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Übertritt vom Islam zum Christentum

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Der ICC hat erfahren, dass am 26. August 2021 eine 17-jährige Christin von der ägyptischen Polizei festgenommen wurde, als sie eine Kirche in Kairo verließ. Bei der letzten Kommunikation mit ihr bestätigte sie ihre Verhaftung. Ihr aktueller Aufenthaltsort und ihr Gesundheitszustand sind jedoch weiterhin unbekannt.

Die junge Frau war vom Islam zum Christentum konvertiert, was sie einige Jahre lang erfolgreich vor ihrer Familie geheim gehalten hatte, so dass nur ein atheistischer Verwandter davon wusste. Er riet ihr, Ägypten zu ihrer eigenen Sicherheit zu verlassen. Sie bewarb sich erfolgreich an einer Universität in Texas und erhielt das Präsidentenstipendium in Höhe von 22.000,00 $ pro Jahr sowie weitere kleinere Stipendien. Sie organisierte ihre Reise über die amerikanische Botschaft in Kairo.

Der Grund für ihre Verhaftung ist unklar, aber sie erfolgte, als sie die Kirche verließ, um die amerikanische Botschaft aufzusuchen. Es ist möglich, dass ihre Familie von ihrem Vorhaben, das Land zu verlassen, und ihrer Konversion zum Christentum erfuhr und die Polizei rief. Muslimische Konvertiten werden häufig von ihren Familienmitgliedern bedroht und von den ägyptischen Behörden festgenommen, was ihre Situation besonders bedrohlich macht.

Ein Partner teilte der ICC mit: „Sie hatten ihr alles genommen, auch das Geld, das sie hatte. Wir hatten bis wenige Minuten vor diesem Vorfall mit ihr in Kontakt gestanden. Wir haben gewartet und gewartet, um von ihr zu hören, aber es gab keine Nachricht. Wir wussten nicht, was wir denken sollten oder wie wir sie finden konnten. Einige Stunden später erhielten wir Nachrichten von ihr auf einem Telefon, das sie sich von einem Mitgefangenen geliehen hatte. Wir wussten, dass sie es war, denn sie sagte Dinge, die nur sie wissen konnte. Auf diese Weise erfuhren wir von ihrer Verhaftung.

„Das ist das letzte, was wir von ihr wissen. Wir sind furchtbar besorgt um ihre Sicherheit, jetzt und in Zukunft. Wir sind für jede Hilfe sehr dankbar“, so der Partner weiter.

Eine Person, die mit dem Fall in Verbindung steht, teilte mit: „Ihr Telefon ist immer noch ausgeschaltet. Wir haben also keine Ahnung, wo sie ist oder ob sie in Sicherheit ist. Seit ich versucht habe, sie per FaceTime zu kontaktieren, um mich zu vergewissern, dass sie tatsächlich diejenige ist, mit der wir kommunizieren, und dass es ihr körperlich gut geht, ist ihr Telefon ausgeschaltet. Ägypten ist ein Polizei- und Geheimdienststaat, der wie die Mafia Eigeninteressen verfolgt und sich durch Falschmeldungen auszeichnet, die alles andere als wahr sind, durch das Erdichten von Tatbeständen und das Ausdenken von Anschuldigungen.“ (Quelle: ICC)

Der christliche Konvertit Hamid Soudad sitzt seit dem 20. Jänner hinter Gittern. Noch am Tag der Festnahme kam er in der Küstenstadt Arzew (Provinz Oran) vor ein Gericht. Es verurteilte ihn wegen Beleidigung des islamischen Propheten Mohammed zur Höchststrafe von fünf Jahren Gefängnis. Er soll im Internet eine Karikatur geteilt haben. Am 22. März bestätigte der Gerichtshof der Stadt Oran das erstinstanzliche Urteil.

Der Anwalt des Verurteilten ist davon überzeugt, dass die unverhältnismäßige Härte des Strafmaßes in Soudads Glaubenswechsel vom Islam zum Christentum begründet liegt. Dieser ist vierfacher Familienvater. Sein jüngstes Kind ist ein halbes Jahr alt, die anderen drei sind zwischen drei und sechs Jahre alt. Gegen das Urteil legte Soudad Rechtsmittel ein.

