechen dem Geist der Verfassung, die die Freiheit der Verkündigung, der Ausübung und des Bekenntnisses der eigenen Religion garantiert. In Karnataka sind 84 % der 61 Millionen Einwohner Hindus, während Muslime 13 % und Christen 2 % dr Gesamtbevölkerung ausmachen. (Quelle: Fidesdienst, Bild: TUBS/wikipedia)

„Die Gewalt in 13 Fällen in den nördlichen Bundesstaaten Indiens ist weder zufällig noch das Werk einzelner Elemente. Es ist das systematisch orchestrierte und synchronisierte Werk zur Einschüchterung der christlichen Gemeinschaft, insbesondere gegen kleine, verletzliche und isolierte Gemeinschaften in indischen Bundesstaaten, in denen es immer wieder zu gezielter Gewalt kommt“, so der katholische Schriftsteller und Journalist John Dayal, ehemaliger Präsident der „All India Catholic Union“ gegenüber Fides zu dem „schwarzen Tag“ am vergangenen Sonntag, den 3. Oktober, an dem 13 Übergriffe auf christliche Gemeinschaften verzeichnet wurden. Dayal zufolge wird die Gewalt ausgelöst durch „die öffentlich geäußerten Drohungen von Elementen extremistischer Gruppen wie der Sangh Parivar, die dazu aufrufen, den indischen christlichen und muslimischen Gemeinschaften ihre Staatsbürgerrechte zu entziehen“.

„Die Situation ist besorgniserregend, weil hochrangige politische Autoritäten wie Minister auf Bundes- und Landesebene und Mitglieder der Bharatiya Janata Party (BJP), der Partei in der Bundesregierung, offen zu Gewalt aufrufen und die Menschen lehren, Bauern, Adivasi (Stammesangehörige), Dalits und religiöse Minderheiten als Staatsfeinde zu betrachten“, stellt Dayal fest: „Dies ist eine alarmierende Situation, die Rechtsstaatlichkeit, Demokratie, Meinungsfreiheit sowie Religions- und Weltanschauungsfreiheit bedroht“, warnt er.

Der Koordinator des „United Christian Forum“ und ehemaliges Mitglied der Minderheitenkommission in Delhi, A.C. Michael, ein katholischer Laie, fügte hinzu: „Die Politik in Indien hat einen allgemeinen Niedergang erlebt. Unsere Politiker äußern Worte und Phrasen, die die Gefühle der Menschen verletzen oder zu Spaltung und Diskriminierung führen. Ich denke, es ist die Pflicht und die Verantwortung der Regierung des Landes, die nationale Harmonie in den Vordergrund zu stellen und Worte zu sprechen, die die Gesellschaft vereinen, anstatt Hass zu schüren“.

A. C. Michael geht insbesondere auf den Vorfall in Roorkee, Uttarakhand, ein, wo etwa 500 Extremisten in eine Halle eindrangen, in der sich 15 Gläubige zum Sonntagsgebet versammelt hatten, und Christen angriffen und verletzten, von denen sich einer in kritischem Zustand im Krankenhaus befindet: „Dies ist das Ergebnis unverantwortlicher Äußerungen einiger Einzelpersonen und politischer und gesellschaftlicher Gruppen, die religiösen Hass schüren. Es gibt Organisationen, die offenbar ideologische Plattformen für Gewalt bieten“, stellt er fest. „Diese Leute verbreiten die unbegründete und unwahre Propaganda, dass Christen mit betrügerischen Mitteln religiöse Bekehrungen durchführen, eine Behauptung, die von den Gerichten wiederholt zurückgewiesen wurde. Ich möchte darauf hinweisen, dass bis heute noch kein Gericht einen Christen für schuldig befunden hat, jemanden mit betrügerischen Mitteln bekehrt zu haben“, schließt Michael.

Die Christen in Indien machen 2,3 % (29 Millionen) der rund 1,3 Milliarden Einwohner aus, von denen die große Mehrheit Hindus sind. (Quelle: Fidesdienst)

Die zehn katholischen Bischöfe des südindischen Bundesstaates Karnataka äußerten sich besorgt gegenüber dem Premierminister des Bundesstaates, Basavaraj Bommi, im Hinblick auf ein geplantes Gesetz, das religiöse Bekehrungen im Bundesstaat verbieten soll. Zusammen mit einer Delegation, die am 22. September mit dem Premierminister zusammentraf, legte Erzbischof Peter Machado von Bangalore ein Memorandum zu verschiedenen Themen vor, die das Leben der Christen in Karnataka betreffen. Erzbischof Machado zufolge ist das Heraufbeschwören des Schreckgespensts der so genannten „Zwangskonvertierung“ schädlich und unnötig, weshalb die katholische Kirche ihre Enttäuschung drüber zum Ausdruck brachte.