Die US-Kommission für Internationale Religionsfreiheit kritisierte dieses und weitere Urteile gegen Konvertiten. Es handele sich um unverhohlene Versuche, das Recht algerischer Christen auf Religionsfreiheit zu verweigern. Ein Buchhändler aus Oran und sein Angestellter waren im Februar wegen Mission zu jeweils zwei Jahren Haft verurteilt worden. 

Der Anteil der Christen unter den 43 Millionen Einwohnern Algeriens – fast ausschließlich Muslime – liegt bei 0,3 Prozent. Die rund 129.000 Christen haben fast alle einen muslimischen Hintergrund. Wenn ihre Hinwendung zu Christus bekannt wird, verlieren sie meist ihren Arbeitsplatz und werden bei der Arbeitssuche diskriminiert. (Quell: IDEA)

Der Iran geht mit drakonischen Strafen gegen ehemalige Muslime vor, die zum Christentum übergetreten sind. Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte berichtet, wurde der Konvertit Zaman Fadaee am 15. November im Teheraner Evin-Gefängnis ausgepeitscht. Ein Revolutionsgericht hatte ihn zu 80 Peitschenhieben und sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Er wurde bestraft, weil er Wein beim Abendmahl getrunken und Hausgottesdienste organisiert hatte. Damit habe er „das zionistische Christentum gefördert“, so das Gericht.

Ein weiterer Konvertit, Mohammad Reza Omidi, war bereits am 13. November wegen Teilnahme am Abendmahl mit 80 Peitschenhieben bestraft worden. In der Islamischen Republik Iran dürfen Muslime keinen Alkohol trinken. Für anerkannte religiöse Minderheiten gibt es Ausnahmen – Christen eingeschlossen –, aber Konvertiten werden nicht als Christen anerkannt. Die Abkehr vom Islam im Iran ist streng verboten und kann mit dem Tode bestraft werden. Der Vorstandssprecher der IGFM, Martin Lessenthin, erklärte: „Drakonische Strafen, Diskriminierung und staatlich geförderte religiöse Intoleranz bestimmen den Alltag in der Islamischen Republik Iran.“ Betroffen seien neben Ex-Muslimen, die zum Christentum konvertiert seien oder religionslos lebten, auch Bahai und Sufis. 95 Prozent der rund 84 Millionen Einwohner des Iran gehören zum schiitischen Zweig des Islams. Angeblich liegt die Zahl der Christen bei rund 800.000. (Quelle: idea)

Ein Konvertit aus dem Iran berichtet. Seyed Mohammad Mahdi stammt aus dem Iran, einem Land, in dem es keine Religionsfreiheit gibt und in dem der Besitz einer Bibel ein Todesurteil nach sich ziehen kann. Mahdi musste den Iran verlassen und lebt heute als Geflüchteter in Spanien: „In meinem Land war mein Leben normal und glücklich, zusammen mit meiner Familie, insbesondere mit meiner Tochter, bis ich einen Glaubensweg begann. Alles zu verlassen, um Christ zu werden, war sehr schwer, aber es war meine Entscheidung.“ Mit diesen Worten gibt er in einem Interview am spanischen Sitz des Internationalen Hilfswerks KIRCHE IN NOT (ACN) sein Zeugnis.

Woher kommen Sie? Wie war Ihr Leben im Iran?

Ich bin Iraner und 38 Jahre alt. Mein Leben in meinem Land war ganz normal: Ich hatte Arbeit, ein Haus; ich war glücklich mit meiner Familie und vor allem mit meiner Tochter. Ich vermisse sie sehr; vor zwei Tagen hatte meine Tochter Geburtstag, und ich möchte ihr an dieser Stelle einen Gruß schicken.

Was hat dieses normale Leben verändert?

Es war hart, weil ich Christ werden wollte – dies ist ein langer und harter Weg. In meinem Land ist es Muslimen verboten, die Religion zu wechseln. Deshalb musste ich mein Land verlassen. Ich weiß nicht, wie lange ich ohne Nahrung, ohne Wasser, auf Bergen und Flüssen unterwegs war, jede Nacht aus Angst vor der Polizei und den Menschen. Aber Gott sei Dank bin ich wohlbehalten angekommen. Ich bin bei Jesus in einem freien Land, in dem ich meinen Glauben frei leben kann.

Auf der Reise haben Sie sich von einer Sache nie getrennt, die Sie jetzt in Händen halten: von einer Bibel in Farsi, der iranischen Sprache.

Das ist alles, was ich jetzt habe. Ich trage dieses Buch immer bei mir, weil alle seine Worte für mich eine Bestimmung und einen Zweck enthalten. Es hat mir immer geholfen, es hat starke Worte für mich.

Wie ich sehe, tragen Sie auch einen Rosenkranz um den Hals. Warum?

Ja, ich trage ihn immer bei mir, und ich bete ihn. Es ist ein ganz besonderes Geschenk von einem sehr befreundeten Priester, meinem Pfarrer aus der Pfarrei San Cosme in Burgos, hier in Spanien. In meinem Land ist das etwas Verbotenes; dort können wir Christen kein Kreuz tragen oder die Bibel dabei haben.

Wie ist Ihr Leben hier?

Ich bin glücklich, weil ich die Freiheit habe, über Jesus zu sprechen, frei zu glauben und zu denken. Manche meinen, der Glaube sei ein Traum. Aber das stimmt nicht; ich spüre immer die Nähe Gottes. Als ich in Spanien ankam, habe ich zum ersten Mal in meinem Leben eine Kirche gesehen. Ich trat ein und fühlte etwas ganz Besonderes. Ich ging in die Kirche, um Gott zu danken, dass er mich am Leben erhalten hat, denn es war eine sehr harte Reise.

Wer hilft Ihnen auf dem Glaubensweg?

Jesus, Maria und dieses Buch, die Bibel. Als ich mein Land verließ, wusste ich nicht, was vor mir liegen würde. Ich hatte oft das Gefühl, keine Kraft mehr zu haben. Jesus Christus hat mir geholfen, weil ich nie meinen Glauben verloren habe. Jetzt habe ich vor nichts Angst.

Was haben Sie am Tag Ihrer Taufe empfunden, die allerdings wegen der Corona-Pandemie verschoben werden musste?

Erzbischof Fidel (Herráez) von Burgos hat mich getauft. Als er das Wasser über meinen Kopf goss, wurde ich völlig verwandelt. Ich fühlte die Vergebung meiner Sünden. Ich hatte mich immer gefragt, was ich tun könnte, um die Dinge zu ändern, die ich falsch gemacht hatte. Es war mir aber nie gelungen. Als ich die Taufe empfing, war es, als hätte Gott mir eine neue Seele und einen neuen Körper gegeben, das habe ich gespürt. Ich kann nicht aufhören, an Gott zu denken. Wenn ich aufwache, wenn ich ins Bett gehe, wenn ich gehe, denke ich, dass Gott alles richtig gemacht hat und die Welt wunderschön ist.

Am 27. Juli wurde Mahrokh (Roksare) Kanbari (65) vor das islamische Revolutionsgericht von Karaj geladen, um wegen „Vorgehens gegen die nationale Sicherheit“ angeklagt zu werden. Freunde kommentierten die Gerichtsverhandlung am Samstag und sagten, dass der Richter sehr unhöflich gewesen sei und versuchte, Mahrokh zu demütigen, da sie mit ihm nicht übereinstimmte. Heute (29. Juli) wurde ihr ihre Haftstrafe von einem Jahr wegen „Propaganda gegen das System“ mitgeteilt. Sie kann gegen dieses Urteil Berufung einlegen.

Die Anhörung war auf ihre Verhaftung kurz vor Weihnachten zurückzuführen, als drei Agenten des iranischen Geheimdienstes ihr Haus überfielen und Mahrokh zu den Geheimdiensten brachten, wo sie zehn Tage lang intensiv verhört wurde, bevor sie nach Einreichung der Kaution von 30 Millionen Toman (2.500 US-Dollar) entlassen wurde.

In einem separaten Fall traten am 28. Juli Mohammad Vafadar, Kamal Naamanian, Hossein Kadivar (Elisha) und Khalil Dehghan – alle aus Rasht – einzeln vor dem 28. Revolutionsgericht in Teheran auf, weil sie wegen  „Handelns gegen die nationale Sicherheit“ und „Förderung des Zionismus“ angeklagt waren. Bei der Verhandlung behauptete der Richter Mohammad Moghiseh, dass die Bibel gefälscht worden sei und dass die Angeklagten den Zionismus förderten.