Die christliche Glaubensgemeinschaft unterhält in diesem Bundesstaat Hunderte von Schulen, Hochschulen und Krankenhäusern in verschiedenen Diözesen. Und Millionen von Studenten besuchen Bildungseinrichtungen, die von Christen geleitet werden. Millionen von Menschen profitieren von diesen Einrichtungen. „Keinem von ihnen“, so betonten die Bischöfe, „wird geraten, das Christentum anzunehmen. In einigen Fällen mag das vorgekommen sein, aber diese wurden überproportional aufgebauscht“, sagte Erzbischof Machado. „Das Antikonversionsgesetz zielt darauf ab, das Christentum zu diffamieren“, betonte der Erzbischof. Tatsächlich übernimmt die christliche Gemeinschaft die volle moralische Verantwortung, sich nicht auf erzwungene einzulassen: „Wir zwingen niemanden“, sagte er.

In dem Memorandum an den Premierminister weisen die Bischöfe darauf hin, dass jedes Antikonversionsgesetz „Probleme in den Beziehungen zwischen den Gemeinschaften und unnötige Unruhen“ verursachen und zu kontroversen Aussagen und Reaktionen führen könnte, die Gesellschaft und die Religionsgemeinschaften in Aufruhr versetzen.

Am 21. September brachte Goolihatti Shekhar, Mitglied des Parlements des Bundesstaates und der hindu-nationalistischen Bharatiya Janata Party (BJP), das Thema zur Sprache: „Evangelikale christliche Missionare führen in meinem Wahlkreis Hosadurga eine zügellose Kampagne zur religiösen Bekehrung durch. Sie haben etwa 20.000 Hindus zum Christentum bekehrt“. Der Sprecher der gesetzgebenden Versammlung, Visheshwara Hegde Kageri, sagte daraufhin, dass viele Bundesstaaten in Indien bereits Gesetze zur Eindämmung religiöser Konversionen erlassen hätten und schlug vor, dass Karnataka ein ähnliches Gesetz erlassen könnte. In der Debatte sagte Innenminister Araga Jnanedra, die Regierung von Karnataka werde sich mit entsprechenden Gesetze in anderen Bundesstaaten befassen und eine eigene Version erarbeiten. Die Landesregierung beabsichtige, die Angelegenheit zu untersuchen, um religiösen Bekehrungen durch Gewalt und andere Anreize ein Ende zu setzen, sagte er.

Die indische Verfassung sieht vor, dass die Bürger die Freiheit haben, “sich zu einer Religion zu bekennen, sie zu praktizieren und zu verbreiten“. Allerdings haben mehrere Bundesstaaten in der Indischen Föderation Gesetze oder Verordnungen eingeführt und erlassen, um religiösen Konversionen zu unterbinden oder sie zu verbieten: dazu gehören Odisha, Uttar Pradesh, Arunachal Pradesh, Chhattisgarh, Gujarat, Jharkhand, Himachal Pradesh, Madhya Pradesh und Uttrakhand.

Karnataka wird von der BJP-Partei regiert, deren Mitglieder und Politiker religiösen Minderheiten gegenüber feindselig eingestellt sind. Nach einer in der BJP weit verbreiteten Ideologie (der so genannten „Hindutva“) möchten Teile der Partie Indien sogar von einem säkularen Land in einen theokratischen Hindu-Staat verwandeln. (Quelle: Fidesdienst)

„In öffentlichen Ausschreibungen für Mitarbeiter der Müllabfuhr und die Reinigung von Straßen und Kanälen wird immer noch auf die notwendige Voraussetzung ‚nur für Nicht-Muslime‘ hingewiesen. Das ist mir als nicht-muslimischer Abgeordneter peinlich. Ich richte deshalb demütig meine Bitte an die Regierung der Provinz Sindh, die Verabschiedung von Gesetzen zu fördern, die solche diskriminierenden Anzeigen verbieten, die von staatlichen Stellen veröffentlicht werden und die Mitglieder religiöser Minderheiten entwürdigen“, so Anthony Naveed, ein Katholik und Mitglied des Parlaments der pakistanischen Provinz Sindh in den vergangenen Tagen in einer Sitzung des Provinzparlaments.