Dies folgt auf eine abgebrochene Anhörung am 24. Juli. Pastor Matthias Haghnejad und acht weitere, darunter die vier oben genannten, waren vor Richter Mohammed Moghiseh erschienen. Matthias Haghnejad, Shahrouz Eslamdoust, Babak Hosseinzadeh, Behnam Akhlaghi und Mehdi Khatibi hatten Moshgani Farahani als ihren Anwalt gewählt. Die anderen Angeklagten (die am 28. Juli vorgeladen wurden) hatten beschlossen, sich selber zu verteidigen.

Das Beharren der fünf Angeklagten auf einer Klage gegen Moshgani Farahani verärgerte den Richter, der die Überstellung von Pastor Haghnejad und Shahrouz Eslamdoust in das Evin-Gefängnis und die Verhaftung von Babak Hosseinzadeh, Behnam Akhlaghi und Mehdi Khatibi anordnete, bis sie die Kaution von je 1,5 Milliarden Toman (160.000 €) eingereicht hatten – ein exorbitanter Betrag. Babak Hosseinzadeh, Behnam Akhlaghi und Mehdi Khatibi wurden an einen unbekannten Ort gebracht. Es ist nicht bekannt, wann die fünf Männer als nächstes vor Gericht geladen werden.

Die Urteile für Mahrokh und die vier Bekehrten von Rasht stehen nach den jüngsten Anhörungen noch aus. (Quelle: Middle East Concern, Bild: Hansueli-Krapf/wikipedia)

Christliches Ehepaar wegen ihres Glaubens im Krankenhaus – Razzaq (40) ist Journalist, Hühnerzüchter und war viele Jahre lang der einzige Christ in seiner Familie. Erst kürzlich beschloss auch seine Frau Rahima (30), Jesus zu folgen. Am 2. April fand ihre Taufe statt. Doch ihr mutiger Schritt war offenbar der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte: Schon am nächsten Tag entlud sich der aufgestaute Zorn von Razzaqs Familie über den beiden.

Nachbarn verhindern Schlimmeres

Am Mittwoch, den 3. April, um die Mittagszeit drang Razzaqs jüngster Bruder Abdur Rashid zusammen mit einigen Freunden ohne Vorwarnung in das Haus seines älteren Bruders ein. Die Angreifer trugen selbstgefertigte Waffen bei sich und begannen, damit auf Razzaq einzuprügeln. Rahima versuchte, ihren Mann zu beschützen, aber auch sie wurde verprügelt. Erst als Nachbarn die Hilfeschreie hörten und den beiden zu Hilfe eilten, konnte der Angriff gestoppt werden. Das Ehepaar erlitt ernste Verletzungen und wurde in das nächstgelegene Krankenhaus gebracht, wo es drei Tage lang bleiben musste.

„Wir fühlen uns in diesem Haus nicht sicher“

Razzaq und Rahima leben im Dorf Elongipara, Kushtia District, im Westen von Bangladesch. Razzaqs zwei Brüder und drei Schwestern sind sehr wütend auf ihren älteren Bruder, seit sie erfahren haben, dass er zum christlichen Glauben übergetreten ist, sich mit anderen Christen trifft und regelmäßig an Seminaren teilnimmt. Nach dem Tod ihres Vaters verschlimmerte sich die Situation weiter. Die Geschwister versuchten, das Land der Familie allein unter sich aufzuteilen und Razzaq seine Rechte und sein Erbe zu entziehen.

Das Haus der beiden Christen steht auf demselben Grundstück wie das von Razzaqs Geschwistern. Er und Rahima brauchen unsere Gebete. Sie sagten: „Wir fühlen uns in diesem Haus nicht sicher.“

Immer mehr Konvertiten, immer stärkerer Druck

In Bangladesch nimmt die Zahl von Christen muslimischer Herkunft stetig zu. Für diese Konvertiten zieht ihre Entscheidung jedoch allerlei Einschränkungen und Schwierigkeiten durch islamistische Gruppen, lokale religiöse Leiter und ihre eigenen Familien nach sich. Überall im Land werden „Fatwas“ (islamische Rechtsgutachten) umgesetzt, besonders in ländlichen Gegenden. Gleichzeitig mehren sich die Rufe nach der Einführung des Scharia-Rechts, um die Zugehörigkeit zum „Haus des Islam“ nach außen deutlich zu machen. 

*Name geändert (Quelle: Open Doors, Bild: TUBS/wikipedia)

Eine 40-jährige muslimische Frau in Algerien verklagt ihren christlichen Ehemann (50) und beschuldigt ihn, sie zum Christentum bekehren zu wollen. Ebenfalls des gleichen „Verbrechens“ angeklagt sind drei Mitglieder einer anderen Familie, allesamt Christen, die versucht hatten, zwischen dem Paar zu vermitteln. Zum Zeitpunkt des Schreibens war der Fall noch nicht entschieden. „Einen Muslim zum Religionswechsel anzuregen“ ist ein Verbrechen gemäß Verordnung 6-3 von 2006. Die Strafe beträgt zwei bis fünf Jahre Gefängnis und eine Geldstrafe von bis zu einer Million Dinar (ca.  7.500 €). Betet für die vier angeklagten Christen, dass die Anklage gegen sie fallen gelassen wird. (Quelle: Barnabasfund)

In der vergangenen Woche wurden im Iran erneut zwei Christen verhaftet. Der 26-jährige Sina Moloudian wurde am Mittwoch vor den Augen seiner Eltern aus dem Haus geführt. Zeugen sprachen von Blutergüssen in seinem Gesicht, ein Hinweis darauf, dass bei der Verhaftung Gewalt angewendet wurde. Zwei Tage später, am Freitag, nahmen Beamte den 64-jährigen Ismaeil Maghrebinejad in Gewahrsam. Er war vor fast 40 Jahren zum christlichen Glauben konvertiert.

Seit Monaten observiert

Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Article 18 verschafften sich am 23. Januar gegen neun Uhr morgens acht Männer in Zivil gewaltsam Zutritt zu Sinas Haus. Sie gaben sich als Beamte des Gemeindienstes (MOIS) aus, legten jedoch keinen Haftbefehl vor. Man habe ihn „seit Monaten observiert“, ließen sie den jungen Mann wissen. Nachdem die Männer alle Räume durchsucht hatten, konfiszierten sie Sinas Smartphone, seinen Computer sowie alle Gegenstände, die mit dem christlichen Glauben in Verbindung stehen, wie seine Bibel, Bücher, CDs und ein Kreuz. Später durfte er seine Familie anrufen und konnte ihnen so mitteilen, dass er im Dastgerd-Gefängnis von Isfahan festgehalten wird. Die Behörden weigerten sich, dies zu bestätigen.

„Melden Sie ihn einfach als vermisst“

Seit Anfang der 1980er-Jahre, als Ismaeil Maghrebinejad beschloss Christ zu werden, wurde er viele Male belästigt und verfolgt. Ihm nahestehende Personen gaben gegenüber Article 18 an, dass er etwa 10 Jahre nach seiner Bekehrung einen Anschlag nur knapp überlebt habe. Im Jahr 2013 wurde er gezwungen, seine verstorbene Frau Mahvash nach islamischem Ritus auf einem islamischen Friedhof beerdigen zu lassen – trotz eines Briefes vom obersten Bischof der anglikanischen Kirche im Iran, der Mahvash neben ihrer Taufe und Konfirmation auch Engagement in der Kirchengemeinde bescheinigte. Am 25. Januar wurde Maghrebinejad von Beamten in Zivil festgenommen, die anschließend gemeinsam mit ihm zu seiner Wohnung fuhren und diese durchsuchten. Als Angehörige sich später bei den Behörden nach seinem Aufenthaltsort erkundigten, teilte man ihnen mit, er werde in keiner ihrer Hafteinrichtungen festgehalten. Man empfahl, ihn als vermisst zu melden. Später hatte Ismaeil die Gelegenheit, seine Familie zu kontaktieren, konnte jedoch auch keine Angaben zu seinem Aufenthaltsort machen. (Quelle: Open Doors)

Am 20. Jänner griff ein Mob unter der Führung eines muslimischen Nachbarn das Haus von Nasima Begam und ihrem Mann Azgar Ali in dem Bezirk Kurigram an. Die beiden flohen mit ihren kleinen Kindern und müssen sich seitdem verstecken, da die Verfolger gedroht haben, sie zu töten.