Gegenüber Fides betont Anthony Naveed dazu: „Ich habe eine entsprechende Gesetzgebung beantragt, damit keiner der Mitarbeiter der Staatsministerien künftig Stellenanzeigen ausschreiben kann, die religiöse Diskriminierung fördern oder religiöse Minderheiten entwürdigen“. „Die Regierung der Provinz Sindh unter Führung der Pakistan People’s Party (PPP) hat sich immer für den Schutz religiöser Minderheiten und benachteiligter Gemeinschaften eingesetzt: Ich appelliere an die derzeitige Regierung von Sindh, die Initiative zu ergreifen, um eine ‚Gesetzgebung in zugunsten von Minderheiten‘ in dieser Angelegenheit, die auch eine Richtlinie für die anderen Provinzen sein könnte auf den Weg zu bringen“.

„In den letzten Jahren wurde auch festgestellt, dass solche Anzeigen, die explizit weniger qualifizierte Arbeitsplätze für Nicht-Muslime ausschreiben, in der Provinz Sindh aber auch in den Provinzen Punjab, Baluchistan und Khyber Pakhtun Khwa veröffentlicht werden“, betont er und fährt fort: „Es ist eine Mentalitätsfrage, die eine Verachtung für Nicht-Muslime impliziert: Warum einen Job mit einer religiösen Identität verbinden? Solche Ankündigungen können einfach durch Weglassen des Religionsbezugs veröffentlicht werden. Ich denke, diese Vorgehensweise schadet dem Image eines Amtes oder einer öffentlichen Dienststelle und unseres ganzen geliebten Landes“.

„In dieser Kampagne für Gleichberechtigung und verantwortungsvolle Staatsbürgerschaft bitte ich um die Unterstützung der Mitglieder meiner politischen Partei, der PPP, und aller Menschen guten Willens in Politik und Zivilgesellschaft, die Stimme für die Stimmlosen bei der Förderung der Rechte zu erheben und die Menschenwürde aller Bürger ohne jegliche Diskriminierung kultureller, sozialer oder religiöser Art zu fördern“, schließt Anthony Naveed. (Quelle: Fidesdienst)

Junge christliche Frauen in Pakistan sind mit Diskriminierung, sozialer Ausgrenzung und Armut konfrontiert. Ein KIRCHE IN NOT-Programm gibt ihnen neue Hoffnung und rüstet sie für den Kampf für eine bessere Zukunft. Das Leben für Christen in Pakistan ist nicht einfach. Als Angehörige einer religiösen Minderheit sind sie häufig Opfer von Diskriminierung und sozialer Ausgrenzung. Die meisten Christen gehören zu den ärmsten Schichten der Gesellschaft und sind Fabrikarbeiter, Tagelöhner, Hausangestellte, Reinigungspersonal von Abflüssen und Toiletten… Viele von ihnen finden sich ohne Zugang zu rechtlicher Unterstützung wieder und werden von den Behörden ignoriert, wenn sie versuchen, ihre Menschenrechte zu verteidigen. Christliche Frauen sind in diesem Kontext noch verwundbarer und größeren Gefahren ausgesetzt. Öffentliche Berichte über sexuellen Missbrauch und Zwangsverheiratungen werden immer zahlreicher, und doch ist die tatsächliche Zahl dieser Fälle wahrscheinlich noch höher.

Das Hilfswerk Aid to the Church Need fördert nun ein Programm, das junge christliche Frauen, die in diesen extrem schwierigen Verhältnissen leben, stärken soll. Viele der jungen Frauen, die an dem Programm teilnehmen, sind Studentinnen oder Hausangestellte in den Außenbezirken einer pakistanischen Großstadt. Um die Sicherheit der betroffenen jungen Frauen zu schützen und sie und die lokalen Projektpartner von KIRCHE IN NOT vor jeglicher Art der Repressalien zu bewahren, gibt die Hilfsorganisation weder Namen noch Orte bekannt. Sie teilt aber dennoch die Geschichten der Frauen, die Ängste und die Sorgen, mit denen sie konfrontiert sind. Es ist die Realität, von der so viele christliche Frauen in Pakistan betroffen sind.