„Wir bringen euch auf der Stelle um!“

Nasima Begam und Azgar Ali fanden vor etwa 10 Jahren zum Glauben an Jesus Christus. Seitdem haben sie vielen Menschen das Evangelium von der Liebe Gottes weitergegeben. Infolgedessen wurde eine Gemeinde in der Nähe ihres Hauses gegründet, die regelmäßig Gottesdienste in einem eigenen Gebäude feierte. Doch schon seit dem Tag ihrer Bekehrung verfolgt ein Nachbar, Afan Ali, die Familie der beiden. „Er drohte damit, uns zu töten, wenn wir nicht unseren Glauben an Christus aufgeben und zum Islam zurückkehren“, sagt Nasima. Trotz dieser Bedrohung und der Ächtung durch die Dorfgemeinschaft hielten sie unerschütterlich an ihrem Glauben fest.

Am 20. Januar 2019 um kurz nach Mitternacht tauchte plötzlich ein Mob, angeführt von Afan, vor dem Haus der Familie auf. Sie griffen die Christen mit Sicheln und Beilen an und riefen: „Verjagt die Christen!“ und „Wir bringen euch auf der Stelle um!“ Aus Angst um ihr eigenes Leben und das ihrer Kinder flohen Nasima und Azgar aus dem Gebiet.

Alle Spuren der Christen sollen beseitigt werden

Die Verfolger durchsuchten die Kirche und ihr Haus und zerstörten alles, was sie fanden – Bibeln, Liederbücher und andere christliche Materialien. Sie rissen auch das Haus vollständig ein und verwandelten das Land in einen Acker, den sie umgehend bepflanzten. Alle Spuren der Christen wurden beseitigt, um zu verhindern, dass die Familie jemals nach Hause zurückkehren würde. Ein lokaler Mitarbeiter von Open Doors kommentierte die Entwicklung mit den Worten: „Das ist absolut schockierend! Es gibt dort kein Zeichen mehr vom Haus, nur noch Mais.“ Unterdessen haben sich Nasima und Azgar hilfesuchend an die Polizei gewandt. Dennoch bleiben sie vorerst versteckt, denn die Verfolger suchen weiter nach ihnen. (Quelle: Open Doors, Bild: TUBS/wikipedia)

Pakistan: Zum Christentum konvertierte Muslime werden mit dem Tod bedroht. Dies ist die Geschichte  von Kainut, einem mutigen 20-jährigen Mädchen, das als Muslima aufwuchs, mit einer christlichen Mutter und einem muslimischen Vater, und beschloss, katholisch zu werden. In der Folge leiden sie und ihre Familie unter Bedrohungen, Diskriminierung und Schlimmerem. Gemäß islamischer Rechtsprechung kann ein Mensch, der den Islam verlässt, ungestraft getötet werden. Kainut, die nun Medizin studiert, erzählt der päpstlichen Stiftung KIRCHE IN NOT von ihrem Leben und ihrer folgenschweren Entscheidung: 

“Die Geschichte meiner Mutter ist wie folgt: Als Schülerin wurde sie von Muslimen entführt, die sie dazu zwangen, den Islam anzunehmen und meinen Vater zu heiraten. Es ist in meiner Provinz eine übliche Praxis, hinduistische und christliche Mädchen zum Islam zwangszukonvertieren. Meine Mutter akzeptierte meinen Vater als ihren Ehemann und begann, mit ihm ein normales Leben zu führen. Sie hatten vier Kinder —ich bin die Älteste und habe zwei jüngere Brüder und eine jüngere Schwester.

Trotzdem ging meine Mutter heimlich in die Kirche und oft ging ich mit ihr. Sie las zuhause in der Bibel. Es war klar, dass sie den Islam nicht angenommen hatte; in ihrem Herzen war sie Christin geblieben. Auch ich begann, in der Bibel zu lesen und regelmäßig mit meiner Mutter in die Kirche zu gehen. Einmal war ich in der Kirche und die Menschen stellten sich in einer Reihe auf, um die Kommunion zu empfangen. Ich stellt mich dazu, doch jemand sagte mir, dass ich nicht zur Kommunion gehen könne, da ich keine Christin sei. Ich brach daraufhin in Tränen aus.

Ich sagte meiner Mutter, dass ich die Heilige Kommunion empfangen wolle, dass der Herr Jesus Christus auch mein Retter sei. Doch irgendwie bekam mein Vater dies mit und verbot uns, zur Kirche zu gehen. Ein Jahr lang gingen wir nicht mehr hin. Dann starb mein Vater. Meine Großeltern zwangen meine Mutter, einen Cousin meines Vaters zu heiraten, auch dies eine übliche Praxis, da nach Ansicht der Muslime Frauen den Schutz durch einen Mann benötigen. Meine Mutter sträubte sich, doch sie hatte keine Wahl und heiratete ihn. Ich war zu der Zeit 14.