Eine dieser jungen Frauen ist „Samia“ (Name geändert). Sie lebt im Norden Pakistans zusammen mit ihren Eltern und vier Brüdern. Ihr Vater ist Fabrikarbeiter und ihre Mutter ist Hausfrau. Sie berichtet: „Da ich zu einer christlichen Familie gehöre, haben meine Eltern mich immer ermahnt, niemals mit anderen Menschen über religiöse Unterschiede zu sprechen. Sie haben uns beigebracht, jede Art von Diskriminierung einfach zu ertragen, da wir ohnehin keinen Einfluss haben, weil wir in einem muslimischen Land leben. Ich habe Angst von den Gesetzen diskriminiert zu werden; wir sind eine Minderheit in Pakistan, die nicht viel Unterstützung hat. Wir leben in einem Zustand der Angst und des ständigen Drucks. Wir glauben, dass wir, wenn wir versuchen, unsere Rechte zu verteidigen, aufgrund falscher Anschuldigungen der Blasphemie oder anderer Vergehen beschuldigt werden, so wie es in der Vergangenheit schon häufiger vorgekommen ist.

Dank meiner Teilnahme an dem von KIRCHE IN NOT International unterstützten Frauenförderprogramm bin ich in meinem Glauben gestärkt worden. Es hilft uns Frauen, uns unserer Verantwortung und unserer Rechte stärker bewusst zu werden. Es ermutigt uns, stark zu bleiben, gegen Diskriminierung, Zwangsbekehrung, Belästigung und Gewalt zu kämpfen und unsere gleichen Rechte zu verteidigen“, erklärt die 20-jährige. Das Programm habe sie ermutigt, „hart zu arbeiten, damit unsere Gemeinschaft eine bessere Zukunft haben kann“.

Eine andere junge Frau, die an dem Programm teilnimmt, ist „Ashia“ (Name geändert). Ihr Vater ist Straßenkehrer und verdient gerade mal 10.000 Rupien (rund 53 Euro) im Monat. „Als ich zum College ging, wurde ich von meinen Lehrern und Mitschülern oft diskriminiert, und das ging so weit, so dass ich mich nicht mehr aufs Lernen konzentrieren konnte“, berichtet die 17-jährige. Sie erzählte ihre Schwierigkeiten einer Freundin, die sie ermutigte, am KIRCHE IN NOT-Programm teilzunehmen. „Ich nahm an den Beratungsgesprächen teil und sie gaben mir neue Hoffnung, mit meinen Umständen fertig zu werden. Ich habe mir fest vorgenommen, dass ich den Anderen keine weitere Gelegenheit geben werde, meine Zukunft zu zerstören. Ich werde fleißig studieren und den Menschen zeigen, dass unser Herr immer bei uns ist, dass er uns Kraft gibt und uns führt und beschützt“, schließt sie.

Paradigmatisch is der Fall von „Shazia“ (Name geändert). Wie viele junge christliche Frauen hatte die 19-Jährige große Träume. Ihr Vater, ein Rikschafahrer, war der Einzige, der für den Lebensunterhalt der Familie sorgte. Mit viel Mühe seitens ihrer Familie schaffte sie es, an der Universität Software Engineering zu studieren. Doch wegen der Finanzkrise musste sie das Studium im zweiten Jahr abbrechen. „Ich begann, in einer Fabrik zu arbeiten, um meinem Vater zu helfen, die Familie finanziell zu unterstützen. Ich verdiente zwischen acht- und zehntausend pakistanische Rupien im Monat. Ich dachte, das ist mein Schicksal und das sollte meine Zukunft sein“, erinnert sie sich. Sie hatte sich mit diesem  Schicksal abgefunden, bis sie das von KIRCHE IN NOT gesponserte Förderprogramm kennenlernte. „Neue Hoffnung keimte auf. Es entzündete in mir den Funken der Hoffnung, dass es möglich sein kann, etwas Anderes in unserem Leben zu tun, und das selbst verzweifelte junge Menschen wie ich es schaffen können, positive Veränderungen herbeizuführen. Der Motivationsvortrag hat mich so sehr inspiriert, und mir wurde klar, dass Bildung das einzige Werkzeug und der Schlüssel zum Erfolg ist. Alles ist möglich, wenn wir uns mit ganzem Herzen engagieren und uns mutig den Schwierigkeiten des Lebens stellen“, sagt Shazia jetzt.

Eine der jüngsten Teilnehmerinnen des Programms ist „Nasreen“ (Name geändert). Diese junge Frau war gerade 15 Jahre alt und befand sich im neunten Schuljahr an einer staatlichen Schule, als die Pandemie ihr Leben zerstörte. Ihr Vater ist Tagelöhner und befand sich durch den „Lockdown“ in großen finanziellen Schwierigkeiten, so dass er das Schulgeld und den Online-Unterricht in Zeiten der COVID-Pandemie nicht mehr bezahlen konnte. Zudem war Nasreen die einzige Christin in der Klasse. Am Ende wurde sie aus den Online-Kursen verwiesen. „Ich war sehr verletzt und aufgebracht, aber ich konnte darüber mit meinen Eltern nicht sprechen, weil sie aufgrund der schwierigen finanziellen Situation in der Familie ohnehin schon sehr litten“, erinnert sie sich. „Es war nicht das erste Mal, dass ich von meinen Mitschülern aufgrund unserer Religion Diskriminierungen und Vorurteilen gegenüber mir und meiner Familie ausgesetzt war. Ich war völlig ratlos und verzweifelt über das, was mir widerfahren ist“, erzählt Nasreen. „Dann lernte ich das Team kennen, das das Förderprojekt leitete und das einer Gruppe junger Mädchen wie mir die Teilnahme an einem Kurs anbot. Sie erklärten uns, dass eine Ausbildung unerlässlich ist, um persönlich und spirituell wachsen zu können.“ Schließlich besserte sich die Lage und Nasreens Vater konnte wieder arbeiten und ihr Schulgeld bezahlen. Aber es geht nicht nur um den wirtschaftlichen Aspekt. Die moralische Unterstützung und Ermutigung, die die Kurse bieten, sind absolut notwendig, um diesen jungen christlichen Frauen zu helfen, die sich sonst angesichts ihres Schicksals oft überfordert und verlassen fühlen. „Ich bin KIRCHE IN NOT so dankbar, dass es mir eine so große Veränderung in meinem Leben ermöglicht hat. Jetzt erleuchtet die Kerze des Glaubens und der Hoffnung meinen Weg, und ich werde sie in Zukunft nicht durch irgendeine Art von Diskriminierung verlöschen lassen“, sagt Nasreen.

In den ersten fünf Monaten des Jahres 2021 kam es in Indien trotz der schweren Pandemie-Situation zu 127 Gewalttaten gegen Christen. Dies berichtet das „United Christian Forum“ (UCF) und zitiert dabei die Daten der speziellen „Hotline“ zur Überwachung von Gewalttaten gegen Gläubige im Land. Unter den Beschwerden, die von indischen christlichen Bürgern über die gebührenfreie Nummer gemeldet wurden, gibt es Massenangriffe oder Drohungen und Einschüchterungen verschiedener Art aus Gründen der Religionszugehörigkeit. „Außerdem besteht die Tendenz, den First Information Report (FIR), die offizielle Anzeige bei der Polizei nicht einzureichen, denn nur in 15 Fällen von 127 Gewaltfällen war dies der Fall“, so der Katholik A.C. Michael, ein führendes Mitglied der UCF.

Wie aus den Daten hervorgeht führt der Bundesstaat Chhattisgarh in Zentralindien die meisten Unfälle an (19), während sich in Karnataka und Jharkhand 17 Fälle ereigneten. Religiöse Gewalt wurde möglicherwise durch die durch die Pandemie verursachten Bedingungen der Armut und des Elends im gesamten Staatsgebiet verschärft.

Insgesamt 555 Frauen, 120 Dalits und 189 Stammesangehörige wurden Opfer dieser Vorfälle und Fälle religiöser Gewalt „sind so häufig geworden, dass niemand mehr das Bedürfnis verspürt, sie zu verurteilen. Das gilt auch für politische, zivilgesellschaftliche und religiöse Führungskräfte“, sagt Michael und signalisiert damit die Gefahr der Gleichgültigkeit. Dank des Engagements von Anwälten und Freiwilligen, die kostenlose Rechts- und Sozialhilfe leisten, wurden in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres 28 Gotteshäuser oder Gebetsstätten wiedereröffnet und 66 von der Polizei festgenommene Gläubige freigelassen.

Die UCF mit Sitz in Neu-Delhi ist eine christliche Organisation, die Grund- und Bürgerrechte fördert und eine und sich für die Rechte der christlichen Minderheit einsetzt. Sie arbeitet mit verschiedenen Netzwerkpartnern wie der Alliance Defending Freedom India, der Religious Liberty Commission of Evangelical Fellowship of India (EFI) und der Christian Legal Association zusammen. Gemeinsam fördern diese Organisationen die Menschenrechte und die Religionsfreiheit in Indien.
Laut der Volkszählung von 2011 leben in Indien 966 Millionen Hindus, 80 % der 1,3 Milliarden indischen Bevölkerung. Muslimische Bürger sind 172 Millionen (14%), während Christen 29 Millionen (2,3%) sind. (Quelle: Fidesdienst)

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