Dieser Mann war ebenfalls sehr streng, doch ich begann täglich zuhause in der Bibel zu lesen. Mein Stiefvater versuchte oft, mich daran zu hindern, aber meine Mutter unterstützte mich. Als ich die ganze Bibel durchgelesen hatte, sagte ich meiner Mutter, ich wolle Christin werden. Meine Mutter war sehr in Sorge, dass meine Großeltern oder andere Verwandte uns töten könnten.

Trotzdem ging ich mit meiner Mutter in die Kirche und bat einen Priester, mich zu taufen. Doch er war unsicher: ‘Das ist ein großes Risiko. Es tut mir leid, aber ich kann dich nicht taufen’, sagte er. Der Priester hatte Angst, dass meine Verwandten oder andere muslimische Fanatiker uns töten würden, wenn sie herausfänden, dass er mich getauft hatte, und er wollte auch seine eigenen Gemeindemitglieder nicht in Gefahr bringen. Ich sagte ihm: ‘Pater, ich bin bereit, für Christus zu sterben…’

Dann begannen die Sommerferien und wir fuhren in eine andere Provinz, um meine Tante, die Schwester meiner Mutter, zu besuchen. Wir gingen mit ihr in die Kirche und wieder traf ich einen Priester und erzählte ihm von meinem Wunsch, Christin zu werden. Er war sehr nett und gab mir ein paar Bücher zum Lesen mit. Wir verbrachten drei Monate im Haus meiner Tante und gingen täglich in die Kirche. Und eines sonntags nach der Messe fragte mich der Priester: ‘Mein Kind, bist du bereit für die Taufe? ’ Ich war sehr glücklich und sagte Ja. Schließlich empfingen im Jahr 2013 wir alle – meine beiden Brüder, meine Schwester und ich – das Sakrament der Taufe. Es war einfacher in der Kirche dort, denn wir waren weit weg von zuhause.  

Als wir wieder in unsere Heimatstadt zurückkamen, hatte mein Stiefvater irgendwie herausgefunden, dass wir konvertiert waren, und bot meiner Mutter die Scheidung an, die sie freudigen Herzens akzeptierte. Meine Mutter fand eine Arbeitsstelle und mietete eine Wohnung; alles ging einen guten Gang. Wir gingen regelmäßig zur Kirche und mein geistlicher Begleiter kontaktierte den Priester, der mich getauft hatte, um sicherzugehen, dass ich die Heilige Kommunion empfangen durfte; alles war perfekt!

Dann stürmten eines Abends im Jahr 2016 auf einmal mein Ex-Stiefvater und seine Angehörigen in unsere Wohnung. Er sagte meiner Mutter, er käme, um mich mitzunehmen, denn sie würden es nicht zulassen, dass ich einen christlichen Jungen heiratete. Stattdessen wollten sie mich einem 54-jährigen muslimischen Mann zur Frau geben – ich war gerade 18. Meine Mutter stritt mit ihm, rief unseren Priester und die Polizei. Als die Polizei kam, gingen sie weg.

Ich berichtete meinem geistlichen Begleiter von der Begebenheit. Er brachte mich in einem von Ordensschwestern geführten Wohnheim unter, wo ich mich auf die Aufnahmeprüfung für die Universität vorbereitete. Ich möchte gerne Ärztin werden und der Menschheit dienen.

Doch unsere Schwierigkeiten sind noch nicht vorbei. Im Oktober 2017 schossen meine muslimischen Verwandten auf einen meiner Brüder. Die Kugel verletzte seine Lungen und Rippen; er ist immer noch im Krankenhaus und kämpft dort um sein Leben. Meine Familie erhält Morddrohungen und ich weiß nicht, was uns in Zukunft geschehen wird —doch unsere Hoffnung ist in unserem Herrn Jesus Christus.

Eine muslimische Frau aus der pakistanischen Provinz Punjab, die vom Islam zum Christentum konvertierte, erhielt Morddrohungen und hält sich nun zusammen mit ihren Angehörigen an einem geheimen Ort auf. Wie der christliche Anwalt und Menschenrechtsaktivist Sardar Mushtaq Gill, mitteilt soll die Frau wegen “Abfall vom Glauben” zusammen mit ihrem christlichen Mann Emmanuel Ghulam Masih und den beiden kleinen Kindern bedroht worden sein und zwar von den Angehörigen der muslimischen Frau, die deren Rückkehr zum Islam fordern.

“Der Staat sollte diese Menschen und deren Recht auf Meinungs- und Religionsfreiheit schützen”, so Gill, „Dies ist ein Fall der Intoleranz und der Gewalt. Wenn der Staat nicht führ ihre Sicherheit sorgt, dann wird das Ehepaar wahrscheinlich nicht überleiben. Die Ehe ist ein Sakrament zwischen zwei Personen und die muslimische Familie der Frau sollte dies akzeptieren. Dies gilt auch für ihre Entscheidung, zum christlichen Glauben zu konvertieren”. Im pakistanischen Strafrecht ist der “Abfall vom Glauben” nicht als Straftatbestand vorgesehen, doch die so genannten Blasphemieparagraphen kommen in solchen Fällen oft zur Anwendung In Ländern wie Afghanistan, dem Iran, Malaysia, den Maldiven, Mauretanien, Nigeria, Katar, Saudi-Arabien, Somalia, Sudan, den Arabischen Emiraten und dem Jemen ist die so genannte „Apostasie“ hingegen ein Straftat und wird auf der Grundlage der islamischen Gesetze von einen Scharia-Gericht bestraft. Im Jahr 2007 wurde ein Gesetzentwurf, der für Apostasie die Todesstrafe für Männer und für Frauen lebenslange Haft vorsah vom Parlament nicht gebilligt.

Unterdessen gibt es in Pakistan zahlreiche willkürliche Hinrichtungen von so genannten “Abfälligen”: 2015 wurde zum Beispiel in Lahore das Ehepaar Aleem Masih (28) und Nadia Din Meo (23) kaltblütig ermordet, weil die Frau nach der Eheschließung zum Christentum konvertierte. Wie katholische Geistliche aus Pakistan berichten, gibt es jedoch auch so genannte “Untergrundchristen”, die ihre Konversion zum Christentum geheim halten. Pfarrer Mario Rodrigues, der die Abteilung für Jugendpastoral der Erzdiözese Karachi leitet betont: “Es gibt junge Muslime, die sich zum Chsitentum bekehren wollen; würden sie dies öffentlich tun, hätte jeder Muslim das Recht, ihn zu töten. Deshalb kommt es nur in seltenen Fällen zu einer Konversion vom Islam zum Christentum und wenn, dann geschieht dies im Geheimen. Wenn die Gnade Gottes ein Herz erleuchtet und ein Beschluss gefasst wird, beginnt damit ein schwieriger Weg. Nur Christus kann die Kraft schenken, sich solchen Prüfungen zu stellen”. (Quelle: fidesdienst)

Insgesamt acht Menschen starben bei einem Übergriff auf die Wohnung eines Mannes, der einem Studenten geholfen hatte, der in Zamfara im Norden Nigerias der Blasphemie beschuldigt worden war. Der muslimische Studenten war zum Christentum konvertiert und wurde beschuldigt, die islamische Religion beleidigt zu haben, weshalb er von einigen Kommilitonen mit Prügeln bestraft wurde, die ihn bewegungslos am Boden liegen ließen, im Glauben, dass er tot sei.

Ein muslimischer Bekannter half ihm und brachte ihn ins Krankenhaus. Nachdem die Angreifer davon erfahren hatten, machten sie sich auf den Weg zum Krankenhaus, wo sie ihn ein weiteres Mal misshandeln wollten. Doch eine andere Person hatte ihn rechtzeitig an einen sicheren Ort gebracht. Die Angreifer fanden ihr Opfer nicht mehr im Krankenhaus vor und begaben sich deshalb zur Wohnung des ersten Helfers und steckten sie in Brand: dabei kamen acht Menschen ums Leben, die sich zu diesem Zeitpunkt in der Wohnung aufhielten. Nach Angaben der Polizei, sollen sich unter den Opfern jedoch weder der Helfer noch seine Frau befinden. (Quelle: Fidesdienst, Foto: Fir0002/pixelio.de)

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